RSC-Untermosel auf der Jagd nach WM-Tickets
RSC-Untermosel Fahrer zeigen starke Leistungen bei ‚La Matildica‘ in Italien
aus Pommern
Region. Harte Bedingungen und viel Kampfgeist: RSC-Untermosel Trio überzeugt bei „La Matildica“ 2026
Drei Fahrer des RSC-Untermosel sind am vergangenen Wochenende beim renommierten italienischen Radrennen „La Matildica“ an den Start gegangen, um das begehrte Ticket für die Altersklassen-Weltmeisterschaften 2027 zu lösen.
In einem extrem stark besetzten internationalen Feld zeigten Johannes Schnorbach, Stefano Bortolot und Christian Wilkening packenden Radsport, bewiesen enormen Kampfgeist und fuhren starke Ergebnisse ein.
Für Johannes Schnorbach stand die Königsdisziplin auf dem Programm: die brutale Granfondo-Strecke über 152 Kilometer und knackige 2.220 Höhenmeter. Während die Temperaturen für die Fahrer absolut erträglich blieben, forderte die Strecke fahrtechnisch alles ab. Schnorbach erwischte einen guten Start, wurde jedoch nach rund 50 Kilometern durch einen Defekt jäh ausgebremst.
Nach der Reparatur war das Hauptfeld längst weg. Aufgeben war jedoch keine Option: Er nahm die Verfolgung als Solist auf. Besonders auf den Abfahrten war höchste Konzentration gefordert, da der schlechte Straßenbelag die Downhills extrem anspruchsvoll und gefährlich machte. Trotz der kräftezehrenden Fahrt alleine im Wind biss sich Johannes Schnorbach durch und erreichte nach 5:37:23 Stunden als 148. in seiner Altersklasse M 19-34 das Ziel – mit einer beeindruckenden Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 km/h und einer herausragenden kämpferischen Leistung!
Stefano Bortolot und Christian Wilkening nahmen die Mediofondo-Strecke in Angriff, die mit 126 Kilometern und 1.500 Höhenmetern ebenfalls ein echtes Brett war. Von Beginn an wurde ein extrem hohes Tempo angeschlagen. Beide RSC-Fahrer hielten sich hervorragend in den Gruppen ihrer Altersklasse und jagten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 34 km/h dem Ziel entgegen. Auch sie mussten auf den holprigen, technisch schwierigen Abfahrten stets die Balance zwischen Risiko und Sicherheit finden.
Am Ende entschied ein wahrer Sekundenkrimi über die Platzierungen in der stark umkämpften Altersklasse 60–64:
Christian Wilkening überquerte nach 3:43:22 Stunden auf einem hervorragenden 23. Platz die Ziellinie.
Stefano Bortolot folgte nur wenige Minuten dahinter und sicherte sich mit einer Zeit von 3:49:44 Stunden den starken 39. Platz.
Obwohl Wikening und Bortolot die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 dieses Mal noch hauchdünn verpasst haben, zieht das Team ein durchweg positives Fazit. Bei dem schlechten Asphalt und der enormen Leistungsdichte im Feld war es die wichtigste Nachricht des Tages, dass alle drei RSC-Fahrer sturzfrei ins Ziel kamen – bei diesen Bedingungen keine Selbstverständlichkeit.
Das Event war ein großartiges Erlebnis und hat gezeigt, dass die Form absolut stimmt. Die nächsten Qualifikationsrennen stehen schon im Kalender, und mit dieser Leistung im Rücken werden Christian WIlkening und Stefano Bortolot das WM-Ticket bei den kommenden Einsätzen ganz sicher lösen!
Petra Walter
Weitere Themen
Johannes Schnorbach, Stefano Bortolot und Christian Wilkening auf der Jagd nach WM-Tickets. Foto: Petra Walter