Allgemeine Berichte | 12.06.2026

Literarisches Nachtkonzert Urbar

„Herr Mozart wacht auf“: Literarisches Nachtkonzert in Urbar begeistert Publikum

v.l.n.r.: Benedict Kloeckner, Anna Fedorova, Julian Weigend

Urbar. „Herr Mozart wacht auf“ begeisterte das Publikum in Urbar Ein bis auf den letzten Platz ausverkauftes Haus, stimmungsvolle Beleuchtung und ein außergewöhnliches Zusammenspiel von Literatur und Musik:

Das literarische Nachtkonzert „Herr Mozart wacht auf“ am 6. Juni im Gebäude der Stommel Stiftung in Urbar erwies sich als ein Höhepunkt im diesjährigen Veranstaltungsprogramm der Stommel Stiftung und des Internationalen Musikfestivals Koblenz.

Im Mittelpunkt des Abends stand die ebenso heitere wie nachdenklich stimmende Geschichte nach dem gleichnamigen Roman von Eva Baronsky.

Darin erwacht Wolfgang Amadé Mozart mehr als 200 Jahre nach seinem Tod in einer ihm völlig fremden Welt. Mit Staunen, Verwunderung und nicht selten Verzweiflung begegnet er den Errungenschaften der Moderne und versucht, sich in einer Zeit zurechtzufinden, die ihm wie ein anderer Planet erscheint.

Dem durch seine Auftritte in Kino- und Fernsehfilmen bekannten Schauspieler Julian Weigend gelang es auf beeindruckende Weise, die unterschiedlichen Figuren der Erzählung zum Leben zu erwecken. Besonders seine authentische Interpretation des österreichischen Dialekts Mozarts sowie des polnischen Akzents eines Musikerkollegen aus dem 20. Jahrhundert sorgten für Begeisterung im Publikum.

Für die musikalische Gestaltung sorgten die international renommierten Künstler Anna Fedorova und Benedict Kloeckner, die der Stommel Stiftung seit vielen Jahren eng verbunden sind. Auf dem Programm standen Werke von Mozart, darunter die eindrucksvolle Fantasie d-Moll, sowie Kompositionen von Beethoven und Schubert, aber auch Arrangements von George Gershwin und Edith Piaf. Erneut präsentierten sich Pianistin und Cellist als perfekt aufeinander eingespieltes Duo. Mit großer Sensibilität griffen sie die wechselnden Stimmungen des Textes auf und schufen einen faszinierenden Dialog zwischen Literatur und Musik. Der großer Applaus am Ende des Abends zeigte, dass dem Publikum dieser außergewöhnliche Abend noch lange in Erinnerung bleiben wird.

v.l.n.r.: Benedict Kloeckner, Anna Fedorova, Julian Weigend Foto: Thomas Messingschlager

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