Politik | 24.04.2026, 16:01 Uhr

Vorstand neu gewählt

Freie Wähler Koblenz wählen neuen Vorstand und kritisieren Schulbaupläne in Koblenz

Der neue Vorstand der FREIEN WÄHLER Koblenz
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Koblenz. In großer Harmonie und Einigkeit stellten die Freien Wähler Koblenz sich personell neu auf.

Auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung im Casino Kesselheim wurde Dennis Graf zum neuen Vorsitzenden gewählt. Marco Degen, Edgar Kühlenthal und Uwe Lawenstein sind seine Stellvertreter, Christian Eyter ist Schatzmeister und Dennis Ekermann Schriftführer.

Kathrin Laymann, Sebastian Bozic, Christiane Wefelscheid, Manuel Eschweiler, Bernd Wefelscheid und Stephan Wefelscheid begleiten den neuen Vorstand als Beisitzer.

Der Freie Wähler Stadtrats-Fraktionsvorsitzende und noch Landtagsabgeordnete Stephan Wefelscheid, der das Amt des Vorsitzenden 17 Jahre inne hatte, trat nicht mehr an. „Nach 9 Jahren Vorsitz der BIZ Koblenz e.V. und dann nochmal 8 Jahre Vorsitz der Freien Wähler Koblenz ist es für mich an der Zeit, die Parteiführung in neue Hände zu legen“, erklärt Stephan Wefelscheid und ergänzt: „Ich bin froh, mit Dennis Graf einen so engagierten und kompetenten Nachfolger gefunden zu haben. Dennis ist genau der Richtige zur richtigen Zeit. Ich werde ihn weiterhin unterstützen und freue mich auf die kommende Zusammenarbeit“.

Der 46-jährige Maschinenbautechniker Dennis Graf ist gebürtiger Schwabe und lebt seit 18 Jahren mit seiner Ehefrau in Koblenz. Aufgewachsen im ländlichen Raum kennt er auch die Herausforderungen auf dem Land aus erster Hand. Nach einem Realschulabschluss und einer Ausbildung zum Technischen Zeichner zog es ihn 2008 berufsbedingt nach Koblenz, wo er sich zum Maschinenbautechniker weiterbildete. Beruflich entwickelt und konstruiert er automatisierte Industriemontageanlagen. Im Ehrenamt engagiert er sich als Mitglied der Freien Wähler sowie im Umweltausschuss der Stadt Koblenz und ist zudem im Burschenverein und im Karnevalsverein aktiv. Zur Bundestagswahl 2025 und zur Landtagswahl 2026 war er Direktkandidat der Freien Wähler im Wahlkreis Koblenz. Mit den Erfahrungen dieser Wahlkämpfe im Rücken möchte er die Freien Wähler Koblenz im Hinblick auf die Kommunalwahl 2029 zur starken Oppositionspartei ausbauen: „Die Bürgermeisterwahl im Stadtrat hat das schwarz-rot-grüne Machtbündnis offen zu Tage treten lassen. Mit der Entscheidung für die Kandidatin Dagmar Kranz und gegen Stephan Wefelscheid haben SPD und Grüne ihre Seite gewählt. Jetzt müssen SPD und Grüne beweisen, dass sie auch jenseits der Personalpolitik in der Lage sind, stabile Mehrheiten mit der CDU für Koblenz zu organisieren. Wir Freie Wähler nehmen unsere Rolle als innerstädtische Opposition an und werden diese kraftvoll ausüben. Mit dem Fraktionsvorsitzenden Stephan Wefelscheid und dessen Stellvertretern Christian Altmaier, Julia Kübler und Edgar Kühlenthal verfügen die Freien Wähler über sehr erfahrene Ratsmitglieder, die wissen wie der Hase läuft“.

Aktuelle Stadtpolitik im Fokus

Neben den Wahlen standen auch aktuelle stadtpolitische Themen auf der Agenda. Lebhaft diskutiert wurde die von der Stadtverwaltung vorgestellte Planung zum Neubau des Max-von-Laue Gymnasiums. Einig waren sich die Mitglieder darin, dass der von der Verwaltung vorgeschlagene Standort für den Ersatzbau auf dem Gelände der Pestalozzi Grundschule nicht der richtige sei. Dennis Graf dazu: „Den Bürgerinnen und Bürgern der Goldgrube wurde versprochen, dass die Pestalozzi Grundschule endlich neugebaut wird. Statt eines Grundschulneubaus sollen sie jetzt ein Interimsgymnasium erhalten. Dabei dürfte doch jedem, der sich in der Stadt auskennt, klar sein, dass die Verkehrsbelastung dort schon jetzt recht groß ist. Mit einem Gymnasiumsbetrieb an dieser Stelle wird das Verkehrsproblem noch viel größer. Diese Planung lehnen wir daher in der jetzigen Form ab“. Die Versammlung war sich darin einig, dass der Bauplatz in der Steinstraße der geeignetere Ort wäre. „Über Jahre hinweg konnte das Areal Steinstraße nicht mit Wohnbebauung bebaut werden. Jeder weiß, dass bei Aushub die Kosten für den Neubau dort einfach zu hoch sind. Insofern liegt es doch auf der Hand, eben dieses Grundstück für den Schulbau zu nutzen, da die vorgesehenen Container auf die Bodenplatte gestellt werden können, ohne dass es eines Erdaushubs bedürfte. Der Vorteil läge dann auch darin, dass die Pestalozzi Grundschule wie versprochen neu gebaut werden könnte und der Bereich, den die Verwaltung jetzt für das Interimsgymnasium vorsieht, könnte der Wohnbebauung zugeführt werden. Damit wären drei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen. Die Bauverwaltung sollte ihre Pläne daher dringend überdenken“, mahnt Dennis Graf.

Pressemitteilung Freie Wähler Koblenz

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Der neue Vorstand der FREIEN WÄHLER Koblenz Foto: Manuel Eschweiler

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