Politik | 19.02.2013

Andere Möglichkeiten der Mobilität in den Blick genommen

„Autofasten“ als praktischer Klimaschutz

Sie eröffneten die Aktion Autofasten in Koblenz (v. l.): Katrin Püschel und Birgit Becker von der Evangelischen Kirche, Ulrike Stolz, Günter Leisch und Pfarrer Stephan Wolff von der katholischen Kirche, Meyland Brun (Ökostadt) und Stephan Pauly vom VRM. privat

Koblenz. Das Auto möglichst oft stehen zu lassen und andere Formen der Mobilität auszuprobieren: Dazu lädt die Aktion „Autofasten“ vom 25. Februar bis 24. März ein. Am 15. Februar haben Vertreter der Evangelischen und Katholischen Kirche und der Kooperationspartner die Aktion in Koblenz eröffnet. Der Pfarrer der katholischen Innenstadtpfarrereien, Stephan Wolff, erinnerte daran, dass die Aktion bereits zum 16. Mal stattfindet. Fast 20.000 Menschen haben in den vergangenen 15 Jahren an der Klimaschutz-Aktion teilgenommen. Eine Studie habe ergeben, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer nach dem Ende der Fastenaktion häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen und bewusster Auto fahren. „Die Aktion nimmt andere Möglichkeiten der Mobilität in den Blick.“ Wolff nannte als besonderes Merkmal der Aktion, dass sie die Spiritualität christlichen Fastens mit dem Einsatz für die Umwelt verbinde. „Das Fasten will Sensibilität wecken für die Mitmenschen, die Mitgeschöpfe und die Umwelt.“ Pfarrerin Birgit Becker, stellvertretende Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, sagte, auch viele kleine Schritte könnten etwas bewegen. Die Aktion stärke das Bewusstsein für das Thema und sei nachhaltig. Sie erinnerte daran, dass mit Blick auf die „Earth Hour“ im März das katholische Dekanat und der Evangelische Kirchenkreis drei Tickets der beteiligten Verkehrsverbünde für den Aktionszeitraum als Gewinn ausgesetzt haben, wenn sich bis zum 18. Februar 100 Koblenzer zum Autofasten anmelden.

Stephan Pauly vom Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) sagte, der VRM sei zum sechsten Mal „gern dabei“. Das vergünstigte Ticket für die ÖPNV-Nutzung, das die Verkehrsverbünde angemeldeten Autofastern anbieten, sei ein „Angebot, das es sonst nicht gibt“. Fasten sei oft negativ besetzt, dabei könne es aber auch zu der Erkenntnis führen, dass das, was man bisher nicht genutzt hat, die bessere Alternative sei. Die Energiewende müsse auch eine Mobilitätswende beinhalten, betonte er. Der VRM habe kein kommerzielles Interesse an der Aktion, sondern wolle dafür werben, genau zu überlegen, wann die Pkw-Nutzung sinnvoll ist. Laut Meyland Brun von „Ökostadt“ will die Aktion zeigen: „Es gibt Alternativen und es geht auch mal ohne Auto.“ Er sagte, die ersten drei Menschen, die im Koblenzer Umweltbüro in der Aktionszeit das Nummerschild ihres Autos abgäben, erhielten ein kostenloses VRM-Fastenticket.

Träger der Aktion „Autofasten“ sind die Bistümer Trier, Mainz und Speyer, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, die Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz sowie die Katholische Kirche im Großherzogtum Luxemburg. Unterstützt wird die Aktion durch die Landesregierungen Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen, der Regierung des Großherzogtums Luxemburg sowie durch Verkehrsverbünde, Verkehrsunternehmen, Fahrradverleiher, Car-Sharing Unternehmen, den Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), den Naturschutzbund Deutschland (NABU), das Mouvement écologique, Greenpeace Luxembourg, den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), VELO mobil, den Verkehrsclub Deutschland (VCD) und viele mehr.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Sie eröffneten die Aktion Autofasten in Koblenz (v. l.): Katrin Püschel und Birgit Becker von der Evangelischen Kirche, Ulrike Stolz, Günter Leisch und Pfarrer Stephan Wolff von der katholischen Kirche, Meyland Brun (Ökostadt) und Stephan Pauly vom VRM. Foto: privat

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