Allgemeine Berichte | 26.01.2014

Ex-Prinzen verliehen das Gold-Medaillon

Stützen des Koblenzer Karnevals

Heinz Börner und Heinrich Schlaudt erhielten eine der höchsten närrischen Auszeichnungen

Die Freude war bei allen Anwesenden ausgesprochen groß (v. l.): Olav Kullak, Friedhelm Pieper, Heinrich Schlaudt, Heinz Börner und Dirk Kissel. Udo Stanzlawski

Koblenz. Eine nette Atmosphäre im Koblenzer-Brauereiausschank an der B 9. Eigentlich kein Wunder, denn man kennt sich aus der Vergangenheit gut und die Prinzen aus vergangenen Zeiten zeigten sich wieder von ihren besten Seiten. Sie verliehen das „Gold-Medaillon“, einen besonderen Orden für besondere Menschen. Und für diese Menschen soll es eine herausgehobene Ehre in ihrer Karnevalskarriere sein.

Doch es war gleichzeitig eine Ehre für alle Anwesenden. Die Auszeichnung ist eine der höchsten der Kowelenzer Faasenacht, und so läutete der Stammtisch der Koblenzer Exprinzen gemeinsam mit dem amtierenden Tollitätenpaar Prinz Markus und Confluentia Gaby die ersten wichtigen Karnevalsveranstaltungen dieser Session ein.

Für die Laudatio der zu ehrenden Persönlichkeiten ließ sich der Sprecher der Ex-Prinzen Dr. Friedhelm Pieper viel Zeit. Mit Recht, denn zu wichtig sind solche Menschen, die sich um den Karneval im Besonderen verdient gemacht haben. So ging in diesem Jahr die Ehrung zunächst an den 92-jährigen Heinz Börner, Ehrencommodore des Alt-Herren-Corps (AHC). Immer noch fit und aktiv, sein hohes Alter sah man ihm nicht an. Für Pieper ein Mann, der menschlich, beruflich, aber auch närrisch als ein wahres Urgestein zu bezeichnen ist. Heinz Börner, ein waschechter Schängel, ist gelernter Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Noch während des Krieges heiratete er 1944, ab 1946 baute er seine Firma in Koblenz auf und erhielt 2013 den Eisernen Meisterbrief der HWK-Koblenz. Im närrischen Bereich bescheinigte Pieper ihm einen „lupenreinen Werdegang“. Zahlreiche hohe Auszeichnungen belegen sein großartiges Wirken und seine Verdienste um das rheinische Brauchtum.

Viele Jahre wurden die Prunkwagen des AHC in der Firma Börner gebaut und errangen großartige Preise. Ein derart grandioser „Altmeister“ im Kowelenzer Karneval wurde von den Ex-Prinzen nur allzu gern mit dem Gold-Medaillon geehrt.

Eine weitere bekannte Koblenzer Persönlichkeit, die das Gold-Medaillon bekam, war Heinrich Schlaudt, AHC-Ehrenrat. Die Überschrift seines Wirkens könnte lauten: „Der Karneval lag mir stets am Herzen, sodass sich Freizeit und Geschäft gut ergänzen.“ Geboren wurde er 1948 in der Koblenzer Altstadt, wo er auch die ersten 20 Jahre seiner Jugend verbrachte. Er absolvierte 1967 die Wirtschaftsschule mit einem Abschluss, der ihn befähigte, in das elterliche Geschäft in der Mehlgasse einzusteigen, eine Firma, die sich ausschließlich dem Großhandel für Schausteller widmete. Seit 1970 ist er verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. In sein Warenangebot nahm er später Karnevalsartikel auf, den diese passten sehr gut in das vorhandene Sortiment. Damit war er so erfolgreich, dass 2001 neue Verkaufsräume mit einer umfangreichen Dekorationsabteilung gebaut wurden. Bekannt wie ein „bunter Hund“ ist er seit 2001 auch aktiv im AHC tätig.

Die Ex-Prinzen hatten wieder eine hervorragende Wahl getroffen, denn die beiden Ausgezeichneten sind wahrhaft würdige Träger des Gold-Medaillons. Das war auch die Meinung der zahlreich anwesenden Ex-Majestäten und Ex-Confluentiae, die sich im Anschluss an die Verleihung in unzähligen Gesprächen über Vergangenes austauschten, denn sie hatten ja alle Eines gemeinsam - Tollitäten einer der karnevalistischen Hochburgen am Rhein gewesen zu sein.

Würdige Persönlichkeiten, die das Gold-Medaillon gerne in Empfang nahmen: Heinz Börner und Heinrich Schlaudt.

Würdige Persönlichkeiten, die das Gold-Medaillon gerne in Empfang nahmen: Heinz Börner und Heinrich Schlaudt.

Die Freude war bei allen Anwesenden ausgesprochen groß (v. l.): Olav Kullak, Friedhelm Pieper, Heinrich Schlaudt, Heinz Börner und Dirk Kissel. Fotos: Udo Stanzlawski

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