Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar - Saison 2018/19
Auftaktniederlage der TuS Koblenz
Im Derby gegen den FV Engers unterliegt die TuS Koblenz deutlich mit 1:4 (1:1)
Koblenz. Schockstarre bei der TuS Koblenz. Zum Saisonauftakt gab es im Derby gegen den FV Engers (FVE) eine deutlich 1:4-Heimniederlage. Die TuS Koblenz kassierte damit die dritte, aber auch höchste Heimniederlage in der traditionsreichen Geschichte dieses alten Derbys. Dementsprechend geknickt war Anel Dzaka nach Spielende: „Die Jungs haben in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht. Der Knackpunkt war das Ausscheiden von Stahli und der Ausgleich kurz vor der Pause. Aber wir wussten und wissen, das der Neuaufbau ein schwerer und steiniger Weg wird. Aber es ist der richtige Weg und wir müssen alle gemeinsam an diesem neuen Start arbeiten“. Auf der anderen Seite strahlte FVE-Trainer Sascha Watzlawik nach Spielende. „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Wir wussten nicht, wo wir stehen, sind hinten gelegen und haben uns dann megageil in die Partie zurück gekämpft“. Und in dieser Analyse lag fast alles drin, was genau dieses Spiel ausgemacht hatte. Aber überhaupt hatte der Trainer Grund zu feiern. Immerhin hat er sich durch diesen Sieg einen Platz in den Engers Geschichtsbüchern verschafft, denn er ist wohl der Erste, der als aktiver Spieler und Trainer bei einem Auswärtssieg des FVE im Stadion Oberwerth auf dem Platz stand. In der Partie hatte der FVE den besseren Start. Recht locker ließ er den Ball in den eigenen Reihen laufen. Die TuS dagegen fand sich nur schwer zurecht und hatte Glück, dass sie nach zwei Minuten nicht schon in Rückstand geraten waren. David Peifer hatte abgezogen und sein Schuss, leicht abgefälscht, landete neben dem Tor. So war dann auch der Koblenzer Führungstreffer für die 1.218 Zuschauer überraschend. Ein Eckball von Necmi Gür landete genau auf dem Fuß von Amadou Abdullei. Und der Neuzugang hatte am rechten Fünfmetereck keine Mühe das Spielgerät volley in die Maschen zu jagen. So viel änderte sich nicht am Spiel. Zwar schaffte es die TuS zunächst, das Spiel vom eigenen Kasten entfernt zu halten, aber der FVE konnte einfach mit einem schnellen und strukturierten Spiel aufwarten. Zunächst aber hatte Koblenz noch die besseren Möglichkeiten. Doch spätestens nach einer halben Stunde, als Mannschaftskapitän Michael Stahl verletzt den Platz verlassen musste, agierten nur noch die Gäste. So war der Ausgleichstreffer von Alexander Naric, eine Minute vor der Pause, das Ergebnis der Engerser Angriffsbemühungen, hochverdient und zeigte auf, was die Zuschauer in den zweiten 45 Minuten erwarten könnte.
FV Engers legte nach
Und der FVE legte nach der Pause nach und setzte da an, vor er vor der Pause aufgehört hatte. Mit schnellen, strukturierten Angriffen, die eben innerhalb von vier Minuten zu zwei Treffern führten. Das 1:2, hier traf Lukas Klappert nach einem Eckball von Julian Finkenbusch, und das 1:3 von Kristijan Grzobic, bärenstark von Christian Wiersch bedient, sorgten früh für eine Vorentscheidung. Zumindest blieben die Schängel bemüht. Und hätte Leon Waldminghaus, Sekunden nach dem dritten Treffer, eine Vorlage von Kerim Arslan verwertet, dann hätte die Partie noch einmal spannend werden können. So aber schaukelte der FVE die Partie locker nach Hause und kam in der Nachspielzeit sogar zum vierten Treffer. Grzobic machte aus spitzem Winkel endgültig den Deckel auf die Partie. „Wir haben uns heute hier reingebissen. Nach dem 0:1 haben wir kurz gewackelt, aber uns dann wieder auf unsere Vorgaben besonnen. Der Sieg war verdient, auch in der Höhe“, fasst Sascha Watzlawik nicht ohne Stolz die Partie kurz zusammen.
TuS Koblenz: Paucken, Arslan, Stahl (28. Waldminghaus), Szymczak, M. Gietzen, Hadzic, Könighaus (59. Öztürk), Lubaki (70. L. Gietzen), Gür, Gonzalez, Abdullei. TH
