Allgemeine Berichte | 28.02.2015

HwK Koblenz und Fachschule „Optonia“ organisieren Fortbildung für Augenoptiker

Optometrisch geschult zurück nach Osteuropa

Stolz stellten sich die Teilnehmer der Fortbildung mit HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden und Dozenten zum Gruppenfoto.HwK Koblenz

Koblenz. Stolz nehmen zehn Augenoptiker aus Mazedonien und Montenegro ihre Zertifikate in Empfang. Alexander Baden, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, überreicht sie ihnen während einer Feier in der Fachschule für Augenoptik und Optometrie „Optonia“ in Diez. Vorausgegangen waren fünf Schulungsmodule, davon drei theoretische im Heimatland und zwei praktische, die mit einer Prüfung endeten, in Diez. Die HwK Koblenz hatte gemeinsam mit der „Optonia“ die Fortbildung der Augenoptiker nach deutschem Vorbild organisiert. „Die Teilnehmer waren hoch motiviert und haben engagiert den Unterricht verfolgt. Sie waren sehr fleißig und willensstark“, schätzt Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeisterin Alexandra Schmidt, Dozentin im theoretischen und praktischen Teil, ein. Die Initiative zur Schulung ergriff der nationale Frauenverband in Mazedonien. Die Initiative ermöglicht es den Augenoptikern in den Balkanländern wieder optometrische Untersuchungen durchführen zu können. Die HwK Koblenz leistete aufgrund der langjährigen Erfahrungen in der Aus- und Weiterbildung bereits im Vorfeld aktive Hilfe und knüpfte die Kontakte.

Sie arbeitet in der Meisterausbildung eng mit der „Optonia“ zusammen. Bis vor zehn Jahren war der Bereich der Optometrie in Südosteuropa Bestandteil der Optikerausbildung. Danach wurde sie aus dem Ausbildungsplan gestrichen, sodass nur noch Augenärzte Rezepte zur Korrektur von Fehlsichtigkeit ausstellen können. Die Optiker sind in ihrem Aufgabenfeld auf rein technische Tätigkeiten reduziert. Wenn sie aber Augenuntersuchungen nicht selbst durchführen dürfen, müssen sie in ihrer Optikerpraxis stundenweise einen Augenarzt beschäftigen, was wirtschaftliche Auswirkungen hat. Mit der neu erworbenen Qualifikation können die Augenoptiker nun selbst einfache Abweichungen beim Patienten feststellen und durch Sehhilfen korrigieren. Ihr Abschluss ist dem der Augenoptiker in den westeuropäischen Ländern angeglichen. Die Zertifikate in deutscher und in der Landessprache sprechen eine deutliche Sprache. Sie bekommen einen Ehrenplatz in den Optikergeschäften.

Stolz stellten sich die Teilnehmer der Fortbildung mit HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden und Dozenten zum Gruppenfoto.Foto: HwK Koblenz

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