Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein e.V. (AKM) hatte eingeladen
Heinz Kassung in Ausstellung gewürdigt
Die eindrucksvollen Werke des 2013 verstorbenen Koblenzer Künstlers sind im Haus Metternich zu sehen
Koblenz. Einer der beeindruckendsten Künstler Koblenz wäre am 5. Juni dieses Jahres 80 Jahre alt geworden. Heinz Kassung hätte ihn ganz sicher gefeiert. Anlässlich dieses Ereignisses lud die Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein e.V. (AKM) nun zur Eröffnung einer Ausstellung ein. Eine Ausstellung zur Würdigung des Lebenswerkes und in Erinnerung an ein verdientes Mitglied der AKM. Die zahlreichen Gäste wurden von Elisabeth Hansen, erste Vorsitzende der AKM, begrüßt. Unter den Ehrengästen wohnten der Veranstaltung neben der Familie von Heinz Kassung auch die Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein und die designierte Kulturdezernentin Margit Theis-Scholz bei. „Ich danke im Namen unserer Künstlergruppe auch besonders denjenigen, die die Werke zur Verfügung gestellt haben“, betonte Elisabeth Hansen ihre Freude über die Werkschau.
Es wurden so viele Werke zur Leihgabe auf Anfrage angeboten, dass die AKM eine Auswahl treffen musste. Hierbei wurde die Familie von Heinz Kassung ganz eng eingebunden. „Es ist eine sehr persönliche Ausstellung, daher überließen wir die Konzeption der Familie“, erläuterte die AKM-Vorsitzende den Auswahlprozess. Heinz Kassung verweilte und arbeitete einige Zeit in der Künstlersiedlung auf dem Koblenzer Asterstein. Später lebte und werkelte er in Koblenz-Bubenheim. Seine Frau und auch seine Söhne nahmen ebenfalls an der würdigenden Eröffnung teil.
„Scheute nie die ganze Palette an Farben“
In seiner Begrüßungsrede zeichnete Prof. Dr. Christian Kassung ein Bild von seinem Vater. Sie hätten sich in der Familie im Rahmen der Vorbereitungen der Ausstellung noch einmal auf andere Art und Weise den Arbeiten des Vaters genähert. „Seine Werke scheuten nie die ganze Palette an Farben“, so Christian Kassung. In Koblenz war Heinz Kassung ein geschätzter Maler und Künstler. Seine zahlreichen Auszeichnungen sprechen für sein 50-jähriges Werken verschiedenster Arten und Phasen. Marie-Theres Hammes-Rosenstein sagte in ihrem Grußwort: „Die Stadt Koblenz ist dankbar und stolz zugleich, einen so hervorragenden und anerkannten Künstler in Erinnerung behalten zu dürfen.“ Nicht umsonst erhielt Heinz Kassung neben dem rheinland-pfälzischen Kunstpreis auch den begehrten Kulturpreis der Stadt Koblenz.
Heinz Kassung prägte die Kunstszene nicht nur in Koblenz, sondern auch darüber hinaus. So hatte er von 1990 bis 1993 einen Lehrauftrag an der Universität Koblenz-Landau und kam mit Kunstschaffenden aus ganz Deutschland und Europa zusammen. Daher konnte Prof. Dr. Joseph Imorde von der Kunst-Universität Siegen für die Einführung in die Ausstellung gewonnen werden. „Die Werke Kassungs sind geprägt von einer hohen künstlerischen Qualität“, führt Joseph Imorde in seiner Einleitung aus.
In den Gesprächen beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung und dem geselligen Beisammensein bei Wein und Gebäck war den Gästen eines zu entnehmen: Jeder aus Koblenz sollte einen „Kassung“ haben.
Christian Kassung, der älteste Sohn, wendete sich im Rahmen der Eröffnung mit einigen persönlichen Worten an das Publikum.
