Allgemeine Berichte | 27.06.2014

Das 13. Biker-Treffen „Magic Bike Rüdesheim“ fand während der Welterbe-Rundfahrt in Koblenz statt

„Eine Harley Davidson allein macht noch keinen Sommer“

„Eine Harley Davidson allein macht noch keinen Sommer“

Koblenz. Weil eine Harley Davidson allein noch keinen Sommer macht, gab es kurz vor Sommeranfang Verstärkung von weit mehr als achthundert Motorrädern, die zum Auftakt des 13. Biker-Treffens „Magic Bike Rüdesheim“ mit ihren Fahrern die landschaftlich schöne Strecke von Rüdesheim durch das UNESCO Welterbe Mittelrheintal nach Koblenz rollten. Bei dieser siebten, von Initiator Herbert Piel organisierten Welterbe-Rundfahrt sollte der Stopp ursprünglich vor dem Kurfürstlichen Schloss in Koblenz eingelegt werden. Dort fand jedoch eine andere Veranstaltung statt, die mit dem Termin kollidierte, sodass die Parkebene auf dem Dach des Koblenzer Löhr Centers als ein sehr spezieller Ausweich-Ort angeboten wurde. Center-Manager Stefan Antwerpen hatte die Zufahrt zu dem am Fronleichnams-Feiertag eigentlich geschlossenen Parkhaus von der Straße „Am Wöllershof“ für die Biker öffnen lassen und ihnen für das Treffen die oberste Parkebene kostenfrei zur Verfügung gestellt, wie einer „PIELmedia“-Pressemitteilung zu entnehmen war. In diese luftige Höhe über Koblenz verschlug es allerdings nur wenig zuschauende Fans der Kult-Motorräder mit dem besonderen Design und dem ganz speziellen Sound. Doch zumindest die beeindruckende Einfahrt der Biker-Kolonne wurde von etlichen Interessierten beobachtet. Im Konvoi fahrend, mit Polizei-Geleit und Hubschrauber-Observierung erreichten die aus ganz Deutschland, und vereinzelt auch den angrenzenden Ländern kommenden Biker ihr Pausenziel. Minutenlang dröhnten die Motoren, während eine Maschine nach der anderen auf das Parkdeck rollte. „Was hier los ist, kannst Du Dir nicht vorstellen“, berichtete einer der Biker aufgeregt seinem Handy-Gesprächspartner. Und auch Antwerpen war ganz begeistert: „Was für ein Event!“ An der Essensausgabe verursachte der in diesem Jahr aufgestellte Teilnehmer-Rekord eine rekordverdächtig lange Schlange. Doch die Biker nahmen es gelassen. Sie nutzten die Wartezeit, um die Aussicht auf die Stadt zu genießen und sich auszutauschen über die Strecke und die Erlebnisse beim Fahren in der Kolonne. Natürlich diente der rund einstündige Aufenthalt auch der Begutachtung der vielen verschiedenen Harley-Modelle der anderen Fahrer. Man fachsimpelte über Technik, Lackierungen und Umbauten, die nahezu jeder Maschine ein ganz individuelles Aussehen gaben. Zwischen all den Harleys parkten auf dem Deck auch einige Motorräder anderer Marken wie Honda, BMW oder Yamaha - sogar ein Trike war dabei. Teilnehmen dürfe schließlich jeder Biker, klärte ein Mitfahrer auf. Selbst mit einem Vespa-Roller dürfe man sich der Tour anschließen. Wer glaubt, eine Harley Davidson müsse zwangsläufig von dem Typus „tätowierter langhaariger Rocker“ gefahren werden, der irrt. Heutzutage sind die Fahrer meist reiferen Alters, eher grauhaarig oder kahlköpfig und machen einen recht zahmen, soliden Eindruck. Weibliche Fahrerinnen sind offenbar immer noch die Ausnahme. Vielleicht ist ihnen ein durchschnittliches Leergewicht von mehr als 300 Kilogramm schlichtweg zu viel. So waren die meisten Damen als Sozia unterwegs. Selbst ein kleiner Hund durfte auf der Welterbetour seine Menschen auf dem Motorrad begleiten. Er hatte (angeschnallt) seinen Platz ganz vorne auf dem Bike, ausgestattet mit Sonnenbrille und Lederweste. Als um 16 Uhr das Zeichen zum Aufbruch gegeben wurde, starteten Hunderte von Motoren fast gleichzeitig. Das Löhr Center erzitterte unter dem unvergleichlichen Klang, dem Blubbern und Dröhnen, das ein ganzes Lebensgefühl verkündet. Der „ohrenbetäubende Lärm“, wie Antwerpen es nennt, wird in Zukunft vielleicht anders klingen, wenn nämlich die nächsten Harley-Generationen mit Elektromotoren ausgerüstet sind. Die Ausfahrt aus dem Parkhaus gelang tadellos und sehr diszipliniert. Die Fahrer zog es zurück nach Rüdesheim, wo die viertägige „Magic Bike“ unter anderem mit Stuntshows, Musik-Feuerwerk und zahlreichen Konzerten auf drei Bühnen den wohl mehr als 25.000 Teilnehmern und Besuchern ein großes Unterhaltungsprogramm bot. Ein weiterer Höhepunkt des Biker-Treffens war, wie schon in den vergangenen Jahren, die Motorradparade durch den Rheingau.

Selbst ein kleiner Hund mit Sonnenbrille und Lederweste durfte auf der Welterbetour seine Menschen auf dem Motorrad begleiten.

Initiator Herbert Piel mit seiner Tochter.

Außergewöhnliche Lackierungen gab es auf dem Biker-Treffen zu bestaunen.

„Eine Harley Davidson allein macht noch keinen Sommer“
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