Stammtisch Moselufer Zukunft
Stammtisch zur Zukunft des Moselufers in Moselweiß mit engagierten Bürgern
aus Koblenz
Moselweiß. Gelungener Auftakt für den Stammtisch der Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß.
Mehr als 25 Interessierte beim ersten Stammtisch im Winzerhof Wirges – Austausch, Vernetzung und gemeinsame Aktionen für den Erhalt des Moselufers
Die Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß hat Ende Oktober ein neues Format für den regelmäßigen Austausch ins Leben gerufen: den Stammtisch.
Im Mittelpunkt stehen die Information über das städtische Vorhaben „Moselweiß Moselufer – Ausbau Rad- und Gehweg“, die Vernetzung engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie die Stärkung der Stadtteilgemeinschaft.
Zum ersten Stammtisch trafen sich am vergangenen Freitag mehr als 25 Personen aus Moselweiß und dem Rauental im Winzerhof Wirges. Die Veranstaltung bot einen passenden Rahmen für einen offenen und konstruktiven Austausch. Die Interessengemeinschaft informierte über den aktuellen Entwicklungsstand des Projekts und moderierte die anschließende engagierte Diskussion.
Dabei wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert das Moselufer als Grünanlage und Naherholungsgebiet für die Menschen im Stadtteil Moselweiß aber auch in den angrenzenden Stadtteilen hat. Gerade der vergangene Sommer hat erneut gezeigt, wie wichtig schattige Grünflächen für die Lebensqualität in der Stadt sind.
Entsprechend groß war das Unverständnis der Anwesenden angesichts der städtischen Planungen, nach denen mehr als 30 große, schattenspendende Bäume gefällt und umfangreiche Uferbaumaßnahmen durchgeführt werden sollen. Damit verbunden ist die Gefahr, dass der vorhandene Ufergrünstreifen weitgehend verschwindet.
Diskutiert wurden außerdem mögliche Auswirkungen des geplanten Wegeausbaus. Neben Bedenken, dass der Weg künftig stärker als Rennstrecke für den Radverkehr genutzt werden könnte, standen insbesondere der Erholungswert der Grünanlage und der Schutz der Natur im Mittelpunkt. Viele Wortmeldungen machten deutlich, dass Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger das Moselufer bisher weitgehend friedlich miteinander nutzen. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme sollte dies auch künftig ohne die Verbeiterung möglich sein.
Einigkeit bestand darin, den gemeinsamen Einsatz für den Erhalt des Moselufers fortzuführen und sich weiterhin für alternative Lösungen sowie eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.
Doch nicht nur die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Bauvorhaben stand im Mittelpunkt des Abends. Das Treffen brachte auch zahlreiche Menschen zusammen, die sich für ihren Stadtteil engagieren und die Zukunft des Moselufers gemeinsam gestalten möchten. So entstanden bereits erste Ideen für Veranstaltungen im kommenden Jahr.
Die Vorschläge reichten von einem gemeinsamen Glühweintrinken über die Einrichtung eines „Urbanen Gartens“ bis hin zu einem Stadtteilfest.
Besonders erfreulich war die gemeinsame Vereinbarung, den Stammtisch regelmäßig fortzusetzen und den Austausch zu pflegen. Damit soll ein dauerhafter Treffpunkt für Information, Diskussion und gemeinschaftliches Engagement entstehen.
Die im März 2026 gegründete Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß setzt sich für den Erhalt der gewachsenen Grünanlage, eine ausgewogene Berücksichtigung der Interessen von Fuß- und Radverkehr, alternative Planungsansätze und eine frühzeitige Bürgerpartizipation ein.
Auch ein Jahr nach dem Beschluss des Stadtrates, der ohne vorherige Bürgerbeteiligung gefasst wurde, beschäftigt das Vorhaben die Menschen weit über die Grenzen von Moselweiß hinaus.
Die im März 2026 gegründete Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß setzt sich für den Erhalt der gewachsenen Grünanlage, eine ausgewogene Berücksichtigung der Interessen von Fuß- und Radverkehr, alternative Planungen und eine frühzeitige Bürgerpartizipation ein.
Die Interessengemeinschaft freut sich auf die nächsten Treffen und lädt alle Interessierten herzlich ein, sich einzubringen.
Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß/ Nataliya Dzianisava, Petra Assenmacher
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Herbststimmung am Moselufer Moselweiß. Foto: P.Assenmacher