Gynäkologische Onkologie
Experten diskutieren aktuelle Trends
aus Koblenz
Fortbildung bringt praxisnahe Updates zu Diagnostik und Therapie in die Region
Koblenz. Das Fachgebiet der gynäkologischen Onkologie ist von einer hohen Dynamik im Hinblick auf die Entwicklung von schonenderen Therapien und präziseren Diagnosemöglichkeiten geprägt. Vor diesem Hintergrund bieten die Experten der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein an den Standorten Kemperhof und St. Elisabeth Mayen regelmäßig praxisnahe Fortbildungen für Fachkollegen in der Region an. Im Mittelpunkt des gut besuchten 13. Kemperhof-Symposiums Senologie & Gynäkologische Onkologie standen aktuelle Studienergebnisse, Leitlinien-Updates und konkrete Therapiekonzepte für den gynäkologischen Praxisalltag.
Zum Auftakt gab Chefarzt Dr. med. Arno Franzen einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen aus der Frauenklinik und dem Zertifizierten Onkologisches Zentrum Koblenz-Mittelrhein, zu dem auch das von ihm geleitete Zertifizierte Brustzentrum Kemperhof Koblenz und St. Elisabeth Mayen sowie das Gynäkologische Krebszentrum am Kemperhof gehören. Darauf aufbauend beleuchtete Prof. Dr. med. Thomas Römer (Evangelisches Klinikum Köln Weyertal) die Fragen der Hormonsubstitution und Kontrazeption bei gynäkologischen Krebserkrankungen und zeigte auf, welche Optionen unter onkologischen Gesichtspunkten als vertretbar gelten.
Prof. Dr. med. Joachim Rom (varisano Klinikum Frankfurt Höchst) stellte Trends sowie neo und adjuvante Therapieoptionen beim frühen Mammakarzinom vor und ordnete diese in den Kontext von De Eskalationsstrategien ein, die in der Onkologie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Prof. Dr. med. Rüdiger Eming (Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz) ergänzte das Programm mit einem Fokus auf chronische Dermatosen und Präkanzerosen des Genitales und erklärte, welche Befunde für Frauenärztinnen und Frauenärzte besonders relevant sind.
Im weiteren Verlauf erläuterte Prof. Dr. med. Michael Eichbaum (Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden) aktuelle Therapiekonzepte beim frühen Zervixkarzinom, bevor Chefarzt Dr. med. Arno Franzen den operativen und rekonstruktiven Stand beim Vulvakarzinom zusammenfasste. Den Abend schloss ein kollegialer Austausch ab, der Raum für lebhafte Diskussionen und aktive Vernetzung bot.
Die Veranstaltung unterstrich, wie wichtig für die Versorgung sowohl schonendere, de eskalierte Ansätze als auch gezielte, intensivierte medikamentöse Therapien sind – insbesondere bei der frühzeitigen Erkennung gynäkologischer Malignome, der Differenzialdiagnostik und dem Management von Nebenwirkungen. Die bewährte Reihe soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.
Dr. med. Arno Franzen (3. von links), Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Kemperhof, mit weiteren Referenten des 13. Kemperhof-Symposiums Senologie & Gynäkologische Onkologie in Koblenz (von links: Prof. Dr. med. Rüdiger Eming, Prof. Dr. med. Michael Eichbaum, Prof. Dr. med. Thomas Römer; es fehlt Prof. Dr. med. Joachim Rom). Foto: GK-Mittelrhein / E. von Bredow
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Über 60 Teilnehmer nutzten beim 13. Kemperhof-Symposium Senologie & Gynäkologische Onkologie des GK-Mittelrhein die Gelegenheit zum praxisnahen Update und den kollegialen Austausch. Foto: GK-Mittelrhein / Christina Ehric