Politik | 04.09.2014

„24-Stunden-Blitz-Marathon“: Bürger können wieder Messstellen bestimmen

„Rasen hat im Straßenverkehr keine Berechtigung“

Koblenz. Innenminister Roger Lewentz hat ein entschlossenes und konsequentes Vorgehen gegen Raser im Straßenverkehr angekündigt. „Unsere Polizei ahndet zu schnelles Fahren sehr konsequent. Rasen ist noch immer die Todesursache Nummer 1 im Straßenverkehr, darum wollen wir mit dem bundesweiten ‚24-Stunden-Blitz-Marathon‘ intensiv für angepasste und besonnene Fahrweise werben“, sagte Lewentz am Montag in Mainz. Um die Autofahrer für die Bedeutung einer angepassten Geschwindigkeit zu sensibilisieren und um ein Zeichen gegen das Rasen zu setzen, hat Rheinland-Pfalz mit den übrigen Ländern einen bundesweiten „24-Stunden-Blitz-Marathon“ vereinbart: Am 18. und 19. September wird die Polizei gemeinsam mit den für die Verkehrsüberwachung zuständigen Kommunen einen besonderen Fokus auf die Geschwindigkeitsüberwachung legen und innerhalb von 24 Stunden an knapp 300 Messstellen im Land die Einhaltung von Tempolimits kontrollieren. „Wir meinen es sehr ernst mit der Verkehrssicherheit. Rasen wird nicht toleriert und das nicht nur währen des Blitz-Marathons“, sagte Minister Lewentz. Bevor die Aktion startet, wird noch einmal detailliert über die Aktion und die Messstellen informiert. „Uns geht es nicht um Abzocke. Im vergangenen Jahr sind auf rheinland-pfälzischen Straßen 174 (2012: 209) Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 Prozent (2012: 40 Prozent) der tödlichen Unfälle gehen auf überhöhte Geschwindigkeit zurück. Jeder Tote ist zu viel, darum wollen wir für das Thema sensibilisieren“, betonte Lewentz. Noch stehen nicht alle Standorte der Geschwindigkeitskontrollen fest, weil ein großer Teil der knapp 300 Kontrollstellen dort eingerichtet werden soll, wo die Bürger das für sinnvoll halten. „Bürger können uns online Strecken mitteilen, bei denen der Eindruck vorhanden ist, dass dort besonders heftig gerast wird“, so Lewentz. Von heute an bis zum kommenden Montag, 8. September, können die Bürger im Internet auf der Homepage der rheinland-pfälzischen Polizei (www.polizei.rlp.de) und über deren Facebook-Seite (www.facebook.com/PolizeiRheinland-Pfalz) neuralgische Punkte benennen, an denen häufig zu schnell gefahren wird. Polizei und Kommunen werden dann während des Blitz-Marathons am 18. und 19. September an häufig genannten Brennpunkten gezielt kontrollieren.

Pressemitteilung des

Polizeipräsidiums Koblenz

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