Wirtschaft | 27.02.2013

„Inspiration vor Ort“

Guido Rennert schreibt eine Sinfonie für Koblenz und erkundete die Stadt

Guido Rennert und Arthur Matyschok im kalten Koblenz.privat

Koblenz. Der Komponist der Brunnensinfonie Koblenz, Guido Rennert, erkundete Koblenz und zeigte sich beeindruckt: „Diese Stadt ist noch vielschichtiger, geschichtsträchtiger und vor allem musikalischer, als ich dachte.“ Trotz des widrigen Wetters war ein kleiner Trupp von mutigen Mitgliedern des Projektteams mit Arthur Matyschok aufgebrochen, um Koblenz zu erkunden. Der Stadtführer und frühere Bataillonskommandeur verstand sich auf Anhieb gut mit dem Komponisten und Militärmusiker Guido Rennert und so wurden die übrigen Teilnehmer, darunter der Vorstandsvorsitzende der PSD Bank Koblenz eG Merkes, Zeuge eines kreativen Dialogs zwischen dem Geschichtskundigen und dem Komponisten. Matyschok hatte sich auf Bitten der Schirmherrin Dr. Christiane Herzog spontan bereit erklärt, diese außergewöhnliche Stadtführung zu übernehmen und wird dem Projekt auch weiter als Berater zur Verfügung stehen, wie er bei einer abschließenden Tasse Kaffee versprach. Komponist und Stadtführer waren sich einig, dass sie als Torgauer bzw. Flensburger vielleicht sogar den Vorteil haben, sich der Stadt an Rhein und Mosel vorurteilsfrei nähern zu können. „Ich spüre bei mir die Neugier auf die musikalische Begegnung mit dieser Stadt und freue mich jetzt umso mehr auf das leere Notenblatt“, sagte Rennert zum Abschied. Am Montag schon wird er eine erste Skizze beginnen: „Dann schließe ich mich ein und brauche nur Papier und Blei“. Ein Klavier verwendet er beim Komponieren nicht.

„Das würde mich zu sehr auf den Klang eines Instrumentes festlegen.“ Dass heute eine Partitur aber nicht mehr vollständig handschriftlich verfasst wird, ist klar: „Früher hatten Komponisten mehrere Kopisten, die dann einstimmige Passagen in die verschiedenen Stimmen übertrugen oder den unterschiedlichen Grundstimmungen der Instrumente Rechnung tragen mussten“, so der jetzt in Siegburg lebende Rennert, „heute übernimmt das der Computer und das natürlich weitestgehend fehlerfrei.“ Diese technische Hilfe mindert aber nicht den Verdienst des Komponisten. Bis Mai soll die Partitur den Musikerinnen und Musikern des Konzertorchesters Koblenz zugestellt werden und die Vorfreude auf den Tag der Weltpremiere am 5. April 2014 in der Rhein-Mosel-Halle wächst bereits jetzt. „Wir werden der Stadt Koblenz ein großartiges Geschenk machen und so den positiven Trend, den unsere Stadt nicht zuletzt seit der BUGA erlebt, unterstützen“, wünscht sich Vorsitzender Michael Göddertz. Auch der Ideengeber und Projektleiter der Brunnensinfonie, Bernhard Meffert, zog am Ende eines kalten, aber lehrreichen Tages ein positives Fazit: „In wenigen Wochen hoffen wir zwei namhafte Koblenzer Chöre als Partner für die Sinfonie gewonnen zu haben. Und dann liegt nur noch eine Herausforderung vor uns, nämlich mit Christoph Engers als musikalischem Gesamtleiter eine Sinfonie zu meistern, mit der es uns Guido Rennert sicher nicht leicht machen wird. Denn eine so vielschichtige und geschichtsträchtige Stadt will musikalisch spannend und anspruchsvoll erzählt sein. Koblenz ist Kultur und so wird auch die Brunnensinfonie ein kulturvolles musikalisches Denkmal für die Stadt sein.“

Guido Rennert und Arthur Matyschok im kalten Koblenz.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2025
Mitarbeiter IT-Administrator
Werksverkauf Anhausen
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Angebotsanzeige (April)
Wohnträume
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Der weise Zauberer Gandalf wacht über die Wanderschar. Foto: Horst Hohn
21

Stellen Sie sich das mal vor: Jemand drückt Ihnen einen Ring in die Hand, den Sie tausende Kilometer entfernt in den Schlot eines Vulkans schmeißen müssen. Klingt verrückt, ist aber dem Hobbit Frodo Beutlin aus J. R. R. Tolkiens literarischem Meisterwerk „Herr der Ringe“ genauso passiert – natürlich nur im fiktiven Kontext. Aber die Verfilmung des Stoffs kennt eigentlich so ziemlich jeder; es gab Oscars zuhauf und folglich gibt es auch jede Menge Fans des fantastischen Spektakels.

Weiterlesen

Neben dem Straßenverkehr ist der steigende Einsatz von Mährobotern, sowohl in privaten Gärten als auch in städtischen Parkanlagen, gefährlich für Igel.
11

Region. Mähroboter stellen für Igel, aber auch für Reptilien und Amphibien eine erhebliche Gefahr dar. Die Geräte erkennen die Tiere nur unzureichend und verletzen sie zum Teil schwer. Zwölf Tier-, Natur- und Artenschutzorganisationen haben sich deshalb mit einem offenen Brief an den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sowie den Bundesumweltminister Carsten Schneider gewandt: Sie fordern ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter.

Weiterlesen

Quelle: Emons Verlag
9

Region. Wo fährt ein Wildschwein Fahrrad? Wo kann man beim Blick auf den Siegfall so richtig ausspannen? Und wo atmet man unter der Erde auf? Das Siegtal bietet spannende, geheimnisvolle und lustige Orte. Rund 155 Kilometer legt die Sieg von der Quelle im Rothaargebirge bis zu ihrer Mündung in den Rhein zurück. Die Landschaft entlang des Flusses ist facettenreich, abseits der Einzugsgebiet lieblich und still.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Image Anzeige
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Stellenanzeige
Wohnträume
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Anzeige Lagerverkauf