Politik | 10.10.2013

Zwei Fragen an den Oberbürgermeister

900 Wahlhelfer wurden aktiv

„Besonders erfreulich finde ich es, wenn Erstwähler sich zum Wahldienst melden und damit ihr besonderes demokratisches Interesse zeigen“

Blick aktuell: 901 Wahlhelfer haben bei der Bundestagswahl in Koblenz mitgewirkt. Wie bekommt die Stadt als Organisator der Wahl vor Ort diese Zahl zusammen?

Prof. Dr. Hofmann-Göttig: Eine spannende Frage, die sich unserer Wahlabteilung beim Ordnungsamt vor jeder Wahl aufs Neue stellt. Es gibt viele Freiwillige und Helfer, die von den Parteien gemeldet werden. Hinzu kommen Koblenzer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden, die als Wahlhelfer berufen werden. Ziel ist es immer, die Personalstärke in den einzelnen Wahlvorständen so zu gewährleisten, dass ein Schichtdienst möglich ist und die Wahlhelfer nicht durchgehend von 08:00 bis zum Auszählungsende im Wahllokal tätig sein müssen. 900 Wahlhelfer wurden zur Bundestagswahl für unsere 76 Stimmbezirke und die Briefwahlvorstände als Idealzahl angesehen und 901 Wahlhelfer waren letztlich am Start - unserer Wahlabteilung ist es demnach wieder gelungen, ausreichend Helfer zu rekrutieren. Dafür bin ich dem Team um den Leiter der Wahlabteilung, Dirk Urmersbach, sehr dankbar. Mein besonderer Dank gilt natürlich jedem Einzelnen, der sich am Wahlsonntag die Mühe gemacht hat, eines unserer demokratischsten Instrumente überhaupt, die freie Wahl, zu unterstützen. Besonders erfreulich finde ich es, wenn Erstwähler sich zum Wahldienst melden und damit ihr besonderes demokratisches Interesse zeigen - sieben hatten wir davon bei der Bundestagswahl. An der Quote würde ich allerdings gerne noch arbeiten, wenn wir einen Blick auf die Zahl der potenziellen Erstwähler in Koblenz werfen. Die lag nämlich aktuell bei beinahe 2.500. Ich hoffe und setze aber auf die Koblenzer Bevölkerung, dass wir auch zur Kommunalwahl am 25. Mai des kommenden Jahres wieder auf gut besetzte Wahlvorstände zurückgreifen können. Wer Interesse am Dienst in einem Wahllokal hat, kann sich gerne schon jetzt mit der Wahlabteilung der Stadt Koblenz unter der E-Mail-Adresse wahlen@stadt.koblenz.de in Verbindung setzen.

Was motiviert denn einen Wahlhelfer - sicher nicht alleine das Erfrischungsgeld?

Prof. Dr. Hofmann-Göttig:

Die 21 Euro Erfrischungsgeld können sicher nur ein Anerkennungsbetrag sein. Wer das Ehrenamt des Wahlhelfers freiwillig übernimmt, handelt eher aus der Überzeugung, dass Demokratie eben auch der Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger bedarf. Ohne die vielen Wahlhelfer wäre die Durchführung der Wahlen, so wie wir sie für selbstverständlich halten, nicht möglich. Ich freue mich deshalb darüber, dass in jüngster Zeit auch medial das Drumherum einer Wahl immer größere Bedeutung erhält. Es ist bei der Übernahme des Wahlhelferamtes dem Grunde nach nichts anderes, wie bei anderen Ehrenämtern, wo Bezahlung nicht die Motivation ist, sondern der Wille, nicht nur etwas für sich, sondern auch für andere zu tun. Wobei man natürlich einen Unterschied sehen muss: Das Wahlehrenamt ist eine staatsbürgerliche Pflicht, die im „Ernstfall“ vom jeweiligen Wahlamt eingefordert werden kann und dessen Ablehnung dann nur aus gewichtigen Gründen möglich wäre. Umso erfreulicher ist es für die Wahlämter natürlich, wenn sie ausreichend freiwillige Helfer findet. Als kleines zusätzliches Dankeschön haben wir übrigens unter unseren Koblenzer Wahlhelfern noch ein paar Eintrittskarten für das Romanticum und Jahresgebühr-Gutscheine der StadtBibliothek verlost. Das wollen wir für die nächstjährigen Kommunalwahlen beibehalten und von den Preisen her noch ein wenig ausbauen.

Weitere Infos unter

www.hofmann-goettig.de

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