24h Nürburgring 2026: Das Motorsport-Event der Superlative
Am 18.05.2026
Lokalsport
24h Nürburgring 2026: Das Motorsport-Event der Superlative
Nürburgring. Über 350.000 Zuschauer, 41 GT3-Boliden im Feld der insgesamt 159 gestarteten Fahrzeuge sowie sieben Tage lang Volksfeststimmung rund um die Nordschleife: Die 24 Stunden am Nürburgring boten auch 2026 wieder ein Motorsportfest der Extraklasse. Abgerundet wurde das Geschehen durch ein breites Rahmenprogramm rund um das Hauptrennen. Das enorme Zuschauerinteresse beruhte in diesem Jahr jedoch nicht nur auf dem Programm, sondern hatte auch einen prominenten Namen: Max Verstappen. Mit seiner Zusage für das Rennen in der Eifel elektrisierte der vierfache Formel-1-Weltmeister die Motorsportfans – weit über die Niederlande hinaus.
Traditionell begann die fünftägige Veranstaltung am Mittwochnachmittag mit dem Adenauer Racing Day. Trotz der vorhergesagten widrigen Wetterbedingungen ließen es sich mehrere Tausend Fans nicht nehmen, entlang der Hauptstraße Spalier zu stehen, um den Korso der 40 Rennfahrzeuge aus verschiedenen Klassen zu empfangen. Im Anschluss nutzten sie bei der unter anderem von Olli Martini moderierten Präsentation die Gelegenheit, mit den Piloten auf Tuchfühlung zu gehen.
24-stündige Hatz
Nach den Rahmenrennen sowie den Qualifyings am Donnerstag und Freitag schaltete die Startampel am Samstag pünktlich um 15:00 Uhr auf Grün und schickte das Feld auf die 24-stündige Hatz durch die „Grüne Hölle“. In der Einführungsrunde führten zur Überraschung vieler Experten die beiden Abt-Lamborghini das Feld zum Start, gefolgt von einem Audi von Scherer Sport PHX und dem Mercedes-AMG von Team Verstappen.
Mit dem Start begann eine turbulente Anfangsphase: Bereits in der ersten Kurve verlor der Abt-Lamborghini mit der Startnummer 84 nach einer Kollision mit dem Mercedes-AMG von Team Verstappen an Boden. Startfahrer Mirko Bortolotti hatte zunächst die Führung an das Schwesterfahrzeug abgegeben, ehe ein Kontakt zu einem Reifenschaden führte. Die daraus resultierende zweiminütige Reparatur sowie eine zusätzliche Zeitstrafe von 32 Sekunden warfen das Team erst einmal deutlich zurück.
Der Nutznießer des Geschehens war zunächst der Lamborghini von Konrad Motorsport, der die Führung übernahm und sich in den folgenden Runden einen packenden Zweikampf mit dem Manthey-Porsche bis zum ersten Boxenstopp lieferte. Mit dem ersten Boxenstopp griff auch Max Verstappen in das Renngeschehen ein und übernahm den Mercedes von Winward Racing auf Rang drei.
Während die Anfangsphase trotz packender Rennduelle zunächst weitgehend ohne größere Zwischenfälle verlief, änderte sich das Bild mit zunehmender Renndauer und wechselnden Streckenbedingungen nach 90 Minuten deutlich. Den Anfang machte der Audi R8 LMS GT3 von Max Kruse Racing, der nach einem Reifenschaden verunfallte und ausschied. Rund 25 Minuten später folgte der nächste Rückschlag für ein Topteam: Nach einem Missverständnis beim Überrunden schlug der zu diesem Zeitpunkt führende Ferrari von Kondo Racing in die Streckenbegrenzung ein.
Zeitgleiche Kollision
Nahezu zeitgleich kollidierten der Audi von Scherer Sport PHX und ein Mercedes-AMG GT3 von KCMG im Bereich Pflanzgarten – für beide Fahrzeuge bedeutete dies ebenso das vorzeitige Aus. Nach etwa vier Stunden wurden auch Kevin Estre im Manthey-Porsche sowie Arjun Maini im Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams im Bereich Brünnchen durch ausgelaufene Betriebsmittel überrascht und schieden nach ihren Einschlägen in die Leitschienen ebenso aus.
In der Folge übernahmen die beiden Mercedes-AMG-GT3 von Winward Racing die Kontrolle über das Rennen. Trotz gleicher Teamzugehörigkeit lieferten sich die Piloten einen intensiven internen Zweikampf. Besonders Max Verstappen beeindruckte in seinen Nachtstints mit spektakulären Überholmanövern und setzte sich in deren Verlauf gegen seinen Teamkollegen Maro Engel durch, womit er die Führung übernahm.
Doch gegen 11:30 Uhr am Sonntagmorgen folgte der Rückschlag: Eine defekte Antriebswelle und die notwendige Reparaturzeit zerstörten alle Siegchancen für das Team um Verstappen.
Damit war der Weg frei für den verbliebenen Mercedes-AMG GT3 von Winward Racing. Das Fahrerquartett aus Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin sicherte sich schließlich den prestigeträchtigen Gesamtsieg. Für Mercedes-AMG war es der erste Triumph bei den 24 Stunden am Nürburgring seit zehn Jahren.
Nach dem Patzer in der Startrunde, belegte mit einer beeindruckenden Aufholjagt, der Lamborghini Huracán GT3 EVO2 von Red Bull Team ABT mit der Startnummer 84 den zweiten Platz. Pilotiert wurde der Lambo von Luca Engstler, Mirko Bortolotti und Patric Niederhauser. Das Podium komplettierte der Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO von Walkenhorst Motorsport mit Christian Krognes, Mattia Drudi, Nicki Thiim und Felipe Fernandez Laser.
