Koblenzer CDU-Abgeordneter zu den PISA-Ergebnissen
Philip Rünz: „Lesen, Schreiben und Rechnen müssen wieder im Mittelpunkt stehen“
aus Koblenz
Koblenz. Die neuen PISA-Ergebnisse hält der Koblenzer CDU-Landtagsabgeordnete Philip Rünz für alarmierend. Deutschland erreicht in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften den niedrigsten Stand seit Beginn der PISA-Erhebungen. Rund ein Drittel der 15-Jährigen verfügt in Lesen und Mathematik nicht über ausreichende Basiskompetenzen. „Diese Zahlen sind ein Weckruf. Wir dürfen uns nicht damit zufriedengeben, wenn junge Menschen die Schule verlassen, ohne sicher lesen, schreiben und rechnen zu können“, so Rünz.
Für den Abgeordneten folgt daraus eine klare Konsequenz: „Wir müssen zurück zu dem, was Schule im Kern leisten muss, und zwar konsequent. Lesen, Schreiben und Rechnen sind das Fundament für alles Weitere. Wer einen Text nicht sicher versteht, hat es in nahezu jedem anderen Fach schwer. Wer nicht richtig schreiben kann, kann Wissen kaum verständlich ausdrücken. Und wer grundlegende mathematische Zusammenhänge nicht beherrscht, stößt im Alltag und später im Beruf schnell an Grenzen.“
Basiskompetenzen müssten deshalb nicht nur gefördert, sondern auch eingefordert werden. „Kinder und Jugendliche brauchen klare Erwartungen, regelmäßiges Üben und ausreichend Zeit, um Wissen wirklich zu festigen. Fördern und Fordern gehören zusammen. Wir wollen jedem Kind Chancen eröffnen und zugleich die Leistungsbereitschaft stärken“, betont Rünz.
Besonders wichtig ist ihm ein früher Beginn. Die CDU-Landtagsfraktion setzt auf verpflichtende Sprachstandserhebungen, eine gezielte Förderung im Anschluss und perspektivisch ein verpflichtendes Vorschuljahr. „Dass der Bildungserfolg noch immer so stark von der sozialen Herkunft abhängt, dürfen wir nicht hinnehmen. Wer erst in der Grundschule bemerkt, dass ein Kind dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann, hat wertvolle Zeit verloren. Wir müssen früh anfangen, gezielt fördern und konsequent dranbleiben“, erklärt Rünz.
Dazu gehört für Rünz auch ein ehrlicher Blick auf die Digitalisierung. „Digitale Bildung: unbedingt. Private Handynutzung während der Schulzeit: nein. Wir brauchen digitale Kompetenzen, aber ein Smartphone, das ständig Nachrichten, Social Media und Ablenkung liefert, gehört nicht mitten in den Unterricht. Die OECD weist selbst darauf hin, dass übermäßige digitale Ablenkung mit schlechteren Leistungen zusammenhängt.“
Ausdrücklich unterstützt der Koblenzer Abgeordnete daher den Kurs von Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig, die Medienkompetenz stärken und die private Handynutzung während der Schulzeit konsequent begrenzen will. „Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder lernen, sich konzentrieren und miteinander ins Gespräch kommen können. Bildung entscheidet über die Zukunft unseres Landes und über die Lebenschancen jedes Einzelnen. Diese Chance sollten wir jetzt konsequent nutzen“, so Rünz abschließend.
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Der Koblenzer CDU-Landtagsabgeordnete Philip Rünz sieht in den neuen PISA-Ergebnissen einen klaren Auftrag, die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen an den Schulen in Rheinland-Pfalz wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Foto: Jörg Niebergall