Befallene Bergahornbäume im Stadtgebiet Koblenz werden gefällt
Bäume von Rußrindenkrankheit befallen
Betroffene Bereiche werden temporär abgesperrt
Koblenz. Das Stadtbaummanagement der Stadt Koblenz hat erstmals festgestellt, dass zahlreiche Bergahorne in mehreren Stadtteilen von der Rußrindenkrankheit befallen sind. Diese wird durch den Pilz Cryptostroma corticale verursacht und macht sich zunächst durch längliche Risse in der Rinde und Schleimfluss bemerkbar. Dann welken die Blätter, fallen ab und in der Krone sterben Äste ab. Häufig stirbt innerhalb nur einer Vegetationsperiode der ganze Baum, die Rinde reißt auf und es kommen ausgedehnte schwarze Flächen zum Vorschein, die wie Ruß aussehen. Daher hat die Krankheit ihren Namen. Abgestorbene Bäume werden schnell durch eine einsetzende Weißfäule windbruchanfällig und sollten aus diesem Grund umgehend entfernt werden. Die Umsetzung der Maßnahme beginnt ab Montag, 4. Mai auf der Festung Ehrenbreitstein. Hierzu ist es notwendig, die betroffenen Bereiche temporär abzusperren. Befallen werden in der Regel nur geschwächte vorgeschädigte Bäume auf schlecht wasserversorgten Standorten. Der Pilz kann schon in der Rinde gesunder Bäume vorkommen. Als Schwächeparasit wartet er Stressphasen seines Wirts ab, um dann wirksam zu werden. Das würde die derzeit schnelle Verbreitung erklären, da Trockenstress, Wassermangel und große Hitze in den letzten Jahren die Gehölze stark belastet hat. Die große Zahl von Pilzsporen (100-170 Millionen pro cm²) an den abgestorbenen Bergahornen kann bei intensivem Kontakt auch die Gesundheit des Menschen gefährden. Beim Einatmen der Sporen kommt es im Organismus zu einer allergischen Reaktion, die eine Entzündung der Lungenbläschen nach sich zieht. Die Symptome sind mit einer Staublunge vergleichbar. Daher müssen die Mitarbeiter des mit dem Fällen der Bäume beauftragten Unternehmens in Vollschutzkleidung und unter Atemschutz arbeiten. Das anfallende Schnittgut darf nicht vor Ort kleingehäckselt werden und in der Grünanlage verbleiben, sondern muss abgedeckt in Containern abtransportiert werden, um die Sporenbelastung der Umgebung so gering wie möglich zu halten.
Pressemitteilung der
Stadt Koblenz
