Großer Zapfenstreich in Koblenz
Das Deutsche Heer verabschiedete sich
Koblenz.Das Deutsche Heer verabschiedete sich am 11. September mit einem Großen Zapfenstreichaus der Garnisonsstadt Koblenz. Das Kommando Heer unter Führung des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, wird zum Ende des Jahres in das brandenburgische Strausberg bei Berlin verlegt.
Mit der Verlegung des Kommandos Heer nach Strausberg vollzieht sich ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Neuausrichtung des Heeres.
In der Geschichte der Bundeswehr waren die Stadt Koblenz und das Deutsche Heer seit der Aufstellung des III. Korps am 6. April 1957 eng verbunden. Zeitweise war Koblenz die größte Garnisonsstadt der Bundeswehr. Der Außerdienststellung des III. Korps am 31. März 1994 folgte die Aufstellung des Heeresführungskommandos. Dieses wiederum ging im Kommando Heer auf, welches zum 1. Oktober 2012 aufgestellt wurde.
Mit der Verlegung des Kommandos Heer nach Strausberg geht die Koblenzer Geschichte als Standort des Heeres zu Ende. Die Falckenstein-Kaserne wird durch das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr übernommen. Koblenz bleibt mit über 7.000 Dienstposten zweitgrößter Standort der Bundeswehr.
Dank von Minister Lewentz
Innenminister Roger Lewentz hat dem Deutschen Heer für sein langjähriges Engagement in Koblenz gedankt. „Mit dem Kommando Heer verlässt nun eine wichtige Institution der Bundeswehr Koblenz“, sagte Lewentz zur Verabschiedung des Heeres aus dem Standort Koblenz. Das Heer habe Koblenz als wichtige Garnisonsstadt in Deutschland entscheidend mitgeprägt und sei für die Landesregierung immer ein guter Partner gewesen. „Wir verabschieden das Kommando daher auch mit einem weinenden Auge“, fügte der Minister hinzu.
Gleichzeitig zeigte sich Lewentz aber erfreut, dass die Region um Koblenz nicht sehr stark von der Bundeswehrreform getroffen worden sei. „Die Soldatinnen und Soldaten sowie die zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und prägen das Bild einer Region entscheidend mit“, sagte Lewentz. Auch nach Abzug des Kommandos Heer ins brandenburgische Strausberg bleibe Koblenz der größte Bundeswehrstandort in Rheinland-Pfalz. Die Stadt beherberge mit dem Kommando Sanitätsdiensta und dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung weitere wichtige Bereichea der Bundeswehr. „Erfreulich ist auch, dass die Zahl der Dienstposten in Koblenz um nur sechs Prozent auf 7.130 reduziert werden sollen. Gleichzeitig wird das benachbarte Lahnstein aber um 1.200 Dienstposten aufwachsen“, fügte Lewentz hinzu.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig und Generalleutnant Bruno Kasdorf.
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