Allgemeine Berichte | 22.05.2014

Jahresversammlung des Stadtsportverbands Koblenz

Neues Hallenbad in etwa fünf Jahren

Oberbürgermeister Dr. Hofmann-Göttig überbrachte gute Nachricht

Der Vorstand des Stadtsportverbandes Koblenz freute sich über die gute Nachricht die Oberbürgermeister Dr. Hofmann-Göttig (2.v.l.) überbrachte.HEP

Koblenz. In etwa vier bis fünf Jahren hat Koblenz ein neues Hallenbad. Diese positive Nachricht überbrachte Oberbürgermeister Dr. Joachim Hofmann-Göttig den etwa 30 Mitgliedern des Stadtsportverbands Koblenz, die zur Jahreshauptversammlung ins Vereinshaus des Postsportvereins auf dem Oberwerth gekommen waren. Dr. Joachim Hofmann-Göttig ist überzeugt, dass der Stadtrat in seiner letzten Sitzung einen Grundsatzbeschluss zum Hallenbadneubau fassen wird: „Wir sind eine Sportstadt und stolz darauf. Ein Oberzentrum kann auf ein Hallenbad nicht verzichten, es gehört in eine Stadt mit solchen Dimensionen“, führte der Oberbürgermeister aus: „Volksschwimmen und Bahnenschwimmen müssen wir  gewährleisten, aber einen Wellnesstempel hinstellen ist nicht unsere Pflicht“, unterstrich der Stadtchef und weiter: „Schwimmen muss zu bezahlbaren Eintrittspreisen auch für sozial schwache möglich sein, denn es ist Prävention und Gesundheitsvorsorge.“  So dürfe für den normalen Schwimmbetrieb die Eintrittskarte nicht mehr als fünf Euro kosten, meinte Hofmann-Göttig. Zu berücksichtigen seien einerseits die Investitionskosten und andererseits die Betriebskosten: „Hallenbäder für das Bahnen- schwimmen sind in ganz Deutschland Zuschussgeschäfte. Die können aber begrenzt werden, wenn neben der Standardversorgung eine Quersubventionierung durch eine Sauna stattfindet. Aber kein Wellnesstempel, sondern die richtige Mitte ist hier gefragt“, hob der Stadtchef hervor.

Das neue Hallenbad soll keineswegs die umliegenden Bäder zu Tode konkurrieren, sondern auf den Bedarf von 110.000 Einwohnern ausgerichtet  sein. Exorbitant sind natürlich die Energiekosten, die aber durch einen Passivhausstandard, der etwa 20 Prozent mehr kostet, derart gesenkt werden, dass sich die höheren Investitionskosten schon in wenigen Jahren amortisiert hätten, rechnete Dr. Hofmann-Göttig vor und glaubt, dass das neue Hallenbad dann rund 20 Millionen Euro kostet wird. Dafür seien privatwirtschaftliche Investitionen, die die Stadt mit Krediten abdecken müsse, zu risikoreich, denn „…wenn die Investoren über die Wupper gehen, liegt alles wieder bei uns und dann können wir es direkt selbst machen“, führte der Oberbürgermeister aus.

Keine Neuverschuldung

Da die Stadt sich nicht neu verschulden will, kann sie das Hallenbad selbst nicht finanzieren. Möglich ist das aber über die Stadtwerke, die eine Eigenkapitalquote von 98 Prozent und keine Schulden haben. Die Einnahmen der Stadtwerke kommen vom Hafen sowie von EVM und KEVAG. Der Überschuss, der an die Stadt weitergeleitet wird, ist jedoch steuerpflichtig.  Wenn die Stadtwerke das Hallenbad bauen und betreiben, sparen sie durch die Verluste jährlich etwa zwei bis drei Millionen Euro an Steuern. Zwar entfallen dann die Überschüsse von den Stadtwerken, die in den städtischen Haushalt fließen eine gewisse Zeit, dennoch sei dies für die Stadt günstiger als alles andere, erläutere Dr. Joachim Hofmann-Göttig. Außerdem gebe es vom Land eine Zuschusszusage von drei Millionen Euro.

Wenn die Stadtwerke das Hallenbad betreiben, muss dahin Personal vom Bäderamt übergeleitet werden. „Den Mitarbeitern wird nichts geschehen, es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen und auch der Besitzstand wird gewährleistet“, versprach der Oberbürgermeister. Ob dann die Stadtwerke alle städtischen Bäder betreiben und das komplette Bäderamtspersonal wechselt, ist jedoch noch nicht entschieden.  

