Allgemeine Berichte | 24.03.2013

Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. tagt und wählt neuen Rat

„Zum Nutzen der Menschen in der Region“

Zunehmende Hilfeanfragen, erfolgreiche Ausbildungspatenschaften

Winfried Görgen (rechts), Vorsitzender des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e. V. und Caritas-Geschäftsführerin Katy Schug (Mitte) im Kreis der in Briedel gewählten Caritasrats-Mitglieder.Privat

Kreis Cochem-Zell. Die Mitgliederversammlung des Caritasverbands Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. hat für die kommenden vier Jahre einen neuen Caritasrat gewählt. Vorsitzender Winfried Görgen und Geschäftsführerin Katy Schug dankten den Mitgliedern des bisherigen Rates mit herzlichen Worten für ihr zuverlässiges Engagement in der haupt- und ehrenamtlichen Caritasarbeit in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell und gratulierten den wieder- oder neugewählten Ratsmitgliedern. In den Rat wurden gewählt: Matthias Follmann (Landscheid), Dechant Walter Fuß (Ulmen), Anne Hees-Konrad (Niederöfflingen), Manfred Kappes (Zeltingen-Rachtig), Helmut Marmann (Wittlich), Johannes Probst (Cochem), Matthias Schnitzler (Kaisersesch), Alfred Steimers (Schmitt), Hildegard Waldecker (Düngenheim), Ulrich Weinand (Maring-Noviand), Resi Weinandy (Wittlich), Joachim Donell (Udler) und Renate Thesen-Dimmig (Osburg). Dem Rat gehören außerdem an: Winfried Görgen (Bausendorf), vom Bischof benannter Vorsitzender des Verbandes, Katy Schug (Cochem), hauptamtliche Caritas-Geschäftsführerin sowie ein Beauftragter der Dechantenkonferenz und ein Vertreter der Dekanatsräte, die beide noch neu zu benennen sind. Der Caritasrat ist das Verbandsorgan, in dem die grundlegenden Fragen der Caritasarbeit beraten und entschieden werden und von dem der Verbandshaushalt genehmigt werden muss. Er besteht aus maximal 23 Personen und tagt etwa dreimal im Jahr. Zu der Mitgliederversammlung, die in der Regel alle zwei Jahre stattfindet, waren rund 60 Teilnehmer aus 37 Gemeinden in den Pfarrsaal nach Briedel gekommen. Noch unter den frischen Eindrücken der Papstwahl, dessen Name ein entsprechendes Programm ganz auch im Sinne der Caritas andeute, sprachen die Versammlungsteilnehmer ein Gebet für das neue Kirchenoberhaupt. Im Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück sind gegenwärtig rund 350 ehrenamtliche und ebenso viele hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, berichtete Winfried Görgen in seinem Vorstandsbericht. Von den hauptamtlich Beschäftigten verteilten sich 41,5 Vollzeitstellen auf die Beratungsdienste und die Verwaltung in den beiden Geschäftsstellen Wittlich und Cochem und 171 Stellen auf die fünf ambulanten Pflegedienste in Wittlich, Bernkastel, Treis-Karden, Lutzerath und Zell, die allesamt eine hervorragende Arbeit leisteten. Das Haushaltsvolumen des Verbandes belaufe sich auf 10,6 Millionen Euro. Dieser Umfang sei ein Zeichen dafür, so Görgen, was der Verband alles zum Nutzen der Menschen unserer Region an Hilfen und Diensten, ehren- und hauptamtlich, aufgebaut habe und erbringe. Die Einnahmen bestünden zu erheblichen Anteilen auch aus Zuwendungen aus der Kirchensteuer und von Land und Kommunen, um die vielfältige Beratungs- und Projektarbeit für Menschen in Nöten leisten zu können. Sorge bereite dem Vorstand der tarifbedingte Anstieg der Personalkosten um 7,1Prozent, denen gegenwärtig kein entsprechender Anstieg von Zuweisungen und Entgelten gegenüberstehe. Aus der Arbeit der laufenden Dienste und Projekte berichtete Caritas-Geschäftsführerin Katy Schug. Sehr erfolgreich verliefen die Ausbildungspatenschaftsprojekte im Netzwerk mit vielen Kooperationspartnern. Über 50 ehrenamtliche Paten engagierten sich und hätten an Schulungen teilgenommen. Die Vermittlungsquote in Ausbildungsstellen oder in schulische Weiterbildungen sei erfreulich hoch. In der Allgemeinen Sozialberatung seien die Anfragen wie in den anderen Diensten in den zurückliegenden Jahren konstant steigend. Hier werde zunehmende Altersarmut wahrnehmbar und viele Ratsuchende könnten Strom- und Heizkosten nicht mehr aufbringen. Über die beiden Tafeln in Cochem und Wittlich erhielten wöchentlich rund 2000 Menschen mit prekärem Einkommen eine Versorgung mit Lebensmitteln. Über die Begleitung von Menschen mit schweren Erkrankungen und Sterbenden berichteten ausführlich und eindrucksvoll Maria Groß als hauptamtliche Mitarbeiterin der Caritas-Sozialstation Wittlich im Bereich Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst, Michaela Klein, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Hospizinitiative Wittlich und Silvia Louboutin, hauptamtliche Mitarbeiterin der Fachstelle für Ambulante Hospizarbeit / Palliativer Beratungsdienst im Kreis Cochem Zell. Mit einer Bestätigung des Caritasdienstes aus dem Munde des emeritierten Papstes verabschiedete Winfried Görgen die Versammlung: „Caritas wird immer nötig sein, auch in der gerechtesten Gesellschaft.“ Immer werde es Leid geben, das Tröstung und Hilfe brauche, und immer werde es auch die Situationen materieller Not geben, in denen Hilfe im Sinne gelebter Nächstenliebe nötig ist. Das Wesentliche, das der Mensch brauche, bleibe die persönliche Zuwendung. Der neue Vorstand des Verbandes wird in der konstituierenden Sitzung des neuen Caritasrates gewählt, die am 18. April in Wittlich stattfinden wird.

Pressemitteilung

Caritasverband

Mosel-Eifel-Hunsrück e. V.

Winfried Görgen (rechts), Vorsitzender des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e. V. und Caritas-Geschäftsführerin Katy Schug (Mitte) im Kreis der in Briedel gewählten Caritasrats-Mitglieder.Foto: Privat

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