Sicherheit in unserer Region
MdB Rudolph und MdL Köbberling informieren sich über das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz
Koblenz. Krisen, Naturkatastrophen und außergewöhnliche Gefahrenlagen stellen den Brand- und Katastrophenschutz vor immer neue Herausforderungen.
Wie Rheinland-Pfalz seine Strukturen dafür weiterentwickelt und welche Rolle dabei das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz (LfBK) spielt, darüber informierte sich der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph im Rahmen seiner Sommer-Tour zum Schwerpunktthema „Sicherheit in unserer Region“.
Gemeinsam mit der Koblenzer Landtagsabgeordneten Dr. Anna Köbberling besuchte Rudolph den Hauptsitz des LfBK auf dem Koblenzer Asterstein, wo beide mit Präsident René Schubert, Matthias Lemgen, stellvertretender Abteilungsleiter der Akademie, sowie weiteren Vertretern des Landesamtes und des Innenministeriums über den Aufbau der Behörde und die aktuellen Herausforderungen sprachen.
Das seit 1. Januar 2025 bestehende Landesamt befindet sich weiterhin im organisatorischen Aufbau und soll als moderne und digital ausgerichtete Fachbehörde für den Brand- und Katastrophenschutz weiterentwickelt werden. Über diese soll der Einsatz bei größeren Schadens- und Katastrophenlagen zentral koordiniert und die Einsatzkräfte auf kommunaler Ebene besser unterstützt werden. In dem rund um die Uhr besetzten Lagezentrum werden relevante Entwicklungen dauerhaft beobachtet, bewertet und wichtige Informationen im Krisenfall schnell zusammengeführt.
„Die Katastrophe im Ahrtal hat uns gezeigt, dass Rheinland-Pfalz in Sachen Katastrophenschutz erhebliches Verbesserungspotenzial hat. Durch die Schaffung des LfBK wurden schon mal wichtige Strukturen geschaffen, um im Notfall schnell zu reagieren und effektiv handeln zu können. Gerade die zentrale Koordination und die Unterstützung der Kommunen sind dabei von großer Bedeutung“, betont Rudolph.
Ein weiteres Thema des Austauschs war die Aus- und Fortbildung der im Brand- und Katastrophenschutz tätigen Kräfte. Diese soll über die eigene Akademie des Landesamtes weiter gestärkt und ausgebaut werden. Auch dafür wächst das LfBK personell und räumlich: Von derzeit rund 190 Beschäftigten soll die Personalstärke bis zum Jahr 2030 auf etwa 300 Beschäftigte steigen. Zugleich werden bauliche Erweiterungen vorbereitet. Geplant ist unter anderem ein modularer Unterkunftsbau, der Platz für rund 100 Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer bieten soll.
Neben der organisatorischen Weiterentwicklung des Landesamtes ging es bei dem Gespräch auch um die Zusammenarbeit zwischen Land, Kommunen, Bund und weiteren beteiligten Stellen. Gerade bei außergewöhnlichen Krisenlagen sei entscheidend, dass Zuständigkeiten klar geregelt seien und Lagebilder und Informationen schnell und zuverlässig zwischen den verschiedenen Ebenen ausgetauscht werden könnten.
„Krisen und Katastrophen machen nicht an Verwaltungsgrenzen halt. Deshalb brauchen wir klare Zuständigkeiten, verlässliche Lagebilder und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen, damit der Staat im Ernstfall schnell und wirksam handeln kann“, erklärte Köbberling. Aus diesem Grund unterstützt das LfBK Kommunen und weitere Aufgabenträger fachlich und beratend und treibt die Weiterentwicklung digitaler Instrumente zum Zweck der Warnung und der Lageinformation sowie zum Krisenmanagement voran.
„Der weitere Aufbau des Landesamtes muss unterstützt und im Zweifel nachgesteuert werden, sodass das LfBK am Ende personell, räumlich und technisch so ausgerüstet ist, dass es die Aufgabe, die ihm zugedacht ist, zuverlässig übernehmen kann“, so Rudolph. „Zugleich müssen Bund, Länder und Kommunen beim Bevölkerungsschutz noch enger zusammenarbeiten“, ergänzte Köbberling.
Pressemitteilung Dr. Thorsten Rudolph MdB
Im Rahmen seiner Sommer-Tour zum Thema „Sicherheit in unserer Region“ informierte sich Thorsten Rudolph beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Anna Köbberling über den weiteren Aufbau der Behörde sowie aktuelle Herausforderungen im Brand-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Foto: Sebastian Lueck