Kein Privatbetreiber

Einen privaten Badbetreiber lehnt Dr. Hofmann-Göttig ab, denn dann hätte die Stadt keinen Einfluss mehr auf  Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Der Standort des neuen Hallenbads ist schon geklärt: Ein reserviertes Gelände in Rauental neben dem Hotel Contel an der Mosel, also unweit der City. Dieser ausführlichen Information hatten weder die Stadtsportverbandsvorsitzende Britt Gutmann noch ihre Vorstandskollegen Stefanie Dönges, Michael Bordelle oder Sonja Kratz etwas hinzuzufügen und es gab auch keine Fragen.   So leitete die SSV-Vorsitzende schnell zum nächsten Thema über: Gefahr durch Legionellen.  Dipl.-Ing. Anke Löser wies auf die Trinkwasserversordnung und die Legionellen hin, die im Wasser enthalten sind. „Wenn man Wasser mit Legionellen trinkt, ist das überhaupt kein Problem. Aber beim Duschen und Handbrausen suchen sich die Mikroorganismen den Weg in die Lunge und können dort zu der Legionärskrankheit mit Lungenentzündung führen.  So erkranken jährlich in Deutschland 15.000 bis 30.000 Menschen, für etwa 3.000 endet die Krankheit tödlich“, erklärte die Referentin. In den Duschen der Vereinsheime seien vor allem Marathonläufer, die direkt duschen gehen,  hochgradig gefährdet, da ihr Körper überlastet ist. Anke Löser machte ihrem Namen alle Ehre und gab Lösungsvorschläge: Wasser in Duschen darf nicht zwischen 25 und 50 Grad warm sein, da nur in diesem Temperaturbereich Legionellen leben und sich vermehren können. Kein  stehendes Wasser, also auch wenig benutzte Duschen oder Wasserhähne mindestens wöchentlich einmal aufdrehen, denn Wasser muss in Bewegung bleiben.“ Seit 2014 sind pro Jahr einmal Beprobungen vorgeschrieben, wenn der Warmwasserbehälter mehr als 400 Liter oder eine Warmwasserrohrleitung mehr als drei Liter Inhalt hat und das Trinkwasser, das müssen auch Duschen haben, an die Öffentlichkeit abgegeben wird. Hier appellierte Anke Löser an die Vereinsvorstände, dies wirklich ernst zu nehmen, denn Verstöße sind strafbar. Bei Erkrankungen aufgrund des Legionellenstammes sei leicht festzustellen, woher die Mikroorganismen kamen.  „Eigentlich ist es ganz simpel“, führte die Referentin aus: „Wasser muss fließen, was kalt ist muss kalt bleiben, was heiß ist muss heiß bleiben, jährlich einmal beproben und pro Woche einmal durch das aufdrehen der Hähne das Wasser in den Leitungen austauschen.“    Nachdem die Mitglieder nach den Berichten von Kassenwart und Prüfern dem Vorstand Entlastung erteilt hatten, wurde der komplett einstimmig wieder gewählt. Beim Punkt Verschiedenes ging es unter anderem um falsche oder fehlende E-Mail-Adressenvon einigen der 150 Vereine, Probleme mit der SSV-Homepage, weil es dafür von den Vereinen nicht genügend Fotos und Texte gibt sowie das Gutscheinheft „Schängelbuch“, das sich nur schwer verkauft.     

Der Vorstand des Stadtsportverbandes Koblenz freute sich über die gute Nachricht die Oberbürgermeister Dr. Hofmann-Göttig (2.v.l.) überbrachte.Foto: HEP

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Doppelseite PR/Anzeigen
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Osteraktion
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Straßenmalerei
10

Über Nacht waren sie da: kleine gemalte Kunstwerke und Hingucker auf Pflastersteinen in der Eltzerhofstraße. Aus Kinderhand auf den Boden gebracht zeigen sie, was im Stadtbild möglich ist und laden zum Betrachten (und zur Anregung) ein.

Weiterlesen

Ortstermin auf dem Kirmesplatz.von links: Bernd Loch, Marcus Uhrmacher, Stephan Landen
69

Metternich. Bei einem Ortstermin auf dem Metternicher Kirmesplatz hat die Kirmesgesellschaft Metternicher Eule 1920 e.V. gemeinsam mit Vertretern der Stadt Koblenz wichtige Weichen für die Zukunft der Kirmesbaum-Tradition gestellt. Anwesend waren der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft, Bernd Loch, sowie seitens des Tiefbauamtes der Stadt Koblenz der Abteilungsleiter Brückenbau im Tiefbauamt, Stephan...

Weiterlesen

19

Koblenz. Im Zuge der Bauarbeiten zum Ausbau der Straße Auf der Mohl in Koblenz-Immendorf erneuert die Energieversorgung Mittelrhein (evm) die Trinkwasserleitungen in diesem Bereich. Für letzteres ist sie als Betriebsführerin der Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein (VWM) zuständig. Die Bauarbeiten dazu beginnen am Montag, 13. April, und dauern voraussichtlich bis Mittwoch, 13. Mai, an. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Energienetze Mittelrhein (enm), der Netzgesellschaft der evm.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2256

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Anzeige "Rund ums Haus"
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
SB Standesamt
Anzeige KW 14
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige
Stellenanzeige Kita