Allgemeine Berichte | 09.09.2015

Eine abwechslungsreiche Kurzreise durch das caritative Ehrenamt im Kreis Cochem-Zell!

Ehrenamtliche trafen sich zum Erfahrungsaustausch

Fast 3 Stunden - ein lebhafter Gedankenaustausch Ehrenamtliche aus 19 caritativen Projekten trafen sich im Pfarrzentrum Zell. privat

Zell. Es war ein ganz besonderer Nachmittag im Pfarrzentrum Zell: Über 40 Ehrenamtliche aus Caritas-Helferkreisen, aus der Seniorenarbeit sowie aus Projekten, die vom Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. begleitet werden, waren der Einladung des Fachdienstes „Caritas der Gemeinde“ gefolgt und tauschten ihre Erfahrungen aus. Wie vielfältig sich dieser Dienst am Nächsten im Kreis Cochem-Zell darstellt, zeigte sich bei der Vorstellung der einzelnen ehrenamtlichen Gruppen sehr eindrucksvoll.

Die Caritas Helferkreise Altlay, St. Aldegund, Briedel, Pünderich und Zell widmen sich ebenso wie die Initiative „Besser leben in unseren Gemeinden Lieg-Lahr-Mörsdorf-Zilshausen“ und die Teams der Seniorenbetreuung aus Düngenheim und Klotten schwerpunktmäßig der Betreuung älterer und kranker Menschen.

Die Ehrenamtlichen dieser Gruppen besuchen diese Mitbürger zu Hause, im Altenheim oder Krankenhaus, sie bieten kleine Hilfen im Alltag an und laden zu Begegnungsnachmittagen, Spielenachmittagen oder zu regelmäßigen gemeinsamen Mittagessen ein - wobei jede Gruppe und Gemeinde hier ihre eigenen Schwerpunkte setzt.

Eine persönliche Hilfe und Unterstützung in besonderen Lebenssituationen bieten darüber hinaus auch die „Gemeinschaft mit Herz“ in Blankenrath sowie die „Soziale Initiative Strimmiger Berg - wir helfen gerne“ ihren Mitmenschen an.

Während alle diese Ehrenamtlichen im Auftrag der Pfarr- und/ oder Zivilgemeinden tätig sind, werden die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes „Mensch für Mensch“ der Ambulanten Hilfezentren Lutzerath, Treis-Karden und Zell von den Projektmitarbeiterinnen Ira Gerhartz und Barbara Barden auf ihre Aufgabe vorbereitet und von den Ambulanten Hilfezentren in Einsätze vermittelt. Hier stehen dann das Gespräch mit den Alten und Kranken, das Zuhören, das Begleiten bei kleinen Spaziergängen und anderes mehr im Mittelpunkt.

Doch nicht nur Seniorinnen und Senioren gilt die Sorge der caritativ tätigen Ehrenamtlichen. Notleidenden in Rumänien zu helfen ist das Ziel der ehrenamtlichen Helferinnen in Zell und Pünderich, die Kleider für die Ärmsten der Armen sammeln und auf die Reise in das osteuropäische Land schicken.

Notleidenden vor der Haustür helfen hingegen die über 50 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnern der Cochemer Tafel, die Lebensmittel einmal wöchentlich an Hilfebedürftige aus dem Kreis Cochem-Zell weitergeben.

Jungen Menschen und jungen Familien gilt das ehrenamtliche Engagement der freiwilligen Helferinnen und Helfer, die als Paten/Patin für Ausbildung und „Familienpatinnen und Paten tätig sind. Sie wollen, vorbereitet und unterstützt u. a. von Caritas-Mitarbeiterin Marie-Meyes-Cuy, Jugendliche auf ihren Weg in Ausbildung und Beruf ein Stück weit begleiten und Orientierungshilfen geben bzw. jungen Familien mit Kindern hilfreich und unterstützend zur Seite stehen, in dem sie die Kinder stundenweise betreuen und kleine Hilfen im Familienalltag geben. Weitere Facetten des caritativen Ehrenamts beschrieben Ehrenamtliche, die sich seit vielen Jahren in der Notfallnachsorge sowie im Kreuzbund um ihre Mitmenschen kümmern. Unterstützen die Letztgenannten die Menschen mit Suchtproblemen beim Ausstieg aus der Abhängigkeit von Suchtmitteln, sind Notfallnachsorgerinnen und Notfallnachsorger des Kooperationsprojektes von DRK und Caritas immer dann im Einsatz, wenn Todesnachrichten überbracht werden, bei erfolgloser Reanimation und bei Suizid, um den Angehörigen in diesen schweren Stunden beizustehen.

Auf großes Interesse stieß an diesen Nachmittag auch das Repair-Café, das seit kurzem bereits seinen Dienst in Cochem aufgenommen hat und in Kürze einen Ableger in Zell bekommen wird. Ehrenamtliche Fachleute helfen „Repair-Café Kunden“ dabei, ihre mitgebrachten technischen Geräte, Textilien und Kleinmöbel wieder einsatzbereit, tragbar und nutzbar zu machen. Der Ableger in Zell wird seinen Platz im Ideen-Treff in der Schloßstraße 22 finden, der ebenfalls zu einem Zentrum des Ehrenamtes geworden ist: Im Ideentreff findet man ein Frühstück für jung und alt, Konversationstreffen in englischer und französischer Sprache, eine Strickgruppe, eine Kreativ-Gruppe, die Formularausfüllhilfe, die Krabbelgruppe und neuerdings ein Willkommenstreff für Flüchtlinge und Einheimische - dies und vieles Andere mehr wurde von freiwillig Engagierten ins Leben gerufen und unter fachlicher und organisatorischer Begleitung durch Caritas-Mitarbeiterin Katja Heringer zum dauerhaften Angebot weiterentwickelt.

Nach über drei Stunden der gegenseitigen Information und des interessierten Nachfragens endete im Pfarrzentrum Zell eine abwechslungsreiche Kurzreise durch das caritative Ehrenamt im Kreis Cochem-Zell, die deutlich machte, dass dieses solidarische Engagement sehr viel Freude bereitet - verbunden mit dem Wunsch der Ehrenamtlichen, Treffen dieser Art in Zukunft fortzusetzen.

Ein Wunsch, dem der Fachdienst „Caritas der Gemeinde“ gerne nachkommen wird…..

Fast 3 Stunden - ein lebhafter Gedankenaustausch Ehrenamtliche aus 19 caritativen Projekten trafen sich im Pfarrzentrum Zell. Foto: privat

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