Erfolge beim Rheinmarathon
Post-SV Koblenz überzeugt beim Düsseldorfer Rheinmarathon 2026
aus Koblenz
Koblenz. Am Samstag, dem 03.10.2026, fand der Rheinmarathon für Ruderer von Köln nach Düsseldorf statt. Sehr fordernde 42,8 km auf dem Wasser.
Der Post-SV Koblenz war vertreten durch Markus Müller, der mit einer Renngemeinschaft in der offenen Klasse an den Start ging. Der Masters-Vierer, die „Kowelenzer Buhnenbrecher“, mit der Besetzung Wolfgang Sauerborn, Hans-Jürgen Schwan, Helmut Müller, Heiko Löwenstein und an den Steuerleinen Hartmut Kosche startete in der Altersklasse Masters G (Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre).
Erstmals konnte auch das neue Boot des Post-SV, die nach der Mannschaft benannte „Buhnenbrecher“, in einem Rennen einsetzt und so einem Härtetest unterzogen werden.
Insgesamt stellten sich in diesem Jahr 175 Teams, fast ausschließlich gesteuerte Doppelvierer, aus 9 Nationen dieser Herausforderung.
Bei guten Wetterbedingungen ging es ab 9:00 Uhr auf die Strecke. Der Start verlief wie immer im Einzelstartmodus, bei dem alle 1,5 Minuten ein Boot ins Rennen geschickt wurde. Die ältesten und daher potentiell langsameren Mannschaften starteten dabei als erste.
So wurde dem Masters-Vierer als siebtältestem Team die Startnummer 10 zugeteilt. In dieser Klasse waren neben einigen deutschen auch noch Boote aus Irland, Schweden und England gemeldet. Etwas Internationalität macht eine Regatta auch für die Teilnehmer gleich interessanter. Ein Kommentar von Helmut Müller über die Schweden: „Deren Oberschenkelumfang entspricht in etwa dem meines Brustkorbs“. Es hat ihm niemand widersprochen.
Nach überqueren der Startlinie legten die Männer vom Deutschen Eck sich sofort mächtig ins Zeug. Es konnten irgendwann auch die ersten früher gestarteten Boote überholt werden. Bei Streckenkilometer 10 wurde dann aber das Tempo ein klein wenig gesenkt, um einer möglichen Überanstrengung vorzubeugen. In diesem Stil ging es dann immer noch recht zügig weiter in Richtung Düsseldorf. Die „Buhnenbrecher“ pflügte sich in wunderbar ruhiger und schneller Weise durch die Wellen. Im Laufe des Wettkampfes konnten weitere Boote überholt werden, so dass die Koblenzer knapp als zweites Team die Ziellinie erreichten. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht bekannt, was diese Leistung wert war, und so musste auf die offizielle Zeitnahme gewartet werden. Als dann auch die letzte Mannschaft dieser Klasse im Ziel war und die Zeiten offiziell bekannt gegeben wurden stand fest: Mit einer Zeit von 2:28:36 Stunden hatten die Kowelenzer Buhnenbrecher ihre Klasse mit fast 9 Minuten Vorsprung gewonnen. Sensationell! Seit 2,5 Jahren bleibt der Koblenzer Master-Vierer auf der Langstrecke in seiner Klasse (und darüber hinaus) ungeschlagen.
Nachdem fast alle Boote im Ziel waren, war das Team aus Koblenz klassenübergreifend noch immer die zeitschnellste Mannschaft. Erst zu Ende des Regattatages mussten sie ihre Gesamtführung abgeben. Drei Boote (nur drei!) aus der schnellsten und als letztes gestarteten offenen Leistungsklasse konnten ihre Zeit schlagen. Diese waren besetzt mit Kadersportlern, zwei Ergo-Weltrekordhaltern, ein Mann aus dem Deutschlandachter und anderen Spitzensportlern aus dem Bereich des Langstreckenruderns, alle natürlich wesentlich jünger als die Männer vom Deutschen Eck.
Das tat der Freude des Masters-Vierers um Steuermann Hartmut Kosche aber keinen Abbruch, weil im allerschnellsten Boot der Sohn von Helmut Müller saß. Markus Müller schaffte es mit seinen Ruderkameraden aus Cleve, Köln, Neuwied und Kleinmachnow die favorisierten Stuttgarter auf Platz zwei hinter sich zu lassen. Der Gesamtsieg fiel somit auch an einen Postsportler aus Koblenz mit einer Gesamtzeit von 2:23:59 Stunden.
Nachdem Markus Müller im Laufe eines Jahres in vielen nationalen und internationalen Regatten als Sieger hervorgegangen ist, konnte er auch bei dieser Großveranstaltung einen weiteren Erfolg auf seinem Konto verbuchen.
Die Bilanz für die Ruderer des Post-SV Koblenz für diese Regatta fällt mehr als positiv aus: Ein Gesamtsieger sowie der Klassensieg des Vereinsvierers, der auch den nicht für möglich gehaltenen vierten Gesamtplatz bedeutet.
Heike Löwenstein, Post-SV Koblenz
V.li. Hartmut Kosche, Heiko Löwenstein, Helmut Müller, Hans-Jürgen Schwan, Wolfgang Sauerborn. Foto: Natalie Löwenstein
Siegerehrung v.li. Heiko Löwenstein, Wolfgang Sauerborn, Hartmut Kosche, Helmut Müller, Hans-Jürgen Schwan. Foto: Natalie Löwenstein