Allgemeine Berichte | 03.08.2026, 13:56 Uhr

Rhein in Flammen: „Nicht nur über das Feuerwerk diskutieren“

Rhein in Flammen
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Koblenz. Die Diskussion über ein mögliches Verbot des Höhenfeuerwerks greift aus Sicht der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ zu kurz. „Rhein in Flammen“ ist eines der bedeutendsten Großereignisse in Koblenz und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Tourismus, Gastronomie und Hotellerie. Zudem ist hiermit eine - auch regional identitätsstiftende - Tradition verbunden, die mit dem Deutschen Eck, der Feste Ehrenbreitstein und der Gastfreundlichkeit eng verbunden ist. „Rhein in Flammen“ ist eines der Markenzeichen der Stadt Koblenz. Gerade deshalb sollte die Debatte nicht auf einen einzelnen Programmpunkt reduziert werden, sondern die Veranstaltung insgesamt zukunftsfähig weiterentwickeln.

Nachhaltigkeit umfasst weit mehr als die Frage des Feuerwerks. Entscheidend sind die An- und Abreise von rund 150.000 Besucherinnen und Besuchern, das Verkehrsmanagement, die Lenkung des Individualverkehrs sowie die Auswirkungen auf Umwelt und Stadtgesellschaft. Hier besteht aus unserer Sicht erheblicher Handlungsbedarf.

Die Bürgerinitiative fordert daher, das bestehende Veranstaltungs- und Mobilitätskonzept umfassend zu überprüfen und konsequent weiterzuentwickeln. Insbesondere müssen Park-and-Ride-Angebote ausgebaut, der öffentliche Nahverkehr gestärkt und wirksamere Maßnahmen zur Reduzierung des Individualverkehrs umgesetzt werden. Ziel muss es sein, Verkehrsbelastungen, Emissionen und die Beeinträchtigungen für Anwohner deutlich zu verringern.

Ebenso stellt sich die Frage, wie solche Besucherströme dauerhaft mit den Anforderungen an Sicherheit, Mobilität, Aufenthaltsqualität und Nachhaltigkeit vereinbar sind. Gerade die leider zugrunde zulegenden Sicherheitsaspekte der heutigen Zeit rufen nach Lösungsansätzen.

Bei aller Euphorie für Drohnenshows sollte auch hierbei nicht vernachlässigt werden, dass auch hierbei Bedenken gibt (Hackerangriffe, eingeschmuggelte Drohnen) die nicht zu vernachlässigen sind.

Auch hierzu erwarten wir eine offene Diskussion und belastbare Antworten.

Die BI begrüßt jede Initiative, die „Rhein in Flammen“ ökologisch und klimaverträglicher gestaltet. Dies darf jedoch nicht in einer isolierten Diskussion über das Höhenfeuerwerk enden. Zumal hier professionelle Pyrotechniker geprüfte Effekte unter strengen behördlichen Sicherheitsauflagen zünden. Erforderlich ist vielmehr ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept, das alle wesentlichen Aspekte der Veranstaltung berücksichtigt und den Herausforderungen einer modernen, lebenswerten Stadt gerecht wird. Dabei gilt es auch sicherzustellen, dass die Ordnungs - Sicherheits - und Rettungskräfte nicht überlastet werden dürfen!

Rhein in Flammen Foto: Foto: Udo Kookay

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