Allgemeine Berichte | 17.03.2026

Dokumentationszentrum Sinti und Roma

Regionale Entwicklung für Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz bis 2030

Mitglieder des Landesrates für Sinti und Roma Rheinland-Pfalz, des Kuratoriums und Gäste

Der Landesrat Deutscher Sinti und Roma Rheinland-Pfalz stellte seine Fortschritte und Zukunftsvisionen vor. Im Fokus stehen Kultur- und Bildungsprojekte, institutionelle Vernetzung und die Perspektive eines Dokumentationszentrums in Koblenz zur Stärkung des Engagements gegen Antiziganismus.

Rheinland-Pfalz. In der jüngsten Kuratoriumssitzung für ein regionales Dokumentations- und Kulturzentrum für Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz begrüßten Margit Theis-Scholz und Edmund Elsen als Vorsitzende die Mitglieder des Kuratoriums, des Landesrates und zahlreiche Gäste.

Sie stellten die Entwicklungen der Jahre 2022 bis 2026 sowie zentrale Zukunftsziele vor.

In den vergangenen Jahren konnten sichtbare Aktivitäten in der Erinnerungskultur umgesetzt, erste institutionelle Strukturen und die Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Antiziganismusbeauftragten aufgebaut sowie die politische sowie gesellschaftliche Präsenz gestärkt werden.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Kultur- und Bildungsprojekten sowie auf der stärkeren Vernetzung mit Politik, Kommunen und Fachinstitutionen. Im Tätigkeitsbericht des Landesrates wurde das Ziel verdeutlicht, das Wissen über Geschichte, Kultur und Gegenwart der Sinti und Roma stärker in Bildungseinrichtungen, in der Öffentlichkeit sowie im politischen Raum zu verankern. Die beiden bisherigen Ausstellungsprojekte „Vom Holocaust auf die Weltbühne“ und „Unerzählte Lebensgeschichten“ tragen als mögliche Wanderausstellungen dazu bei.

Für die kommenden Jahre verfolgt der Landesrat eine klare strategische Ausrichtung. Dazu gehören eine noch größere gesellschaftliche Sichtbarkeit, der Ausbau der Zusammenarbeit mit Fachexpertinnen und -experten sowie eine stärkere Institutionalisierung der bisherigen Arbeit. Diese Schritte sollen langfristig stabile Strukturen für Engagement, regionale Forschung und Bildung schaffen.

Vision 2030: Perspektive für ein zentrales Dokumentationszentrum in Koblenz

Langfristig verfolgt der Landesrat die Perspektive eines Dokumentationszentrums in Koblenz. Im Rahmen der Vision 2030 soll ein regionales Zentrum zur Geschichte und Kultur der Sinti und Roma entstehen, das zugleich als Kompetenzzentrum gegen Antiziganismus für Politik, Bildung und Zivilgesellschaft wirkt.

Mitglieder des Landesrates für Sinti und Roma Rheinland-Pfalz, des Kuratoriums und Gäste Foto: Hartmut Klein

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Fahrer für 3-Achs-Abrollkipper [m/w/d]
Titel-Anzeige
Stellenanzeige Fachbereichsleitung Finanzen
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606
Empfohlene Artikel
Zusammen geht was: Martina Schwarzkopf, Caritas-Mitarbeiterin Diana Schneider und Rüdiger Dolle arbeiten eng zusammen.
64

Die Lebensberatung Koblenz und der Caritasverband sind in der Hohenzollernstraße in der südlichen Vorstadt nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Beide Akteure verbindet das Ziel, Menschen in herausfordernden und belasteten Lebensphasen zu unterstützen. Aus der Nachbarschaft wurde jetzt im Stadtteil Ehrenbreitstein eine Kooperation unter einem Dach.

Weiterlesen

Neugestalteter Vorplatz des Campus der Hochschule Koblenz auf der Karthause.
74

KOBLENZ. Die Hochschule Koblenz investiert kontinuierlich in die Weiterentwicklung ihrer Standorte und setzt dabei auf eine moderne Lernumgebung, attraktive Aufenthaltsorte und nachhaltige Infrastruktur. Mit zahlreichen Projekten im Innen- und Außenbereich stärkt sie ihre Position als innovativer Lernort für Studierende und als attraktive Arbeitgeberin für ihre Beschäftigten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
3257

Rhein-Sieg-Kreis. Nach dem eine Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag (5. Juli) auf der Bundesautobahn 61 zwischen den Anschlussstellen Miel und Rheinbach ist die sechsjährige Tochter der verunfallten Familie am Mittwoch (15. Juli) in einer Klinik ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Mädchen war unmittelbar nach dem Unfall notoperiert worden und befand sich seitdem in intensivmedizinischer Behandlung.

Weiterlesen

Foto: Polizei
3598

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen