Kirmes Lahnstein
Kolpingfamilie St. Martin feierte den Geburtstag der Kirche
aus Lahnstein
Lahnstein. Wieder einmal haderten die Kirmesfeiernden im südlichen Lahnstein mit dem Wetter: Eine Woche zuvor, bei der Lehner Kirmes war der Regen ausgeblieben. In Oberlahnstein war es zumindest sonntags nasskalt und recht ungemütlich, als die Kolpingfamilie St. Martin das Kirchweihfest vor der St. Martinuskirche feierte. Am Samstagabend waren die Temperaturen gut, man konnte mit T-Shirt bis spät abends im trockenen im freien sitzen und antialkoholische Getränke, Pils, Kölsch oder Bratwürste bei Kolping verzehren, also einen lauen Sommerabend im meteorologischen Herbst genießen.
Erstaunlicherweise kommen schon seit Jahren an diesem Abend Stammgäste aus Lahnstein an die Kolping-Stände. Am Kirmessonntag freuten sich die Verantwortlichen über 17 verschiedene Kuchenspenden. Das Kuchenbüfett wurde gut angenommen, die meisten Kuchenstücke ließen sich die Käuferinnen und Käufer für zu Hause einpacken. Vom großen Pflaumenkuchen bis zum Marmorkuchen, die Backkünste vieler Pfarreimitglieder und Kolpinger waren vielfältig. Cornelia Hohenbild und Beate Hoffmann waren die zuständigen Damen für die Kuchen. Dafür ein ganz herzliches „Vergelt’s Gott“.
Mit Bannerabordnung nahmen Groß und Klein am Kirmesumzug durch die Hintermauergasse und Frühmesserstraße teil. Auch im festlichen Hochamt waren Markus Schild und Klaus-Michael Kauers mit den orange-schwarzen Kolping-Bannern mit von der Partie. Nach dem Gottesdienst hellte es sich kurz auf und Pfarrgemeinde sowie Kolping-Mitglieder konnten sich beim lockeren Gespräch über Dies und Das begegnen. Gesprächsthemen waren neben dem Wetter auch vergangene Kirmesfeste mit Erinnerungen an Freundinnen und Freunde sowie Neuigkeiten aus dem kommunalen Stadtgeschehen.
Der Abbau am Sonntagnachmittag in strömendem Regen war gewiss nicht vergnügungssteuerpflichtig. Die fleißigen Kolpinger waren zur Stelle und fuhren sämtliche Kirmesutensilien zur Einlagerung in den Keller des Pfarrzentrums am Europaplatz. Benedikt Hanke aus dem Vorstandsteam lobte den Einsatz von insgesamt 19 Helferinnen und Helfern, welche sich um die Durchführung der Kirmes mit Kolping aktiv kümmerten: „Es war ein gutes Gemeinschaftserlebnis.“ Der Präses, Pfarrer Armin Sturm, an diesem Wochenende ein engagierter Cocktailmixer und Barkeeper im Pfarrgarten, ließ es sich nicht nehmen, ein Pils aus dem Westerwald, seiner Heimat, zu zischen.
Bestandteil der Kirmes mit Kolping war auch ein kleiner Flohmarkt rund um die Kirche. Immerhin sieben Händler boten ihre Waren feil. Im kommenden Jahr wird der Platz am Rhein nicht mehr der Hauptort der Kirmes sein, aufgrund von Buga-Bauarbeiten. Die Veranstalter der Kirmes, die Gesellschaftliche Vereinigung 1924 Oberlahnstein, wird einen Ausweichort in Erwägung ziehen. Die Kolpingfamilie St. Martin will wieder an der Pfarrkirche feiern, da dort keine Einschränkungen wegen Buga-Arbeiten zu erwarten sind. Thomas Schneider
Beate und Conny: Die Damen beim Kuchenverkauf. Foto: Thomas Schneider
Alles klar im Kolping-Getränkestand. Foto: Thomas Schneider
Die Bratwurst-Braterei hatte viel zu tun. Foto: Thomas Schneider
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Kolping-Banner beim Kirmesumzug. Foto: Christian Kauers