Leserbrief zur Begehung des Geh-und Radweges am rechten Moselufer
Plädoyer für eine durchgehende Temporeduzierung
Der Radentscheid Koblenz war bei der 3. Runde Bürgeranhörung zusammen mit den Kolleg.innen Waltraud Daum, Peter Thomas und mir vertreten. Wir verstehen die Aufregung und Bedenken von Fußgängern und Anwohnern.
Der geplante Geh- und Radweg soll durchgängig 3,50 m breit werden. Das ist nicht viel für Fußgänger und Radfahrer, und ganz besonders wenn Kinderwagen und Fahrradanhänger sich begegnen und/oder überholt werden. Die daneben verlaufende Bundesstraße ist zu schmal für 2 Schutzstreifen. So gibt es also nur einen Schutzstreifen in Fahrtrichtung stadteinwärts.
Ich bin ihn gestern geradelt und habe mich sehr wohl und sicher gefühlt.
Eine Tempo-30-Begrenzung würde nach Einschätzung aller drei anwesenden Radentscheider die Lösung sein. Dagegen hörten wir gestern Argumente, für Tempo 30 gäbe es nicht genügend Gefahrenstellen entlang dieser Bundestarße, die ein längere Tempo-30-Begrenzung rechtfertigen würde. Das verstehen wir nicht und das beruht dann auf sehr eindimensionalen Denken. Wenn die Bundesstraße zu schmal für 2 Schutzstreifen ist, dann sind die stadtauswärts radelden Fahrradfahrer doch permanent gefährdet, oder etwa nicht? Ist Tempo 30 für Gefahrenabwehr nur beschränkt auf Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime und deren Nutzer? Die Politiker und Richter die so etwas bestätigen sollten, kann man uns gerne nennen.
Also Tempo 30 bis zum Ortsschild und gerne eine Geschwindikeits- und/oder Nutzungs-Einschränkung für Fahrräder auf dem geplanten Geh- und Radweg umsetzen!
Michael Berger, Koblenz
Radentscheid Koblenz
