Allgemeine Berichte | 22.08.2014

BUGA-Freunde spenden Hinweistafel an der Kapelle im Blumenhof

Ein Schritt in die richtige Richtung

Ruine der Hallenkirche soll wieder mehr Bedeutung zuteil werden

(V.l.) Rüdiger Dittmar, Leiter Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen, Rolf Struve, Struve-Metall - Hersteller der Bronze-Tafel, Anna Maria Schuster, Geschäftsführerin BUGA-Freunde, Hans-Dieter Gassen, Vorsitzender BUGA-Freunde, Wolfgang Dreyer, Vorstandsmitglied BUGA-Freunde und Andreas Bilo, Geschäftsführer Koblenz-Touristik.Dietmar Guth

Koblenz. Die Ruine der Kapelle im Blumenhof war 2011 Bestandteil im Präsentationskonzept der Bundesgartenschau. Die noch erhaltenen Mauersegmente trennten damals die Ausstellungsbereiche Skulpturengarten und Blütengarten. Die Freunde der BUGA, die sich vielfältig im Rahmen der BUGA-Nachnutzung engagieren, möchten mit der Anbringung der Bronzetafel auf dieses Kleinod mitten im Blumenhof aufmerksam machen. Oft stehen Besucher dort und fragen, um welche historischen Mauerreste es sich handelt. Hier möchte man mit der Tafel Informationen liefern und vielleicht einen Anstoß zur weiteren Recherche und Beschäftigung mit dem Bauwerk geben. Die Tafel wurde bewusst in Bronze gegossen, nach dem gleichen Muster, wie die bereits an anderen historischen Gebäuden der Stadt angebrachten Hinweisplaketten. Die Bronzetafel ist eine Spende der BUGA-Freunde anlässlich ihres fünfjährigen Vereinsjubiläums an die Stadt Koblenz.

Die Ruine der Kapelle steht auf dem Gelände der ehemaligen Niederlassung des Deutschordens und ist ein erhaltener Bestandteil der in den Jahren 1354/1355 erbauten Hallenkirche. Diese Kirche musste 1811 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Die Kapelle wurde dann 1944 durch Kriegszerstörung weiterhin in Mitleidenschaft gezogen und größtenteils zerstört. Notdürftige Sanierungen in der Nachkriegszeit wurden durchgeführt. In den Jahren 2006 bis 2008 führten Studierende des Instituts für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Fachhochschule Köln, unter der fachlichen Begleitung der Professoren der Bereiche Steinobjekte und Wandmalerei, eine Bestands- und Zustandserfassung, eine Notsicherung sowie eine Konzeptentwicklung zur Ruinensicherung und –präsentation durch.

Die BUGA-Freunde freuen sich, dass die spätgotische Kapellenruine durch die optisch ansprechende Gestaltung des Umfelds seit der BUGA aufgewertet wurde. Die regelmäßige und fachgerechte Entfernung des wiederkehrenden, zerstörerisch wirkenden Pflanzenbewuchses durch die Stadtgärtner wirken sich positiv aus. Die Anbringung der Tafel ist ein erster Schritt, der der Bedeutung der Ruine Aufmerksamkeit verleihen soll.

Weitere Schritte sind in Planung

„Wir könnten uns weitere Schritte gut vorstellen. Eine Hinweistafel mit historischen, im Stadtarchiv vorhandenen Fotos, könnte den Betrachtern das ursprüngliche Erscheinungsbild verdeutlichen. Dies sind nur kleine Schritte, die jedoch eine Konservierung und Restaurierung der Ruine nicht ersetzen können. Hier werben wir gerne um Unterstützer“, sagt Hans-Dieter Gassen, Vorsitzender der BUGA-Freunde.

(V.l.) Rüdiger Dittmar, Leiter Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen, Rolf Struve, Struve-Metall - Hersteller der Bronze-Tafel, Anna Maria Schuster, Geschäftsführerin BUGA-Freunde, Hans-Dieter Gassen, Vorsitzender BUGA-Freunde, Wolfgang Dreyer, Vorstandsmitglied BUGA-Freunde und Andreas Bilo, Geschäftsführer Koblenz-Touristik.Foto: Dietmar Guth

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