Fußball-Bezirksliga Mitte
"Im Großen und Ganzen unterirdisch"
TuS Oberwinter - SG Vordereifel 5:1 (1:1)
Oberwinter. Am vierten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte bezog die SG Vordereifel eine deutliche 1:5-Auswärtsschlappe beim TuS Oberwinter. Nach der starken Leistung im Pokalspiel gegen die TuS Koblenz zeigte die Elf von der Mosel eine enttäuschende Vorstellung. Dass der gastgebende Rheinlandliga-Absteiger in der Fußball-Bezirksliga Mitte den Vorwärtsgang eingeschaltet hat und Tabellenführer TSV Emmelshausen dicht auf den Fersen bleiben will, diese traurige Erkenntnis machten die Gäste auf der Bandorfer Höhe. Die Geisen-Elf stand gegen ein spielfreudiges und torhungriges TuS-Team von Anfang an auf verlorenem Posten. Die Niederlage hätte auch noch höher ausfallen können, wenn die Platzherren in der ersten Halbzeit die zahlreichen Einschussmöglichkeiten genutzt hätten.
„Das ist mein Hauptkritikpunkt heute. Wir hatten am Anfang sehr viele Chancen, die wir kläglich vergeben haben. Der Endstand hätte auch schon der Halbzeitstand sein können“, meinte TuS-Trainer Tomas Lopez, der nach einer Viertelstunde den Führungstreffer seiner Mannschaft registrieren durfte. Nach einer Ecke von Fabian Gilles war Thomas Enke zur Stelle und markierte per Kopf das 1:0. Aus heiterem Himmel fiel der 1:1-Ausgleich durch den Gästetorjäger Matthias Tutas (34.), der mit einem Seitfallrückzieher TuS-Torwart Benjamin Kauert keine Chance ließ. Nach der Pause fielen die Tore der Platzherren wie reife Früchte.
In der 55. Minute brachte Fabian Gilles nach Vorarbeit von Jonas Jaber Oberwinter mit 2:1 in Front. Nach Vorarbeit von Tim Palm erhöhte Fabio Cardoso (65.) auf 3:1. Zusätzliche Farbe brachte Vordereifels Max Geisen in die Partie, der in der 67. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah. In der Schlussphase klingelte es noch zwei Mal im Gästekasten. Zuerst schloss Jonas Jaber (80.) einen sehenswerten Spielzug zum 4:1 ab und dann war es der eingewechselte Mirco Koll (89.), der eine Flanke von Fabian Gilles zum 5:1-Endstand verwertete.
„Im Großen und Ganzen war es unterirdisch“, ärgerte sich Gästetrainer Peter Geisen über die schwache Vorstellung seiner Mannschaft. „Das war weniger wie null, auch wenn das eigentlich gar nicht geht.“ Peter Geisen hatte zwar nach dem Koblenz-Spiel etwas durchgewechselt und frische Leute gebracht, da er sich erhoffte, dadurch neue Impulse zu setzen, aber die Wechsel verpufften. „Über das Koblenz-Spiel können sie wegen mir noch in Jahren erzählen, aber es zählt nur der Augenblick. Wenn wir so weiterspielen, gewinnen wir gegen niemanden mehr“, blickte ein verärgerter Trainer Peter Geisen nach vorne. Und nach vorne heißt das kommende Heimspiel am Samstag um 17 Uhr gegen den ambitionierten TuS Kirchberg, der ungeschlagen als Tabellendritter anreist.
SG Vordereifel: Sesterhenn, Williams, Röhrig, Bender (74. T. Hartmann), Schenk (40. Diensberg), Geisen, M. Mono, Hammes (78. Kasperski), A.Stripling, Tutas, Stein.
