Politik | 03.03.2015

Romanticum richtiger Schritt zur Vermarktung des Welterbe Oberes Mittelrheintal

Kluge Entscheidung der Stadtratsmehrheit nicht klein reden

Die tourismuspolitischen Sprecher der SPD und FBG, Christian Altmaier (li.) und Joe Wilbert (re.)im "Romanticum". privat

Koblenz. Die Rhein-Romantik hat weltweit einen guten Namen und lockt jährlich hunderttausende Besucher ins Welterbe Oberes Mittelrheintal. Allerdings fehlte bis zur Eröffnung des „Romanticum“ im Kulturbau Koblenz eine attraktive Anlaufstelle für Gäste aus nah und fern, um sich auf die Erlebnisse, Sagen und Mythen einzustimmen. „Daher war es eine goldrichtige Entscheidung des Stadtrates, bei Beschluss für den Kulturbau Koblenz auch eine entsprechende Erlebniswelt mit auf den Weg zu bringen, die mit der Nominierung für den Deutschen Tourismuspreis 2014 auch seine Bestätigung gefunden hat,“ erklären die tourismuspolitischen Sprecher der SPD und FBG, Christian Altmaier und Joe Wilbert in einer Pressemitteilung.

Es fehlt an Weitsicht

Sie kritisieren die BIZ-Fraktion, die in einer Aussendung die Schließung des „Romanticum“ gefordert hat. „Man muss hieraus deuten, dass den Kollegen hier an Weitsicht fehlt und sie sich mit dem Destinationsmarketing nicht befasst haben.“ Eine touristische Region könne nicht nur mit der naturgegebenen Landschaft glänzen, sie müsse auch Attraktionen wie ein „Romanticum“ vorhalten. „Nur so kann man die Besonderheiten einer Stadt, eines Welterbes schmackhaft machen, um auch einen längeren Aufenthalt in der Region Koblenz/Mittelrhein zu bewirken“, sind sich Altmaier und Wilbert sicher. Mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz wurde die neue zentrale Tourismusinformation im Kulturbau auf den Weg gebracht, die das „Romanticum“ als Bestandteil hat. Bekanntlich wurde der Kulturbau im Zeitrahmen und unter den geplanten Kosten errichtet. Auch das „Romanticum“ als Investition der „Koblenz-Touristik“ blieb im Budget. Das Konzept des Rheindampfers „MS ROMANTICUM“ stammt vom Berliner Büro „klv“. „Es wäre größter Unsinn, diese Einrichtung jetzt zu schließen, wie es die BIZ fordert. Jedes neue Produkt am Tourismusmarkt muss erst eingeführt werden, um dann entsprechend hohe Besucherzahlen zu vermelden“, erklären Altmaier und Wilbert.

Ein Fehler der Vermarktung

„Der Kardinalfehler im Rahmen der hysterischen Spardebatten der vergangenen Jahre wurde dadurch begangen, dass für die Vermarktung des Kulturbau als Gesamtwerk kein Geld zur Verfügung stand“, kritisiert Altmaier. So habe man es versäumt den unerhörten Mut der Stadt, in Zeiten einer Wirtschaftskrise sich für Bildung und Kultur auszusprechen und eine neue Stadtbibliothek, ein neues Mittelrhein-Museum und eben eine attraktive Erlebniswelt für den Tourismus im Herzen der Stadt in Weltstadtarchitektur zu bauen. „Leider ist der Kulturbau nicht deutschland- und europaweit vermarktet worden und so fand es keinen Niederschlag in überregionaler Presse, Funk und Fernsehen was Koblenz sich getraut hat, weil kein Geld hierfür zur Verfügung gestellt worden ist. Durch die Stadtspitze und die Politik“, so Altmaier. Die stetige Kritik an der Koblenz-Touristik sei darüber hinaus auch nicht förderlich für die Motivation der Mitarbeiter finden die Ratsmitglieder Christian Altmaier und Joe Wilbert. „In dieser sensiblen Phase der Neuausrichtung des Eigenbetriebes, sollten alle Verantwortlichen in Stadtspitze und Politik von unnötigen Störfeuern absehen. Es müsse jetzt ein gutes Konzept erstellt werden, alles muss zur Diskussion gestellt werden, um gemeinsam abzustimmen was gehört zur Aufgabe von ‚Koblenz-Touristik‘ und was nicht.“ Diesen Weg wollen die Sprecher von SPD und FBG gemeinsam gehen und warten gespannt auf die kommenden Sitzungen des Werkausschuss „Koblenz-Touristik“.

Zukünftige Ausrichtung der Koblenz-Touristik

Die „Koblenz-Touristik“ habe durch hohe Investitionen zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur, sowie des Kongresswesens mit Sanierung der Rhein-Mosel-Halle und Öffnung des Kurfürstlichen Schlosses zur BUGA2011 für Tagungen, Kongresse und ein Café, nunmehr erhebliche Abschreibungen in der Bilanz. „Die guten Zahlen und Umsätze im Kerngeschäft Tourismus gehen hierdurch unter und deshalb ist der Eigenbetrieb in schweres Fahrwasser geraten“, erläutern Altmaier und Wilbert, „bewusst scheinen die Kollegen der BIZ dies zu verkennen und kritisieren über alle Mittel und Wege die Kulturbauentscheidung. Doch dies ist nicht zielführend.“ Die Aufgabenkritik stehe nun an oberster Stelle, in Ruhe und Sachlichkeit müsse nun die Politik mit Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig (SPD) über die zukünftige Ausrichtung von „Koblenz-Touristik“ entscheiden.

Pressemitteilung

SPD- und FBG-Ratsfraktionen

Die tourismuspolitischen Sprecher der SPD und FBG, Christian Altmaier (li.) und Joe Wilbert (re.)im "Romanticum". Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Innovatives rund um Andernach
Anlagenmechaniker
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
First Friday Anzeige März
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Empfohlene Artikel
Der Knotenpunkt Burgstraße Ostallee.
189

Lahnstein. Die Bürgerinitiative (BI) „Zurück zur ursprünglichen Verkehrsführung“ nimmt Stellung zu einem jüngst veröffentlichten Leserbrief in der lokalen Presse, in dem eine verbindliche Festlegung des Stadtrates auf die Ringlösung gefordert wird. Den Gegnern wird vorgeworfen, es mangele ihnen an seriösen Alternativen, sie würden wesentliche Punkte ausblenden und die Probleme der früheren Verkehrsführung ignorieren.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Blütenkönigin Antonia Augenstein, Bürgermeister Sven Schnieber (Mitte) sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Stationen, Vereine und Sponsoren freuen sich auf das Blütenfest am 19. April. Fotos: DU
8

Traditionsveranstaltung geht am 19. April in die 16. Runde

Blütenfest verbindet Natur, Kultur und Gemeinschaft

Meckenheim. „Das Blütenfest hat eine Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Deswegen ist es für uns sehr wichtig und wir freuen uns wieder auf eine schöne Veranstaltung“, hob Bürgermeister Sven Schnieber kürzlich die Bedeutung des Blütenfestes für Meckenheim hervor. Der Obsthof Dahlhausen war dabei zweifellos eine überaus passende Location, um auf die inzwischen 16. Auflage des am 19. April stattfindenden Traditionsevents vorauszublicken.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag Imageanzeige
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Titel
Koblenz blüht
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Tag der offenen Tür
Stellenanzeige mehrere Stellen
PR-Anzeige
Ostergrußanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Osteraktion
Unterstützeranzeige