Politik | 05.05.2015

Zur Aufführung Anne Frank - "Ich habe sie geliebt" in der Krypta

Ein Gefühl von Würde

Was für eine gelungene Aufführung mit hochkreativer schauspielerischer Leistung der beiden Akteure Annika Woyda und Mathias Krause. Schon beim Betreten der Krypta kam ein Gefühl der Würde des Raumes und des Inhalts des Theaterstückes auf einen zu. Stille im Kerzenschein. Jeder kennt wohl das kurze Leben der Anne Frank. Soll jetzt das Stück, darf jetzt nicht auch noch ein Ende haben – allein schon die Erinnerung an ein solches Mädchen und die Familien ist es wert. Nein, ich fand es nicht entwürdigend, Dinge dieses Raumes, der gerade speziell zu diesem Stück passt und auch von kirchlicher Seite dafür freigegeben wurde, in die Erinnerung einzubauen. Ich möchte mich den Leserbriefen anschließen, welche das vorläufige Verbot des Stückes in der Krypta für absolut unwürdig halten. Hier trafen sich Menschen verschiedener Religionen…

Ich selbst habe die Aufführung in der Krypra miterlebt und als praktizierende Katholikin fand ich es gerade gut, dass die Kirche sich öffnet, auch neue Wege geht. Ich glaube ein gefühlsvoller Mensch zu sein und hätte sicherlich gleich Einspruch erhoben, wenn ein Kirchenraum meines Erachtens unflätig oder unwürdig behandelt worden wäre. Nun hat ein Mitmensch, auch noch anonym, Einspruch gegen die Aufführung in der Krypta erhoben . Es wurde nach der Premiere die Möglichkeit geboten über das Stück und die Aufführung zu reden. Warum hat dieser Mensch nicht diesen Weg gewählt. So hinterhältig zu handeln, und jungen auch gläubigen Menschen Steine in den Weg zu legen. Das Theater am Ehrenbreitstein sucht händeringend eine gute Spielstätte. Liebe und Hass, Wahnsinn und Erkenntnis wurden in dem Stück sehr gut gegenübergestellt. Das trostlose Schicksal zweier junger Juden, das stellvertretend sichtbar für die Verfolgung und den Rassenwahn bedeuteten, darf nicht in Vergessenheit geraten.

Bitte, Eminenz, geben Sie die Krypra wieder speziell für dieses Stück frei. Die beiden jungen Schauspieler und der Regisseur Gabriel Diaz hätten es wirklich verdient.

Editha Pröbstle,

Koblenz-Ehrenbreitstein

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