Allgemeine Berichte | 24.01.2013

Kowelenz Olau und Kölle Alaaf

Narrenzunft Gelb-Rot feierte mit „kölsche Tön“ und Stimmung in der Rhein-Mosel-Halle

Bühne frei für Fred von Halen und seine Streitgespräche mit Aky.

Koblenz. Sie waren gekommen, um Spaß zu haben, die Närrinnen und Narren in ihren bunten, fantasievollen Kostümen. Und was die Narrenzunft Gelb-Rot an diesem Sonntag zu bieten hatte, brachte Stimmung in die „gute alte Stubb“ von Kowelenz, die Rhein-Mosel-Halle. Unter ihrem Motto „ Faasenacht erst Freude macht, wenn Gelb-Rot tanzt, singt und lacht“, boten sie ein Feuerwerk der Unterhaltung. Mit dem Einzug des Elferrates, begleitet vom Fanfarenzug Koblenz-Karthause und dem Funkencorps der Narrenzunft Gelb-Rot, begann die Sitzung im großen Saal. Der Sitzungspräsident Frank Ackermann begrüßte die Narrenschar und wünschte allen viel Vergnügen. Eine besondere Freude machte es ihm, Daniela Urmetzer, die zweite Schriftführerin des Vereines, zum Geburtstag zu gratulieren: „Schön, dass Du Dir so viele Gäste eingeladen hast!“ und die stimmten dann zum „Happy birthday“ ein. Dann wurde auf der Bühne getanzt. Kindergarde, Amazonen- und Kadettencorps präsentierten ihre Gardetanzschau. Dafür hatten sie monatelang geübt. Und es konnte sich sehen lassen, was sie dem Publikum zeigten, es war ein Augenschmaus. Die Kleinsten tanzten zu Melodien bekannter Kinderlieder wie „Biene Maja“ und „Eine Insel mit zwei Bergen“ und die Größeren zu Schlagermusik. Nach seinem Dank an die Tänzerinnen und Tänzer und einem dreifachen Kowelenz Olau, begrüßte Frank Ackermann den Schirmherrn der Narrenzunft Gelb-Rot Bernd Schittler. Mit der Karnevals-Stimmungsband „Botzedresse“ steigerte sich die Stimmung im Saal. Mit ihrem Potpourri aus kölschen Liedern und Evergreens, brachten sie die Gecken in Bewegung. Nichts hielt sie mehr auf den Stühlen, es wurde geschunkelt, geklatscht und gesungen. So eingeheizt, verlangte die Narrenschar eine Zugabe, die gerne gewährt wurde. Dann hieß es: Bühne frei für Fred van Halen! Und natürlich kam dieser nicht allein. Wie immer war Emu Aky an seiner Seite. Und wie immer lieferten sich die Beiden humorvolle Streitgespräche, die das Publikum zum Lachen brachten: „Ich suche mir einen neuen Redner, der mehr verdient als du!“ „Und wen?“ „Peer Steinbrück!“ Aber nicht nur politisches, so frech interpretiert, sondern auch anzügliches gaben sie zum Besten: „Duschst du nach dem Sex?“ fragte Aky. „Natürlich!“ „Dann solltest du mal wieder Sex haben!“ Der Saal tobte und es gab die erste Rakete des Nachmittags. Es folgte eine Aufführung der Tanz- und Showband Hommen. Als die Trompete mit „Oh mein Papa“ erklang, wurde es auffallend still. Bruce Kapusta, als Clown kostümiert, schritt durch den Saal und betrat die Bühne. Auf seine Frage: „Jeht et euch jut?“ folgte ein donnerndes „Ja!!“. Der gebürtige Kölner präsentierte Kölsche Lieder, in Wort und Ton, Stimmungsmusik die mitriss, aber auch gefühlvolle Musik, die unter die Haut ging. Noch einmal führten Kindergarde und Amazonen- und Kadettencorps ihre Showtänze auf und begeisterten Närrinnen und Narren. Plötzlich war die Bühne voll mit Tänzerinnen und Tänzern, die fetzig, temperamentvoll und anmutig ihr Können zu „Puppet on the string“ und „Musik was my first love“ zeigten. Mit einem dreifachen, saalerbebenden „Kowelenz Olau“ wurde Prinz Peter der Große, Märchenprinz von Koblenz und seine Lieblichkeit Confluentia Christiane zusammen mit ihrem märchenhaften Gefolge empfangen. Frei nach ihrem persönlichen Prinzenmotto: „Genieße das Leben ständig, es ist so wunderbar lebendig“ forderten sie die Narrenschar auf: „Singt, tanzt und lacht!“ Die „Fidele Kölsche“ brachten Unterhaltung mit „Hätz un Siel“. Die Brauchtumsgruppe im Kölner Karneval präsentierten Melodien „vun domols bes hück“. Eine bissige, ironische Büttenrede hielt „et Rumpelstilzje“. Der rheinische Büttenredner Fritz Schopps ist weit über Köln hinaus bekannt. Ihm sagt man nach: „Hat von Chemie keine Ahnung, weiß aber was knallt!“ Und das stellte er wieder einmal unter Beweis, vom applaudierenden Publikum bestätigt. Nach dem Männerballett der Narrenzunft Gelb-Rot, sorgten die „3 Colonias“ für Begeisterungsstürme, denn das Kölner Comedy Trio ist der Inbegriff für Humor, Parodie und Stimmung. Noch einmal zeigte die Tanzgarde einen Showtanz, machte dann die Bühne frei für den „Mann mit dem Affen“ alias Klaus und Willi. Der nette, seriöse Klaus lieferte sich mit dem frechen Flegel Willi ein humoristisches Zwiegespräch. Die hervorragende Bauchrede-Technik, das Programm mit viel Wortwitz und der spontane Umgang mit dem Publikum, machten die Vorstellung von Klaus und Willi zu einem Hochgenuss. Der Höhepunkt kam zum Schluss: die „Paveier“, eine der bekanntesten Gruppen im Kölner Karneval. Die kölsche Mundart- und Karnevalsband brachte die Stimmung zum Kochen, keiner der Gecken blieb mehr sitzen. Das Finale mit den „Paveiern“ war der krönende Abschluss der Sitzung „Kölle Alaaf“. An diesem Sonntag wurde Kowelenzer und Kölner Humor gemixt, hervorragend in Szene gesetzt von der Narrenzunft Gelb-Rot.

EP

Bühne frei für Fred von Halen und seine Streitgespräche mit Aky.
Bruce Kapusta unterstrich seinen Auftritt in Wort und Ton und riss damit das Publikum mit.

Bruce Kapusta unterstrich seinen Auftritt in Wort und Ton und riss damit das Publikum mit.

Der Elferrat der Narrenzunft Gelb-Rot führte durch ein hervorragendes Programm. -EP-

Der Elferrat der Narrenzunft Gelb-Rot führte durch ein hervorragendes Programm. Fotos: -EP-

Bühne frei für Fred von Halen und seine Streitgespräche mit Aky.

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