Landestag der Frauen Union Rheinland-Pfalz
Die Prostitution bekämpfen
Versammlung formulierte klare Ziele - Gaby Franzen von der FU Cochem-Zell zur stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt
Kreis Cochem-Zell. Beim Landestag der Frauen-Union in Darscheid wurde als Vorsitzende Birgit Collin-Langen, MdEP, aus Bingen im Amt bestätigt. Gaby Franzen, Vorsitzende der christdemokratischen Frauen Cochem-Zell, wurde mit 80 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen als Stellvertreterin gewählt, ein großer Vertrauensbeweis. Weitere Stellvertreterin wurde Sieglinde Schmitz aus Trier. Es folgte die Wahl der zwölf Beisitzerinnen im Landesvorstand der Frauen Union Rheinland-Pfalz.
Prostitution, Zwangsprostitution, Menschhandel war das Thema des Landestags der FU. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch die Landesvorsitzende Birgit Collin-Langen wurde in einer Podiumsdiskussion mit Fachleuten wie Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlands, Sr. Lea Ackermann, Vorsitzende des Vereins SOLWODI, und Rudolf Berg, Leiter der Kriminaldirektion Trier, über die Probleme von Prostitution und Zwangsprostitution gesprochen.
„Das rot-grüne Prostitutionsgesetz aus dem Jahre 2002 ist gescheitert“, so das Fazit der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die sich vehement für eine Änderung des Gesetzes einsetzt. Derzeit blockieren die rot-grünen Landesregierungen eine Änderung des Gesetzes sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat. So ist zum Beispiel die Freierbestrafung im Koalitionsvertrag mit aufgenommen, bisher aber noch nicht umgesetzt. Kramp-Karrenbauer berichtete vom sogenannten „Großbordell“ Saarbrücken, wo Bordelle boomen. Viele junge Frauen, meist ohne ausreichende Sprachkenntisse, werden insbesondere aus Osteuropa nach Deutschland geschleust.
Die Frauenrechtlerin Sr. Lea Ackermann (Bundesverdienstkreuz 1985 für unermüdlichen Einsatz für Frauen) sammelte 21.000 Unterschriften für eine Änderung des Prostitutionsgesetzes. Ackermann mahnte auch, dass das Zeugenschutzprogramm für Frauen in Not besser publik gemacht werden müsse und der Verrat von Schutzhäusern unterbunden.
Die Frauen Union Rheinland-Pfalz fordert deshalb Gesundheitsschutz für die Frauen, Kondompflicht (Schutz vor ungewollter Schwangerschaft und ansteckenden Krankheiten), Freierbestrafung sowie Erlaubnispflicht für Bordelle. Pressemitteilung des
CDU-Kreisverbands Cochem-Zell
