10. Hobbyausstellung des „Kulturellen Förderkreises“ wurde viel beachtet
Ein ganzes Haus voll toller kreativer Ideen in Ettringen
Ettringen. Die Verantwortlichen des renommierten kulturellen Förderkreises um ihren engagierten Vorsitzenden, Olaf Kaltz, können stolz sein über das, was wieder gemeinsam mit tatkräftigem Einsatz auf die „Beine“ gestellt wurde. „Künstlerisch sehr wertvoll“, könnte man da wohl sagen. Eingebettet in die musikalische Umrahmung war, sein 50. Bühnenjubiläum feiernd und, wie er behauptete, ab seinem abendlichen Auftritt in Ettringen auf „Welttournee“ befindlich, der Virtuose Michael Lohr, mit exzellenten Darbietungen. Er präsentierte eine Mischung aus Jazz, Folk und Bossa Nova auf seiner, so genannten, Kapping-Gitarre. Und um diesen musikalischen Act herum gab es einen wahrlich bunten Strauß kreativer Ideen von insgesamt 16 Teilnehmern bei der attraktiven Hobby-Schau. Unglaublich, was am Fuße des Hochsimmers im Stillen so alles künstlerisch bewirkt wird. Davon konnten sich auch dieses Mal wieder viele Besucher bei der nun schon zum zehnten Mal durchgeführten „Kunstausstellung“ im Ettringer Gemeindehaus überzeugen. Vorsitzender Olaf Kaltz, der bei der Vernissage Künstler und Kunstliebhaber, darunter auch Ettringens Ortschef, Werner Spitzley und die Beigeordnete Annemarie Krämer-Wendel, begrüßen konnte, zeigte sich stolz über die große Resonanz: „Wir möchten mit dieser Veranstaltung den Ettringer Künstlerinnen und Künstlern im passenden Ambiente ein Forum schaffen, um sich einem breiten Publikum vorstellen zu können. Aber auch Künstler der Region, die heute mit dabei, sind uns herzlich willkommen“. Die Ausstellerinnen und Aussteller hatten somit Gelegenheit, ihre „Kunst-Schätzchen“ einem begeisterten Publikum vorzustellen. Fantastisch, was da in den letzten Monaten alles geschaffen wurde. Wie immer ist es die Vielfalt, die den Reiz und gewissermaßen das Markenzeichen der Ausstellung ausmacht. Die vielen Malereien, dekorativen Bastelarbeiten, Keramik, Gedichte als Liebeserklärungen an die Heimat, Schnitzereien, Bilder, Betonplastiken, Stein-, Metall-, Glas-, Holz-Textilien, Patchwork, oder Handarbeiten begeistern sicherlich einen jeden der vielen Besucher, die stilvoll mit einem Glas Sekt, einem tollen Büffet und weiteren Köstlichkeiten von „Guten Geistern“ bewirtet wurden.
Olaf Kaltz, und Ortsbürgermeister Werner Spitzley würdigten in ihren Ansprachen bei der Eröffnung, die große Schaffenskraft und das Engagement der künstlerisch wirkenden: „Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Und was dabei an wunderbaren Ergebnissen herauskommt, das sehen wir heute hier im Gemeindehaus. Hier öffnen sich ungeahnte Möglichkeiten, die leeren Wände und Tische mit fantastischen Ideen zu füllen“. Der Ortschef nutzte aber auch die Gelegenheit die Besucher anzuspornen, auf Entdeckungsreise zu gehen, zu staunen, zu schmunzeln, zu ergründen zu enträtseln, und die Augen für eventuelle Weihnachtsgeschenke offen zu halten. So zum Beispiel, die mit viel Herzblut entstandenen Gedichte der Ettringer Poetin Hiltrud Arft.
In ihren Werken voller Liebe zur Heimat stellt sie immer wieder die ganze Bandbreite ihres Könnens mit dem richtigen Flair, Feingefühl und der sagenhaften Ausdruckskraft vor Augen. Da war der begnadete Hobby-Modedesigner Bernd Traud, der die ganze Palette seines textilen Schaffens in puncto fantasievoller Kleidung präsentierte. Als wahren „Hinkucker“ konnte man sicherlich die Arbeiten der Skulpturen aus Beton von Anja Müller, bewundern. Perfekt, mit viel Können gearbeitet, wirkte ihre fast lebensecht wirkende schwarze Rabengruppe. Viele Male schon dabei ist die exzellente Malerin Sabine Schäfer-Nell mit einer Vielzahl ihrer Schöpfungen. Viel Liebe zum Detail zeigen auch die Bildwerke des 18 jährigen Alexander Schwickert und des 14 jährigen Daniel Gemund, die mit ihrer in vielen bildnerischen Techniken arbeitenden Lehrerin Bärbel Moeller, aus der Förderschule St. Martin aus Düngenheim wieder mit von der Partie sind. Neu dabei war der Ettringer Kunstmaler Jürgen Mohr, der außer seiner Skulpturen, für den Liebhaber auch exklusiv das eigene Konterfei in Öl, Acryl oder Blei anfertigt. Stark wieder mit ihren Werken, der Maler Gerd Hofmann, die Künstlerin Ruth Rebell, der Könner punkto Steinskulpturen, Guido Krämer, die Malerin Elisabeth Rechenbach, dass 14-jährige junge Maltalent Ferdi Staifo, die vielseitigen mit viel Liebe zum Detail entstandenen Handarbeiten von Gerda Jacobs und Renate Drechsel, die großartig präsentierten Schmuckstücke der Fachfrau Beate Hanke-Dittrich, die Welt der Bonsais von Arno Schäfer, und mittendrin der Gastaussteller, Rolf Walter aus Kottenheim, ein Modellbauer, mit seinen viel beachteten, naturgetreu in Miniaturformat gefertigten Werken vom Ettring/Kottenheimer Winnfeld. Wie sagte doch Ortschef, Werner Spitzley, bei der Frage, was ihm bei dieser Ausstellung besonders zusagte: „Einfach alles, das ist ein Hammer.“ „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, das ist hier der Fall.
Liebevoll aus Beton gestaltete Raben von Anja Müller.
Jürgen F.J. Mohr, ein Meister seines Fachs.
Sehr interessant und pure Heimat: Das von Rolf Walter gestaltete Modell des Winnfeldes.
Edlen Schmuck präsentierte Beate Hanke-Dittrich. Fotos: Bernd Schmitz
