Allgemeine Berichte | 06.03.2013

Christlich-Jüdische Gesellschaft Koblenz

„Sprechende Orte der Geschichte“

Nathanja Hüttenmeister (1.v.r. ) mit Mitgliedern der Christlich-Jüdischen Gesellschaft Koblenz.  Privat

Koblenz. „Friedhöfe sind sprechende Orte der Geschichte, indem sie von Verstorbenen reden, erzählen sie vom Leben“. Auf Einladung der Christlich-Jüdischen Gesellschaft Koblenz referierte Nathanja Hüttenmeister vom Salomon Ludwig Steinheim Institut Essen im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit 2013“ kürzlich im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde zum Thema „Jüdische Friedhofskultur“. Das Steinheim-Institut erforscht Geschichte und Kultur der Juden im deutschen Sprachraum als deutsch-jüdische Geschichte von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart.

Nathanja Hüttenmeister ist wissenschaftliche Mitarbeiterin, hat Judaistik, Islamwissenschaft/Arabistik und Geschichte in Tübingen, Berlin und Jerusalem studiert und zahlreiche Publikationen zum Thema veröffentlicht. Sehr anschaulich stellte die Referentin die Struktur jüdischer Friedhöfe vom Mittelalter bis zur Neuzeit dar und zeigte Gestaltung, Symbolik und Inschriften der Grabmale an vielen Beispielen. So konnte die Zuhörer anhand der Darstellung auf dem Grabstein vieles erfahren über die Person, die persönlich Situation, aber auch über die Zeit erfahren, in der der Begrabene gelebt hatte.

Nathanja Hüttenmeister (1.v.r. ) mit Mitgliedern der Christlich-Jüdischen Gesellschaft Koblenz. Foto: Privat

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