Allgemeine Berichte | 27.11.2014

SGD Nord kümmert sich um Schutzmaßnahmen in der Tongrube Schmidtenhöhe

Artenschutz und Rohstoffabbau im Einklang

Neuer Lebensraum für Gelbbauchunke - Amphibie des Jahres 2014

Fa. Stephan Schmidt KG Reiner Schmidt, SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann, Biotopbetreuer Jörg Hilgers und weitere Vertreter des Unternehmens überzeugten sich vor Ort von den Schutzmaßnahmen. privat

Koblenz. SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann und Gesellschafter Reiner Schmidt informierten sich in der Tongrube Schmidtenhöhe, der Stephan Schmidt Gruppe, über den Artenschutz und den

Rohstoffabbau. Der Abbaubetrieb befindet sich auf der „Schmidtenhöhe“ bei Koblenz. Die „Tongrube Schmidtenhöhe“ ist Bestandteil des 4.781 Hektar großen FFH-Gebietes „Lahnhänge“. In Bereichen, in denen der Abbau bereits vor Jahren abgeschlossen wurde und die zunehmend von Sukzession betroffen sind, werden derzeit im Auftrag der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord mit schwerem Gerät Schutzmaßnahmen zur Erhaltung seltener Amphibien durchgeführt.

Bessere Lebensbedingungen für Amphibienarten

Für die heimische Tierwelt, insbesondere Amphibien und Reptilien, hat die Tongrube eine besondere Bedeutung. Sie stellt wichtige Ersatzlebensräume und Rückzugsgebiete für stark gefährdete Arten wie zum Beispiel die Gelbbauchunke und den Kamm-Molch dar. Gelbbauchunken – übrigens Amphibie des Jahres 2014 – sind kleinere Froschlurche. Sie benötigen möglichst flache, sich schnell erwärmende und vegetationsarme Gewässer zum Laichen wie z.B. tiefere Fahrspuren. Der Kammmolch ist die größte heimische Molchart und nutzt größere, permanent wasserführende Gewässer mit reicher Unterwasserflora. Um die Bedingungen für die insgesamt zwölf aktuell auf der „Schmidtenhöhe“ vorkommenden Amphibienarten weiter zu optimieren, wurden von der SGD Nord die jetzt durchgeführten Maßnahmen in Auftrag gegeben und mit Mitteln des Naturschutzes finanziert. Ziel ist die Wiederherstellung von strukturreichen Biotopflächen mit unterschiedlichen Laich- und Aufenthaltsgewässern. „Solange der extensive Abbau fortschreitet und dadurch stets neue Kleinbiotope in den Abbauflächen entstehen, bleibt der „gute Erhaltungszustand“ der Arten, wie die EU-NATURA 2000-Richtlinie dies fordert, erhalten,“ so SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

Die jetzt durchgeführten Maßnahmen sind Teil der Planungen zur Umsetzung des FFH-Bewirtschaftungsplanes. Der durch die SGD Nord beauftragte Biotopbetreuer erstellte ergänzend ein speziell auf die bereits abgebauten Bereiche der Tongrube zugeschnittenes Maßnahmenkonzept. Das Unternehmen Stephan Schmidt KG erklärte sich bereit, entsprechende Flächen und schweres Gerät zur Verfügung zu stellen, sodass aktuell die Umsetzung erfolgen konnte. „Die Unterstützung des Naturschutzes während des laufenden Abbaubetriebes und wie hier auch bei der Wiederherstellung ökologisch wertvoller, ehemaliger Abbaubereiche sind eine Selbstverständlichkeit in unserer Unternehmensgruppe, die auch die Rahmenvereinbarung des Landes mit dem Bundesverband Keramischer Rohstoffe zum Schutz von FFH-Arten mitträgt“, so Reiner Schmidt während des Ortstermins.

Durch die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen der Firma Stephan Schmidt KG, der SGD Nord und dem zuständigen Biotopbetreuer konnte auch die Nachhaltigkeit der Maßnahme gesichert werden, denn das Abbauunternehmen hat sich spontan bereit erklärt, im Rahmen des laufenden Betriebes in den nächsten 3 - 5 Jahren auch für die Offenhaltung der neu geschaffenen Laichgewässer in den ehemaligen Abbaubereichen zu sorgen.

Pressemitteilung der Struktur-

und Genehmigungsdirektion Nord

Fa. Stephan Schmidt KG Reiner Schmidt, SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann, Biotopbetreuer Jörg Hilgers und weitere Vertreter des Unternehmens überzeugten sich vor Ort von den Schutzmaßnahmen. Foto: privat

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