Sicherheit für Senioren
Sicherheit im Alltag: Schutz vor Betrugsmaschen
aus Cochem
Ob Enkeltrick, Betrügereien am Telefon oder Scheingeschäfte. Kriminelle haben es mit immer wieder neuen Betrugsmaschen hauptsächlich auf ältere Mitbürger abgesehen. In der VG Kaisersesch sorgen zwei Sicherheitsberater für Aufklärung .
Hambuch. Das Gefühl in Sicherheit leben zu können ist ein hohes Gut und sieht sich gerade in der heutigen Zeit verstärkt neuen Angriffen ausgesetzt. Die beginnen direkt an der Haustür oder am Telefon, wobei es der oder die Täter meist auf ältere Menschen als potenzielle Opfer abgesehen haben. Sie gehen bei der Begehung ihrer Straftaten meist gut organisiert und äußerst professionell vor, da sie durch ein trickreiches, wortgewandtes und souveränes Auftreten massiven emotionalen Druck auf ihre Opfer ausüben.
Bei diesen stellt sich durch die beispielsweise intensive Schilderung einer angeblichen Notlage eines Angehörigen eine Art Schockstarre ein. Die verursacht bei den Betroffenen in der Regel einen Tunnelblick, der ein rationales Denken oftmals ausschaltet. Um dem entgegenzuwirken ist permanente Aufklärung erforderlich, denn die diesbezüglich agierenden Täter lassen sich immer neue Betrugsmaschen einfallen.
Drei wichtige Elemente um die Sicherheit im persönlichen Umfeld weiterhin zu gewährleisten sind daher Prävention, Schutz und Reaktion. Dafür setzen sich in der VG Kaisersesch Heike Kalfels und Ulrich Weingart ehrenamtlich als polizeilich geschulte Sicherheitsberater im Rahmen von Sicherheitsseminaren ein. Ihre stets auf dem neuesten Stand befindlichen Ausführungen befassen sich umfänglich mit dem Thema „Sicherheit im Alltag - Erkennen von Betrugsmaschen“!
Ob es nun der bekannte Enkeltrick, der falsche Wasserwerker, Pflegedienstleister, Gerichtsvollzieher, Stromanbieter oder vom Vermieter scheinbar beauftragte Montagearbeiter ist. Die meist in Gruppen organisierten Straftäter sind gut vernetzt und haben sich im Vorfeld bereits über das Umfeld und die persönlichen Verhältnisse ihrer Opfer informiert. Sie schrecken auch nicht davor zurück sich als Kriminalbeamte auszugeben, die zunächst einen bevorstehenden Einbruch oder Überfall voraussagen, um dann Bargeld und sonstige persönliche Wertgegenstände der Opfer abzuholen und in Sicherheit zu bringen.
Sollte auf Ihrem Display die Polizeinotrufnummer 110 erscheinen, handelt es sich garantiert um einen Betrugsversuch. Denn unter dieser Nummer wird Sie die echte Polizei niemals kontaktieren. Dreist gehen derzeit verstärkt angebliche Bankmitarbeiter am Telefon oder im Internet vor. Sie suggerieren Unregelmäßigkeiten bei den Konten ihrer Opfer und verlangen die alte PIN um eine neue, sichere zu erstellen.
Es gilt sich an vier Grundregeln zu orientieren: 1. Anrufe mit unbekannten Nummern sollten nicht entgegengenommen werden. 2. Man lässt generell keine Fremden in Haus oder Wohnung. 3. Geschäftsabschlüsse jeder Art sowohl am Telefon wie an der Haustür vermeiden. 4. Dienstausweise können gefälscht sein – seien Sie immer misstrauisch und informieren Sie sich vorab bei der jeweiligen Firma/Behörde, oder kontaktieren Sie unter Umständen sofort die Polizei.
Weitere Auskünfte erhält man bei jeder Polizeidienststelle sowie bei den Sicherheitsberatern der Verbandsgemeinde Kaisersesch. Kontakt: 01653-915173-1 oder E-Mail: sfs@kaisersesch.de .
Lassen Sie niemals fremde Leute in Ihr Haus oder Ihre Wohnung. Es könnten Betrüger sein die es auf Ihr Hab und Gut abgesehen haben. Foto: Thomas Esser
Vorsicht: Dienstausweise können gefälscht sein. Die Polizei würde niemals Bargeld oder Wertgegenstände entgegennehmen um sie in Sicherheit zu bringen. Foto: Thomas Esser
