Allgemeine Berichte | 08.12.2015

Umweltaktivisten gingen auf die Straße und warben für eine umfassende Energie-, Verkehrs- und Agrarwende

„Klimagipfel ist überall, auch in Koblenz“

Ein Eisbär ohne Eis in der Fußgängerzone.Heinz-Friedrich Steinecke

Koblenz.„Wir müssen global denken und verbindlich wirksame Rahmenverträge in Paris einfordern, damit der drohende Klimakollaps noch verhindert wird. Aber wir müssen auch in unserem Land und unserer Kommune lokal handeln, auch jeder bei sich in seiner Lebenswelt, damit der Klimaschutz eine wirkliche Chance bekommt. Paris ist überall, und in Koblenz gibt es einen besonders großen Handlungsbedarf“, so Egbert Bialk, Landesvorstandsmitglied des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Rheinland-Pfalz. Zusammen mit attac Koblenz wurden zu Beginn des Klimagipfels COP21 darum zahlreiche Forderungen ins Straßenbild am Löhrrondell gebracht. Die reichten von der beschleunigten Förderung der Energiewende, besonders Sonne, Wind und Speicher, und einem Kohleausstieg, der nicht auf Kosten der Steuerzahler und Stromkunden gehen dürfe, über eine Agrar- und Ernährungswende und einen „Einstieg in eine ernsthafte Verkehrswende“ bis hin zu mehr Klimagerechtigkeit.

Körper als Plakatflächen

Mit über zwei Meter hohen Figuren, überall auf dem Löhrrondell verteilt, gelang das sehr eindrucksvoll. Die Körper dienten als Plakatflächen mit entsprechenden Informationen und Forderungen zum Klimaschutz. Die Köpfe waren große blaue Luftballons, auf denen die Erde abgebildet und „Klimaschutz jetzt“ zu lesen war. Manche der Weihnachtseinkäuferinnen und eiligen Passanten fühlten sich dadurch in ihrer Konsumlaune offensichtlich etwas gestört, doch viele nahmen auch gern ein Infoblatt mit oder trugen sich in Unterschriftenlisten ein. Für Kinder wurde ein Malwettbewerb gestartet, ein Eisbär verteilte Ballons. Besonders wichtig war es den Aktiven, die Menschen umfassend zu informieren. Dr. Thomas Bernhard, Vizevorsitzender des BUND Koblenz, dazu: „Viele Küstenregionen sind gefährdet, wenn zum Beispiel das Eis auf dem Festland weiter schmilzt. Ist die Eisschicht auf Gletschern sowie in der Arktis und Antarktis verschwunden, wird sich die Erde durch Absorption noch schneller aufwärmen. Die Folgen - das Artensterben und die Artenwanderung - nehmen zu. Korallensterben bedeutet einen negativen Faktor für die Meere und den Fischbestand. Sogar der so wichtige Warmwassertransport des Golfstroms ist gefährdet. Es gibt immer weiter zunehmende Wetterextreme. Wüsten breiten sich weltweit weiter aus, Missernten sind die Folgen. Diese wiederum können zu Bürgerkriegen führen und sind damit letztendlich wieder die Fluchtursachen, so wie es sich auch heute mit Syrien zeigt.“ Bialk ist besonders besorgt über die „autoorientierte“ Verkehrspolitik in Deutschland und in Koblenz: „Eine Verkehrswende ist längst überfällig. So wurde doch in diesem Bereich seit 1990 nicht eine Tonne CO2 eingespart, obwohl der Verkehr für 20 Prozent der Treibhausgase verantwortlich ist. Hier sollten die korrekten Kosten, die Folgekosten, die der Verkehr verursacht, mit einbezogen werden. Diese müssen auch die Gesundheits- und Umweltschäden beinhalten.“

Ein Eisbär ohne Eis in der Fußgängerzone.Foto: Heinz-Friedrich Steinecke

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