Auf Rang vier folgte der BMW M4 GT3 EVO von Rowe Racing mit Daniel Harper, Max Hesse und Sheldon van der Linde. Dahinter platzierte sich der BMW M3 Touring 24h von BMW M Motorsport mit Jens Klingmann, Ugo de Wilde und Connor De Phillippi. Auf Rang acht landete nach zwei Porsche 911 GT3 der Ford Mustang GT3 von HRT Ford Performance als bestplatziertes Fahrzeug eines heimischen Teams.
So verlief das Rennen für die weiteren Fahrer und Teams aus der Region:
In der Cup-2-Klasse feierte Black Falcon aus Meuspath einen Doppelsieg mit seinen beiden Porsche 911 GT3 Cup.
In der Klasse VT2 mit heckangetriebenen Fahrzeugen sicherte sich Malte Tack gemeinsam mit Manfred und Matthias Röss im Ravenol Toyota Supra Rang drei.
Ebenfalls Platz drei erreichte der Mercedes-AMG GT4 von Prosport Racing in der SP10-Klasse. Für Marc Hennerici war dies ein gelungener Einstand in neuer Rolle, nachdem er vom Cockpit an den Kommandostand als Teamchef gewechselt war.
Trotz schnellster Rundenzeit reichte es für Joachim Nett, Jürgen Nett und Christoph Dupre in der Klasse VT2-Front nur zu Rang vier. Ein Unfall nach einem Reifenplatzer sowie eine anschließende Reparaturzeit von fast drei Stunden verhinderten ein besseres Ergebnis.
Auch in der Cup-3-Klasse hatte der von Krämer Racing eingesetzte Porsche 718 Cayman, unter anderem pilotiert von Michael Mönch, mit Problemen zu kämpfen, sodass am Ende lediglich das Erreichen des Ziels nach 24-Stunden noch im Vordergrund stand.
Spektakuläres Rennen
Nach der spektakulären 54. Auflage der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring richteten sich die Blicke bereits auf das kommende Jahr: Vom 27. bis 30. Mai 2027 wird die nächste Ausgabe stattfinden – möglicherweise erneut mit prominenter Beteiligung aus der Formel 1. Neben Mercedes-Junior Kimi Antonelli zeigte sich auch Weltmeister Lando Norris nach einer Fahrt über die Nordschleife begeistert und unterstrich die Faszination dieses einzigartigen Kurses. „So viel Spaß hatte ich dieses Jahr noch nicht. Es ist einer dieser Kurse, auf denen jeder fahren möchte.“
BURG
In der Klasse VT2 mit heckangetriebenen Fahrzeugen sicherte sich Malte Tack gemeinsam mit Manfred und Matthias Röss im Ravenol Toyota Supra Rang drei.
Foto: Peter Burggraf
Trotz schnellster Rundenzeit reichte es für Joachim Nett, Jürgen Nett und Christoph Dupre in der Klasse VT2-Front nur zu Rang vier.
Foto: Peter Burggraf
Fotogalerie: Rennsamstag beim 24h-Rennen 2026
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54. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring das Rennen am Samstag.
Foto: alle BURG
54. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring das Rennen am Samstag.
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Fotogalerie: 24h-Rennen 2026 Tag 1
Endlich wieder 24h-Rennen! Vom ersten Tag des Rennklassikers haben wir einige Fotos gemacht: Von Fahrzeugen, aber auch dem Spektakel drumherum.
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Typisches Eifelwetterprägte den ersten Tag der 54. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring. Nach dem bereits über weite Strecken verregneten Qualifying 1 am Nachmittag wurden am Abend im Qualifying 2 die Bedingungen für die insgesamt 161 Starter noch schwieriger.
Foto: Peter Burggraf
Typisches Eifelwetterprägte den ersten Tag der 54. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring. Nach dem bereits über weite Strecken verregneten Qualifying 1 am Nachmittag wurden am Abend im Qualifying 2 die Bedingungen für die insgesamt 161 Starter noch schwieriger.
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verregneten Qualifying 1 am Nachmittag wurden am Abend im Qualifying 2 die Bedingungen für die insgesamt 161 Starter noch schwieriger.
Foto: Peter Burggraf
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Video: Gute Stimmung auf dem Campingplatz beim 24h-Rennen 2026
Pünktlich um 15:00 Uhr auf Grün und schickte das Feld der 159 Fahrzeuge auf die 24-stündige Hatz durch die grüne Hölle. Fotos: BURG
Foto: Peter Burggraf
Empfehlung - 24h Nürburgring 2026: Das Motorsport-Event der Superlative Nürburgring. Über 350.000 Zuschauer, 41 GT3-Boliden im Feld der insgesamt 159 gestarteten Fahrzeuge sowie sieben Tage lang Volksfeststimmung rund um die Nordschleife: Die 24 Stunden am Nürburgring boten auch 2026 wieder ein Motorsportfest der Extraklasse. Abgerundet wurde das Geschehen durch ein breites Rahmenprogramm rund um das Hauptrennen. Das enorme Zuschauerinteresse beruhte in diesem Jahr jedoch nicht nur auf dem Programm, sondern hatte auch einen prominenten Namen: Max Verstappen. Mit seiner Zusage für das Rennen in der Eifel elektrisierte der vierfache Formel-1-Weltmeister die Motorsportfans – weit über die Niederlande hinaus.(...)
Link zum Artikel:
https://www.blick-aktuell.de/Koblenz/24h-Nuerburgring-2026-Das-Motorsport-Event-der-Superlative-664291.html
Koblenz. Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften am Wochenende in Kaiserslautern verliefen für die SSC-ler Ben Backes, Adriana Freischlader, Friedrich Godlewsky, Magnus Klein, Charlotte Peerenboom und Julian Strauß sehr erfolgreich.
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