Politik | 20.11.2013

Bürgerinitiative Zukunft für Koblenz (BIZ) e.V.

Änderung im Prostitutionsgesetz gefordert

Veranstaltung in Arenberg war erfolgreich - Besucher waren sich einig

Arenberg. Nirgends ist das Prostitutionsgesetz so liberal wie in Deutschland. Das Gesetz von 2002 muss deshalb dringend geändert und damit verbessert werden. Darin waren sich die Besucher der Veranstaltung in Arenberg einig. Dieses Gesetz wurde gemacht für Frauen, die selbstbestimmt der Sexarbeit nachgehen. Dadurch sollte die Rechtsposition der Frauen in der Prostitution gestärkt und der Weg in die Sozialversicherung geebnet werden. Diese Ziele wurden nicht erreicht. Der überwiegende Teil der Frauen, die in der Prostitution tätig sind, tut dies weder selbstbestimmt noch freiwillig. Daher hat das Gesetz sein Ziel, die Lage der in der Prostitution Tätigen zu verbessern, verfehlt. Die BIZ-Ratsfrauen Monika Hömberger und Angela Keul-Göbel informierten und diskutierten mit Vertretern der Verwaltung, der Polizei und interessierten Bürgern über dieses Thema.

Etwa 80 Prozent der Prostituierten kommen aus dem Ausland, sie prostituieren sich wegen drohender Verelendung oder sind Opfer falscher Versprechungen der „Lover Boys“. Anwesende Polizeibeamte berichteten, dass die Frauen vor dem Jahr 2002 regelmäßig zur Gesundheitskontrolle kommen mussten. Dies führte zu einer guten medizinischen Versorgung der Prostituierten. Bei der im Gesundheitsamt durchgeführten Kontrolle hatten die Frauen die Möglichkeit, mit der Polizei Kontakt aufzunehmen und konnten sich so sicherer fühlen. Alle diese Kontrollmechanismen wurden durch das Gesetz 2002 beseitigt. „Um diese Frauen besser schützen zu können, sind zentrale Änderungen im deutschen Prostitutionsgesetz nötig. Wir fordern verpflichtende Gesundheitsuntersuchungen und eine Meldepflicht, mit der die Aufklärung über Rechte, Pflichten, Schutz- und Aussteigemöglichkeiten verbunden ist“, verlangen die BIZ-Ratsfrauen Monika Hömberger und Angela Keul-Göbel, die zu der Veranstaltung eingeladen hatten. Wichtig ist zudem eine Erlaubnispflicht zur Betreibung eines Bordells, damit zum Beispiel verurteilte Menschenhändler kein Bordell mehr in Deutschland betreiben dürfen. Erforderlich ist auch ein Bleiberecht für Opfer von Menschenhandel. Diese müssen in Prozessen aussagen. Dafür ist ihre Anwesenheit in Deutschland notwendig. Im Anschluss muss ihnen ein menschenwürdiges Leben in Deutschland ermöglicht werden. Die Weisungsbefugnis für Zuhälter und Bordellbetreiber gegenüber den Prostituierten muss aus dem Gesetz gestrichen werden. „Deutschland darf nicht länger das Bordell Europas sein“, so die beiden BIZ-Ratsfrauen, „nur weil wir das zuhälterfreundlichste Gesetz in Europa haben“, ergänzten Monika Hömberger und Angela Keul-Göbel. Wenn die Änderungen im Gesetz vorgenommen werden bedeutet dies einen wichtigen Schritt gegen das „Großbordell Deutschland“.

Pressemitteilung

BIZ-Fraktion im Stadtrat Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag 2026
Anzeige "Rund ums Haus"
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Rund ums Haus
Anzeige KW 14
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Der Knotenpunkt Burgstraße Ostallee.
184

Lahnstein. Die Bürgerinitiative (BI) „Zurück zur ursprünglichen Verkehrsführung“ nimmt Stellung zu einem jüngst veröffentlichten Leserbrief in der lokalen Presse, in dem eine verbindliche Festlegung des Stadtrates auf die Ringlösung gefordert wird. Den Gegnern wird vorgeworfen, es mangele ihnen an seriösen Alternativen, sie würden wesentliche Punkte ausblenden und die Probleme der früheren Verkehrsführung ignorieren.

Weiterlesen

Wie gewohnt entwickelten sich während der Präsentation lebhafte Gespräche: Gemeinsam versuchte man, die Bilder zeitlich einzuordnen und die darauf abgebildeten Personen zu identifizieren.
21

Urbar. Kürzlich lud die FREIE LISTE – Bürger für Urbar e.V. erneut zum „ahle Bilda gugge“ ins Urbarer Bürgerhaus ein.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
9

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
8

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
254

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Osterangebot
SB Standesamt
Stellenanzeige
PR-Anzeige
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Kita