BUGA-Erlebnispartner entwickeln ihre Produktideen weiter
Produktwerkstatt auf dem Weg zu marktfähigen touristischen Angeboten für die BUGA29
aus Lahnstein
Mittelrhein. Wie wird aus einer touristischen Idee ein konkretes, buchbares Erlebnis? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden der Produktwerkstatt im Rahmen des Projekts „BUGA-Erlebnispartner“. Eingeladen waren die Bewerber, deren Produktideen zuvor von einer Jury für die weitere Entwicklung ausgewählt worden waren. Am 25. August arbeiteten sie gemeinsam daran, ihre Konzepte zu schärfen und die nächsten Schritte bis zur Umsetzung vorzubereiten.
Der Beteiligungswettbewerb „Werde BUGA-Erlebnispartner – Dein Produkt. Dein Erlebnis. Jetzt mitblühen!“ war auf große Resonanz gestoßen: Neben 73 bereits bestehenden touristischen Produkten wurden 79 neue Produktideen eingereicht. Während die bestehenden Produkte bereits am Markt angeboten werden, sollen die ausgewählten Ideen in den kommenden Jahren zu umsetzbaren und möglichst online buchbaren Erlebnissen weiterentwickelt werden.
Die von der BTE Tourismus- und Regionalberatung begleitete Produktwerkstatt setzte genau an diesem Punkt an. Zum Einstieg erhielten die Teilnehmenden Impulse zu den Erfolgsfaktoren touristischer Produkte. Im Mittelpunkt standen der Bezug zur Region und zur Marke Mittelrhein, die Ausrichtung auf konkrete Zielgruppen, ein klar erkennbarer Erlebniswert sowie Fragen der Marktfähigkeit und Vermarktung. Auch aktuelle Entwicklungen im Reiseverhalten und die Anforderungen an Qualität, Buchbarkeit und Wirtschaftlichkeit flossen in die Arbeit ein.
Anschließend übertrugen die Teilnehmenden diese Grundlagen auf ihre eigenen Vorhaben. Mithilfe eines Produkt-Canvas konkretisierten sie unter anderem das geplante Kernerlebnis, die Zielgruppen, notwendige Ressourcen und Kooperationen sowie mögliche Umsetzungsschritte. An thematisch gegliederten Arbeitstischen stellten sie ihre Ansätze vor und erhielten Rückmeldungen von anderen Akteurinnen und Akteuren. Vertreten waren Ideen aus den Bereichen Wander- und Spaziererlebnisse, Genuss, Veranstaltungen und Workshops, Mobilität sowie Bewegung.
„Die ausgewählten Ideen zeigen, wie vielfältig der BUGA-Besuch durch zusätzliche Erlebnisse in der Region ergänzt werden kann. In der Produktwerkstatt ging es darum, aus guten Ansätzen tragfähige Angebote zu entwickeln und zugleich den Austausch zwischen den Beteiligten zu fördern“, sagt Kristina Neitzert, Geschäftsführerin der Romantischer Rhein Tourismus GmbH.
Die neuen Angebote sollen den Besuch der Bundesgartenschau mit weiteren Erlebnissen im Mittelrheintal verbinden. Gäste erhalten so die Möglichkeit, ihren Aufenthalt individuell zu gestalten und neben den BUGA-Parks auch andere Orte und Angebote der Region kennenzulernen.
„Unser Ansatz ist der perfekte BUGA-Tag: Ein Teil des Tages gehört dem Besuch in einem BUGA-Park, der andere Teil einem besonderen Erlebnis in der Region. In der Produktwerkstatt geht es deshalb darum, aus guten Ideen konkrete und tragfähige Angebote zu entwickeln, die diesen Besuchstag sinnvoll ergänzen. So wird die BUGA29 zum Ausgangspunkt für einen ganzen Tag am Mittelrhein und macht Lust darauf, die Region weiter zu entdecken“, sagt Sven Stimac, Geschäftsführer der BUGA Oberes Mittelrheintal 2029 gGmbH.
Die Produktwerkstatt markiert einen Zwischenschritt auf dem Weg zur BUGA29. Nun sind die Akteure gefragt, ihre Konzepte weiter auszuarbeiten, offene organisatorische und wirtschaftliche Fragen zu klären und konkrete Zeitpläne für die Umsetzung zu entwickeln. Erfolgreich realisierte Produktideen können bereits vor Beginn der BUGA29 in die touristische Kommunikation aufgenommen werden. Langfristig sollen die Angebote nicht nur während der Bundesgartenschau buchbar sein, sondern auch über das Jahr 2029 hinaus zusätzliche Reiseanlässe schaffen und zur regionalen Wertschöpfung beitragen.
Hintergrund
Mit dem Projekt „BUGA-Erlebnispartner“ wollen die Romantischer Rhein Tourismus GmbH und die BUGA Oberes Mittelrheintal 2029 gGmbH den Besuch der Bundesgartenschau mit touristischen Angeboten im BUGA-Erlebnisraum und seinem Umfeld verbinden. Gäste sollen ihren Aufenthalt durch buchbare Programmpunkte ergänzen, die Region intensiver kennenlernen und zu längeren Aufenthalten oder erneuten Besuchen angeregt werden. Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz gefördert.
Weitere Themen
Gemeinsam von der Idee zum buchbaren Erlebnis: In der Produktwerkstatt konkretisierten die ausgewählten BUGA-Erlebnispartner ihre Konzepte und tauschten sich über Zielgruppen, Kooperationen und die nächsten Schritte bis zur Umsetzung aus. Foto: Guido Hönig/RRT