Allgemeine Berichte | 12.07.2026, 22:12 Uhr

Stolperstein Koblenz

Erinnerung an Dr. Georg Krämer mit nur mit einem Stolperstein in Koblenz?

Gestapo-Kartei-Karte über Dr, Georg Krämer
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Koblenz. Am 27. August 2011 wurde in der Bismarkstraße 6 in Koblenz ein Stolperstein verlegt, der an Dr. Georg Krämer erinnert. Der Kölner Künstler Gunther Demnig setzte gemeinsam mit interessierten Koblenzern das kleine Mahnmal in den Boden ein. Der Stolperstein trägt die Inschrift: „Hier wohnte Dr. Georg Krämer, Jahrgang 1872, deportiert 1942, tot in Theresienstadt.“ Diese bewegende Geste soll das Andenken an das Opfer des Nationalsozialismus lebendig halten und den Opfern einen Ort der Erinnerung schaffen. Den Beteiligten ist großer Dank für ihr Engagement auszusprechen. Wird das der Person Dr. Georg Krämer gerecht? Machen Sie sich selbst ein Bild:

Dr. Georg Krämer war Erster Staatsanwalt in Koblenz, Major der Landwehr, deutscher Held und Patriot im WW1 und stand somit unter dem Schutz von Reichspräsident Paul von Hindenburg ungeachtet seiner Geburt als Jude. Sowohl er wie auch seine Ehefrau konvertierten zum Protestantismus kurz nach dem Abitur (am 28. März 1892) Das interessierte die NAZIS rein gar nicht und nach dem Ermächtigungsgesetz 1933, dem Tode Hindenburgs in 1934, erließ der Reichminister der Justiz am 30. September 1935 die Anweisung (1a 10712/35) die Dr. Georg Krämer zwang, klassifiziert als „vollständiger Jude“ den Dienst als Staatsanwalt zu quittieren! Es ging hier nicht um den Glauben, sondern einzig um die Rassen-Herkunft. Sein reichhaltiges Leben wurde zerstört. Er war alleine, isoliert und wurde eingeschüchtert und unglücklicher Weise ist er nicht emigriert. 4 Jahre später gab es diese Option nicht mehr und er saß gefangen in einer Falle in Koblenz! Alle weiteren Details entnehmen Sie bitte der anhängenden Gestapo-Kartei-Karte, in der auf wundersamer Weise der zweite Vorname „Israel“ Einzug hielt. Auch wurde aus „deportiert“ das harmlose Verb „evakuiert“ gemacht und Theresienstadt war nur ein „Altersghetto“. Das ist absolut zynich und absurd!

Dr. Georg Krämer verdient eine Würdigung der Stadt Koblenz mit der Namensgebung für ein neues Bauwerk. Ich habe auf den für den Wettbewerb vorgesehenen Weg diesen Namensvorschlag bei der Stadt Koblenz für die neue Rad- und Fußgängerbrücke Goldgrube/Rauental eingereicht!

Stolperstein in der Bismarckstraße Nr. 6 für Dr. Georg Krämer

Stolperstein in der Bismarckstraße Nr. 6 für Dr. Georg Krämer Foto: Dr. Hubertus Hoffmann

Gestapo-Kartei-Karte über Dr, Georg Krämer Foto: Dr. Hubertus Hoffmann

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