Allgemeine Berichte | 26.11.2014

Forum Gefahrgut Rhein-Mosel

IHK und Feuerwehr informieren über den Umgang mit Gefahrgut

Was tun, wenn gelbe Fässer auf der Straße liegen? Die Berufsfeuerwehr Koblenz demonstriert beim „Forum Gefahrgut Rhein-Mosel“, was machbar ist. privat

Koblenz. Rauch tritt an einem Gefahrguttank aus, Männer in gelben Schutzanzügen untersuchen die Austrittstelle: Dieses Szenario bot sich jüngst beim „Forum Gefahrgut Rhein-Mosel“, das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz wieder zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Innenministerium angeboten hatte. Mit rund 60 Teilnehmern aus regionalen und überregionalen Unternehmen war die Informationsveranstaltung rund um das Thema Gefahrgut einmal mehr ausgebucht.

Für Unternehmen, die Gefahrstoffe transportieren, spielt die Sicherheit solcher Transporte eine große Rolle. „Mit unserem Forum tragen wir zu einem Mehr an Sicherheit bei Gefahrguttransporten bei“, betont Gunhild Zander, zuständig für den Bereich Gefahrgut bei der IHK Koblenz. „Wir wollen gemeinsam für ein besseres Verständnis, was die Einsatzkräfte leisten können und wo ihre Grenzen liegen“, sagte Brandinspektor Sascha Rehnelt von der Berufsfeuerwehr Koblenz.

Die Berufsfeuerwehr Koblenz zeigte deshalb beim „Forum Gefahrgut“ in realitätsnahen und praktischen Übungen, was in einem Ernstfall passieren kann und was dann zu tun ist. Bei einer Übung, in der praxisnah ein Gefahrgutunfall simuliert wurde, demonstrierten rund 25 Feuerwehrleute des Gefahrstoffzuges, der sich aus freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr zusammensetzt, in Schutzanzügen, wie Gefahrgutbehälter in einem Notfall behandelt werden. Außerdem kamen unterschiedliche Messgeräte zum Einsatz, mit denen zum Beispiel der Uran-Wert eines gefährlichen Stoffes ermittelt werden kann. In Kurzvorträgen konnten sich die Unternehmer über kommende Änderungen in den Gefahrgut-Vorschriften, Notfalleinrichtungen für Unfälle mit Gefahrstoffen und weitere Themen aus dem Bereich Gefahrgut informieren. Außerdem beantworten Experten Fragen aus der Praxis.

„Die Übungen haben deutlich gezeigt, welche Herausforderung es ist, einen Gefahrenstoff überhaupt zu identifizieren“, sagte Daniela Breuer, Referentin für Verkehr und Logistik bei der IHK Koblenz. „Für die Rettungskräfte ist wichtig, im Ernstfall einen leichten Zugang zu den Transportpapieren zu bekommen, damit die Landung schnell und eindeutig identifiziert werden kann. Dafür wollen wir die Unternehmen sensibilisieren.“

Jörg Holzhäuser vom rheinland-pfälzischen Innenministerium machte die Teilnehmer darauf aufmerksam, dass in den kommenden beiden Jahren wieder Änderungen im Gefahrgutrecht anstehen. „Unternehmen sollten sich hier rechtzeitig informieren“, so Holzhäuser.

Bereits seit 18 Jahren ist das „Forum Gefahrgut Rhein-Mosel“ als Plattform für den Informationsaustausch von Gefahrgutexperten aus Wirtschaft und Behörden im nördlichen Rheinland-Pfalz etabliert. Drei- bis viermal im Jahr informieren sich je rund 60 Teilnehmer zu aktuellen Entwicklungen. Die Teilnahme ist kostenlos. Neben praktischen Vorführungen ist der Vortrag eines renommierten Experten fester Programmbestandteil des Forums Gefahrgut.

Die Termine für das kommende Jahr stehen schon fest: 4. März, 1. Juli und, voraussichtlich im September 2015, die 6. Deutschen Gefahrgut-Sicherheitstage.

Pressemitteilung der

IHK Koblenz

Im Ernstfall muss der Schutzanzug schnell angelegt sein.

Im Ernstfall muss der Schutzanzug schnell angelegt sein.

Was tun, wenn gelbe Fässer auf der Straße liegen? Die Berufsfeuerwehr Koblenz demonstriert beim „Forum Gefahrgut Rhein-Mosel“, was machbar ist. Fotos: privat

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