25 Jahre Katholisches Forum Koblenz
Ein Ort des Dialogs und der Orientierung
Am 18. März, 19 Uhr, findet eine Feier mit Pater Prof. Dr. Heribert statt
Koblenz. Einen Ort des Dialogs, der Begegnung, der Orientierung zu bieten - das war das Anliegen des Katholischen Forums Koblenz bei seiner Gründung vor 25 Jahren. Daran habe sich bis heute nichts geändert, sagt Harald Orth, Lehrer am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium und Gründungsmitglied. „Grundidee und Charakter haben sich erhalten.“ Orth erzählt, dass Vertreter der Erwachsenenbildung in Koblenz, der damaligen Region Koblenz, des Bischöflichen Gymnasiums und der Bischöflichen Realschule sowie der Philosphisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (PTHV) sich 1987 zusammengefunden hatten, um dieses Forum zu gründen. Grundgedanke war die Vernetzung von Gemeindeaktivität, Schule und Hochschule.
„Wir waren uns schnell einig, dass es einen Forumscharakter haben sollte“, erinnert er sich. Rückmeldungen, dass der Vortrag als Kommunikationsart nicht mehr in die Zeit passe, habe man schnell entgegentreten können. „Wir haben den Vortrag immer im Zusammenhang mit der Diskussion und dem Austausch gesehen.“
Und so war das Foyer des Cusanus-Gymnasiums, das für rund 23 Jahre das Forum beherbergen sollte, bei der ersten Veranstaltung im November 1987 mit dem Tübinger Moraltheologen Professor Alfons Auer, dann auch „proppenvoll mit über 200 Zuhörern“, sagt Orth. Die Schwerpunkte der Forums-Veranstaltungen liegen auf den Themenfeldern Ethik, Theologie, Kirche und Ökumene sowie Politik.
Man habe versucht, aktuelle Themen aufzugreifen, aber auch regionale Ereignisse wie das Mittelrheintal als Weltkulturerbe. Auch Hintergründe zu grundsätzlichen Fragen sollten beleuchtet werden. „Über die Jahre haben so mehr als 100 Vorträge stattgefunden, im Schnitt vier pro Jahr“, berichtet Orth. Die Trierer Diözesanbischöfe, aber auch Kirchenleute aus der Weltkirche, Theologen und Politiker haben ihr Publikum gefunden, erst im Foyer des Cusanus-Gymnasiums, seit Dezember 2011 im „Klangraum“ der Schule. Dabei seien die Besucherzahlen durchaus unterschiedlich gewesen. Mal sei es nur „das kleine Kernpublikum, das relativ kontinuerlich kommt“ gewesen, erinnert sich Orth, während Referent Eugen Drewermann 1991 es auf gut 1.500 Zuhörer brachte. Eine „Perlenkette von Highlights“ seien die Veranstaltungen gewesen, resümiert das Gründungsmitglied. Besonders gerne erinnere er sich an den indischen Bischof Balaswamy, der das ganze Publikum zum Singen gebracht hatte. Orth ist davon überzeugt, dass das Konzept „nach wie vor aktuell ist“. Es sei eine große Chance, in 90 Minuten Teile eines religiösen, Politker- oder Forscherlebens zusammen mit der jeweiligen Person zu erleben und Dinge aus erster Hand zu erfahren.
Natürlich dürften nach 25 Jahren gewisse Aspekte eines Konzepts auch zur Disposition gestellt werden. So habe das Forum sich vor einiger Zeit ein neues Erscheinungsbild gegeben und setze auch in der Kommunikation stärker auf neue Verbreitungswege.
Jubiläumsfeier am 18.März
Das 25-jährige Bestehen feiert das Katholische Forum Koblenz am Montag, 18. März, mit einer Veranstaltung mit dem Moraltheologen und Gründungsmitglied Pater Prof. Dr. Heribert Niederschlag von der PTHV. Er spricht um 19 Uhr im „Klangraum“ des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums (Hohenzollernstraße 13-17) in Koblenz zum Thema „Kann man dem Gewissen trauen?“ Nach der Veranstaltung wird es Gelegenheit zu Begegnung und Austausch geben.
Träger des Katholischen Forums Koblenz sind heute das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium, das Dekanat Koblenz, die Katholische Erwachsenenbildung Koblenz und die PTHV.
