Tanzfabrik Mittelrhein bei der Deutschen Meisterschaft
Medaillenregen für T.F.Monster in Pforzheim
aus Koblenz
Koblenz/Pforzheim. Vier Mal Gold und drei Mal Bronze – das ist die Bilanz der Tanzfabrik Mittelrhein bei der Deutschen Meisterschaft im Streetdance der United Dance Organisation (UDO) am 2. und 3. Mai in Pforzheim, Baden-Württemberg. Das Turnierteam von Coach und Choreograf Gabriel Hermes glänzte in verschiedenen Wettbewerben mit fundierter Technik, Synchronität und Ideenreichtum und überzeugte damit die Wertungsrichter gleich mehrfach.
Die Kleinsten sind die größten Sieger<z></z>
Gleich zwei Goldmedaillen gab’s für das Nachwuchsteam der Tanzfabrik: In der Kategorie Small-Group wirbelten die T.F.Monster souverän an die Spitze und sicherten sich später zusätzlich als Quad den Meistertitel. „Grandios“, findet der stolze Trainer Gabriel Hermes. Die Zehn- bis Zwölfjährigen (Malik Karim aus Mülheim-Kärlich, Aileen Knopp aus Raubach, Katharina Lehnertz aus Kaltenengers, Gioia Nicolai aus Urmitz und Peter Wendling aus Boppard) tanzen in dieser Konstellation ihre erste Saison bei den Turnieren der UDO, die zu den weltweit größten Organisationen im Bereich Street Dance und Hip-Hop zählt.
„Das ist schon eine riesengroße Herausforderung, sich hier mit Tänzerinnen und Tänzern aus ganz Deutschland zu messen“, sagt Hermes. „Aber die Monster sind im Training unfassbar professionell und zielgerichtet, gleichzeitig bringen sie spielerisch so viel Tanzfreude auf die Fläche. Die haben einfach Spaß, und das kommt an.“
Als Sahnehäubchen konnten sich die gleichen Tänzerinnen und Tänzer dann auch in der Duo-Kategorie U14 Novice bestens präsentieren: Malik Karim und Peter Wendling schnappten sich als „MonkeyBusiness“ den Deutschen Meistertitel, Katharina Lehnertz und Gioia Nicolai wurden mit Bronze ausgezeichnet. Der 12-jährige Peter erreichte außerdem im Solo Freestyle einen hervorragenden 3. Platz.
Eine weitere Medaille gab es noch außerhalb der Monsterreihen: Thalia Rufino und Emma Weinandy ertanzten sich im Duo U18 Bronze. Viele weitere TFM-HipHopper erreichten sehr gute Top 5- und Top 10-Platzierungen – bei bis zu 30 Gegnern pro Kategorie ist auch dies eine beachtliche Leistung.
Tänzerische Duelle und Siege bei Battles<z></z>
Nach dem eigentlichen Turnier ging’s dann – im übertragenen Sinn - „auf die Straße“: Die „Battles“ sind tänzerische Duelle, bei denen die Kontrahenten durch Technik und Originalität in der direkten „Auseinandersetzung“ punkten. In einer Preselection-Runde (Vorauswahl) bestimmen unabhängige Judges je Tanzstil acht Tänzerinnen und Tänzer, die in den Ring steigen dürfen. Auch hier, im wörtlichen und ursprünglichsten Bereich des Streetdance, behaupteten sich die TFM-Tänzer in verschiedenen Tanzstilen und Altersgruppen.
Aber nur einer konnte letztlich mit der Krone vom Platz ziehen: Tanzfabrik-Chef Gabriel Hermes höchstselbst siegte im „Locking“-Battle. „Ein schöner Abschluss für diese Deutsche Meisterschaft“, sagt er. „Aber viel stolzer bin ich auf die Leistung meiner Leute.“
Die haben übrigens auch nach dem anstrengenden und aufregenden Wochenende keine Zeit zum Durchschnaufen. Denn das gesamte Team hat sich für die Europameisterschaft qualifiziert, die am Pfingstwochenende in Kalkar über die Bühne geht. In den kommenden Wochen ist also noch mal Turbo angesagt.
Was ist die Tanzfabrik Mittelrhein?<z></z>
Die Tanzfabrik Mittelrhein ist ein von Coach und Choreograf Gabriel Hermes zusammengestelltes Turnierteam, das aus Mitgliedern verschiedener Vereine, Tanzschulen und Jugendorganisationen der gesamten Region und darüber hinaus besteht. Hermes trainiert die jungen Menschen, die gern eine Schippe Arbeit und Zeit drauflegen, in extra Übungsstunden und tritt mit diesen als Tanzfabrik Mittelrhein bei nationalen und internationalen HipHop-Meisterschaften verschiedener Organisationen an. In Pforzheim tanzten Jugendliche und junge Erwachsene vom TV Heddesdorf, dem TGC Redoute Koblenz und Neuwied, dem FV Daufenbach und der Jugendkunstwerkstatt Koblenz.
Text: Michaela Cetto
An den Siegerstelen standen die T.F.Monster auch in der Kategorie „Small-Team“. Foto: Mustafa Karim
Bei der Pre-Selection der Battles wählen Judges aus, welche Tänzerinnen und Tänzer gegeneinander antreten dürfen. Foto: Tanzfabrik Mittelrhein
