Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
Workshop unterstützt Kommunen bei Umrüstung
Cochem. Gut 40 Teilnehmer bei rund 90 Ortsgemeinden - das ist ein sehr „gutes Ergebnis“, finden Landrat Manfred Schnur, Dirk Barbye und Thomas Berens von der Kreisverwaltung Cochem-Zell sowie Renate Michel und Oliver Kring von der Energieagentur Rheinland-Pfalz.
Zusammen mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz hatten der Landkreis und der Verein „unser klima cochem-zell e.V.“ zur Veranstaltung „Effiziente LED-Straßenbeleuchtung für Kommunen im Landkreis Cochem-Zell“ eingeladen. Grund: Viele Kommunen sind in Sachen Straßenbeleuchtung technisch auf dem Stand von 1960. Gemeinden können allerdings bei erfolgreicher Umrüstung auf LED-Technik bis zur Hälfte der Energiekosten für die Straßenbeleuchtung einsparen. Das bewegte Landrat Manfred Schnur in seinem Grußwort zur Aussage: „Die Diskussion über die Umrüstung auf LED-Straßenbeleuchtung soll, ja sie muss eigentlich stattfinden. Und sie lässt sich auch mit dem Großprojekt Energiedörfer im Landkreis Cochem-Zell verbinden.“ Für die Kommunen waren eingangs einige Fragen offen: Was ist bei einer Ausschreibung zur LED-Umrüstung zu beachten? Wann fließen die hohen Investitionskosten wieder zurück in die Gemeindekasse? Wie lang ist die Lebensdauer der LEDs? Was ist bei der Technik zu berücksichtigen? Welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten? Und wie nimmt man die Hürden bei der Finanzierung einer Umrüstung? Auch Andreas Pfaff, Klimaschutzmanager der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen hat sich diesen Fragen stellen müssen, bevor seine Verbandsgemeinde 2013 komplett auf LED-Straßenbeleuchtung umstellte. Als Mann aus Verwaltung und Praxis war er der passende Fachreferent für den Workshop und konnte genau auf die Fragen der Kommunen eingehen.
Nachdem sich die anwesenden Vertreter der Gemeinden und Verbandsgemeinden in kurzen Diskussionsrunden über die Situation in ihren Orten austauschen konnten, resümierte Andreas Pfaff: „Straßenbeleuchtung macht häufig bis zu 70 Prozent, in einigen Ortsgemeinden sogar bis zu 80 Prozent der gesamten Energiekosten im Ort aus. Das Einsparpotenzial ist also enorm.“ Bei vielen Gemeinden steht die Sanierung von Straßenleuchten an, und zum Teil laufen in nächster Zeit Wartungsverträge aus.
„Das Interesse der Verantwortlichen in den Kommunen an Informationen über energieeffiziente Beleuchtungstechnik ist deshalb so groß, weil jetzt die richtigen Weichen für große Energie- und Kosteneinsparungen gestellt werden können“, konstatierte Renate Michel von der Energieagentur Rheinland-Pfalz.
Klimaschutzmanager Thomas Berens ergänzte: „Und die Energieeinsparung nach dem Einsatz von LED-Straßenleuchten leistet natürlich auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“ Zum Abschluss des Workshops konnte als Fazit festgehalten werden: Eine Umrüstung ist in aller Regel sehr sinnvoll, sowohl aus finanziellen wie auch aus Klimaschutzgründen. Mit dem Leitfaden „Energieeffiziente Straßenbeleuchtung“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz konnten die Teilnehmer Informationen zu technischen Aspekten, vergaberechtlichen Anforderungen, Umsetzungsbeispielen und vielen praktischen Tipps mit nach Hause nehmen.
Pressemitteilung
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