Politik | 08.03.2014

Kulturbau befördert Mittelrhein-Museum in die Spitzenklasse

15 000 Objekte im Bestand

Neubau eröffnet bessere Arbeits- und Ausstellungsbedingungen für das über 220 Jahre alte Traditionshaus

Im Keller ist das neue Depot: C. Altmaier (5.v.r.) begrüßte beim Rundgang auch den 2. Vorsitzenden derMuseums-Freunde, H.-W. Schaab (4.v.r.)privat

Koblenz. In die der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Tiefen des Kulturbaus stiegen die Mitglieder des SPD-Arbeitskreises Kultur & Tourismus hinab, um sich von Museumsdirektor Dr. Markus Bertsch und Restaurator Thomas Hardy die neuen Depoträume und Arbeitsbedingungen präsentieren zu lassen. „Die Besichtigung dient vor allen Dingen dazu, dass wir sehen, welche neuen Möglichkeiten dem Mittelrhein-Museum gegeben worden sind und wie sinnvoll die Investitionen am Zentralplatz sind“, so der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christian Altmaier. Am Arbeitskreis nehmen nicht nur Ratsmitglieder wie Fritz Naumann und Ursula Hühnerfeld teil, sondern auch interessierte Mitglieder aus Partei und Öffentlichkeit. Diese zeigten sich sehr angetan von den neuen Räumen des Museums. Das Mittelrhein-Museum erstmals über richtige Depoträume: klimatisiert, brandgesichert und barrierefrei. Wie auch die neuen Flächen der Dauer- und Wechselausstellung. Rund 15.000 Objekte führt das Museum in seinem Bestand und nur ein Teil wird dauerhaft gezeigt. Gemälde, Möbelstücke, Skulpturen, die - weil zum Beispiel beschädigt und erst restauriert werden müssen - eingelagert sind, waren am alten Standort im feuchten Keller oder auf dem staubigen Dachboden untergebracht. „Sie standen zum Teil so eng, dass man gar nicht daran kam“, berichtet Restaurator Thomas Hardy. Keine optimalen Bedingungen, um Kunstschätze zu verwahren. Und keine Lagerbedingungen, die andere Museen akzeptieren, wenn es um die Ausleihe von Objekte für Sonderausstellungen geht.

Es müssen sehr viele Werke restauriert werden

„Das neue Haus ist ein Quantensprung“, sagt Direktor Bersch stolz, der auch auf die technischen Möglichkeiten wie das Scannen von großen Grafiken verweist. „Wir erfüllen jetzt alle Standards auf höchstem Niveau.“ Christian Altmaier, der Kultur- und Tourismuspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, formulierte es so: „Das Mittelrhein-Museum spielt jetzt in einer Liga mit den großen Museen in Deutschland.“ Die SPD-Fraktion hatte auch einen höheren Etat für das Museum beantragt, um einerseits mehr Objekte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zum anderen Wechselausstellungen nach Koblenz zu holen. Im Stadtrat konnte sie sich damit allerdings nicht durchsetzen. „Die eigene Sammlung ist zwar groß, aber nicht in einem Zustand, dass sie für eine Ausstellung nutzbar ist. Da muss noch viel restauriert werden“, beklagt Altmaier, „so dass wir nur mit Wechselausstellungen in Zukunft mehr Besucher anlocken können.“ Er befürchtet, dass nach einem furiosen Start im Kulturbau, bei fehlender Investition in das Ausstellungsprogramm, das Interesse nachlassen kann. „Das wäre wie in Schilda. Bei der Führung wurde auch darauf hingewiesen, dass die Freunde des Mittelrhein-Museums und des Ludwig-Museums 20 spezielle Faltstühle zur Verfügung gestellt haben. „Wir sind ein Verein, der den Museen die Arbeit leichter machen will und freuen uns über neue Mitglieder“, lud der 2. Vorsitzende der Museumsfreunde, Hans-Werner Schaab, beim Rundgang zum Eintritt ein.

SPD-Fraktion im

Rat der Stadt Koblenz

Im Keller ist das neue Depot: C. Altmaier (5.v.r.) begrüßte beim Rundgang auch den 2. Vorsitzenden der Museums-Freunde, H.-W. Schaab (4.v.r.)Foto: privat

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