Ach du Sch... Wenn ein künstlicher Darmausgang zur letzten Hoffnung wird
Darm im Arsch? Influencer Jasmine und Paolo zeigen ihr Leben mit künstlichenm Darmausgang
Koblenz. Sie geben einem Thema, über das viele lieber schweigen eine Bühne: Jasmine Eckert und Paolo Häckl leben mit einem künstlichen Darmausgang – einem Stoma.
Nach ihrer Diagnose, Colitis Ulcerosa, einer chronischen Darmentzündung (CED), war die Stoma-OP für die junge Frau aus Darmstadt eine Erlösung und der Schritt zurück in ein selbstständiges Leben. Heute macht die Influencerin Jasmine Eckert auf ihrem Instagram-Kanal anderen betroffenen Mut und klärt in ihren Videos darüber auf, wie ein Leben mit künstlichem Darmausgang aussehen kann.
Paolo Häckl hatte erst selbst große Vorbehalte, als ihm nach der Diagnose Morbus Crohn eine Stoma-OP nahegelegt wurde. Doch irgendwann ging es ihm so schlecht, dass nur der künstliche Darmausgang ihm vor der lebensgefährlichen Sepsis retten konnte. „Lieber tot als Stoma“, dass ist ein Gedanke, den der Musiker längst über Bord geworfen hat. In seinen Videos zeigt der Influencer die positiven aber auch die herausfordernden Seiten eines Lebens mit Stoma.
In unserem Interview sprechen die beiden ganz ausführlich über ihren Alltag, ihren langen Weg der Diagnose und darüber, wieso ihnen die Aufklärung zu CED und Stoma so am Herzen liegen.
„Darm im Arsch“-Marsch
Am Sonntag, 17. Mai wollen die beiden mit dem „Darm im Arsch Marsch“ in Koblenz für Aufmerksamkeit und Verständnis sorgen. Ihnen geht es darum, besonders jungen Menschen zu zeigen, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht alleine sind.
Der fünf Kilometer lange Spaziergang richtet sich dabei an Betroffene, Interessierte und Angehörige von Menschen mit chronischen entzündlichen Darmerkrankungen oder solchen, die auch mit einem Stoma leben.
Der „Darm im Arsch – Marsch“ beginnt am um 10 Uhr am Hauptbahnhof Koblenz und geht bis circa 15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden gehen an Organisationen für Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.
RRO
