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200 Lungenoperationen in zehn Monaten: Koblenzer Lungenkrebszentrum setzt Maßstäbe
aus Koblenz
Koblenz · Montabaur. Ein bedeutender Meilenstein für das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur (KKM): Das Lungenkrebszentrum Koblenz hat bis Ende Oktober 2026 bereits 200 anatomische Lungenresektionen durchgeführt. Damit zählt das Zentrum zu den größten thoraxchirurgischen Einrichtungen Deutschlands und ist das größte Lungenkrebszentrum in Rheinland-Pfalz.
Hinter dieser Zahl steht vor allem eines: große operative Erfahrung bei der Behandlung von Menschen mit Lungenkrebs. Für Patientinnen und Patienten bedeutet die hohe Spezialisierung Zugang zu einem breiten chirurgischen Behandlungsspektrum, modernen Operationsverfahren und individuell abgestimmten Therapiekonzepten. „Unser Anspruch ist es, onkologische Sicherheit mit maximaler Schonung des gesunden Lungengewebes zu verbinden“, erklärt Privatdozent Dr. med. Davor Stamenovic, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am KKM.
91 Prozent der Eingriffe minimalinvasiv
Von den 200 anatomischen Lungenresektionen waren 60 sogenannte Segmentektomien. Bei diesem Verfahren wird gezielt ein erkrankter Lungenabschnitt entfernt, während möglichst viel gesundes Gewebe erhalten bleibt. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil minimalinvasiver Operationen: 91 Prozent der Eingriffe erfolgten in uniportaler thorakoskopischer Technik, also über einen einzigen kleinen Zugang. Das Zentrum erreicht damit einen deutschlandweit herausragenden Wert.
Das operative Spektrum reicht von differenzierten Segmentektomien bis zu komplexen Manschettenlobektomien, bei denen auch größere Tumoren unter möglichst weitgehendem Erhalt von Lungenfunktion behandelt werden können.
Besondere Expertise bei komplexen Tumorerkrankungen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf anspruchsvollen Operationen nach einer vorausgegangenen Chemoimmuntherapie oder Radiochemotherapie. Solche Behandlungen können die chirurgischen Bedingungen erheblich erschweren und erfordern besondere Erfahrung.
Die Expertise des Koblenzer Teams findet auch wissenschaftlich Beachtung: Seine Ergebnisse zur Lungenkrebschirurgie nach Chemoimmuntherapie wurden kürzlich anhand der bislang größten hierzu in Deutschland publizierten Patientenkohorte in einem hochrangigen Fachjournal veröffentlicht und auf einem Fachkongress präsentiert.
Dass Patientinnen und Patienten teilweise mehrere hundert Kilometer für eine Behandlung nach Koblenz reisen, wertet das Team als besonderen Vertrauensbeweis – und zugleich als Verpflichtung, die medizinische Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Enge Zusammenarbeit für die bestmögliche Therapie
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Kooperation mit niedergelassenen und zuweisenden Ärztinnen und Ärzten. Gerade bei komplexen Befunden, nach einer medikamentösen Vorbehandlung oder bei der Einholung einer chirurgischen Zweitmeinung ermöglicht ein frühzeitiger Austausch, gemeinsam die individuell geeignete Behandlungsstrategie festzulegen. Für Stamenovic ist der Meilenstein deshalb auch eine Teamleistung: Sein Dank gilt allen Mitarbeitenden und Kooperationspartnern, die diese Entwicklung ermöglichen.
Das Ziel bleibt klar: Lungenkrebschirurgie auf höchstem fachlichem Niveau – möglichst schonend, individuell und mit größtmöglicher onkologischer Sicherheit.
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Das Koblenzer Lungenkrebszentrum gehört zu den größten seiner Art bundesweit. Foto: KatholischesKlinikum KI-generiet