Fußball-Regionalliga Südwest – Saison 2017/18
TuS Koblenz wartet weiter
Schängel bleiben auch weiter sieglos – Popovitis verletzt ins Krankenhaus
Montabaur. Beschwerlich. Das wurde zum Schlagwort für die Begegnung zwischen der TuS Koblenz und Wormatia Worms. Am Ende trennten sich die beiden Kontrahenten mit einem 1:1, womit zumindest die Gäste ganz gut leben konnten. Denn insgesamt war die TuS an diesem Nachmittag das bessere Team, hatte auch die besseren Gelegenheiten, nur vergaßen die Schängel das Toreschießen.
Beschwerliche Anreise nach Montabaur
Es hatte alles mit Handicaps angefangen. Zunächst waren die Gäste gehandicapt, denn die Anreise nach Montabaur war alles andere als entspannt verlaufen. Erst eine gute halbe Stunde vor Spielbeginn war der Südwestligist am Spielort eingetroffen.
Trotzdem pfiff Schiedsrichter Julius Martenstein aus Cölbe das Spiel fast pünktlich an. Sehr zum Leidwesen der Wormser Fans, die ebenfalls rund eine Viertelstunde später in ihrem Zuschauerbereich eintrafen. Verpasst hatten sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel. Eine verteilte Partie ohne nennenswerte Gelegenheiten. Einzig in Minute zwölf gab es so etwas wie Torgefahr. Dimitrios Popovitis flankte und Dejan Bojan verpasste nur knapp. Für den griechischen Außenstürmer sollte dies die letzte Aktion in dieser Begegnung sein denn nach einer Behandlungspause musste dieser ausgewechselt werden und wurde mit einem Krankenwagen abtransportiert.
Auch der nächste Aufreger erfolgte wieder von der TuS. Dieses Mal erfolgte die Flanke von Kevin Lahn und hier verpasste Ricardo Antonaci in der 17. Minute nur knapp. Bis zur ersten Gelegenheit der Gäste mussten deren Anhänger bis zur 32. Minute warten. Hier zirkelte Steffen Straub einen Freistoß ans Lattenkreuz. Besser machte es, drei Minuten später, auf der Gegenseite der aufgerückte Michael Schüler, der einen Freistoß von Andreas Glockner per Kopf zur 1:0-Führung versenkte. Das Tor gab den Koblenzern Auftrieb. Bozic verzog aus guter Position in Minute 38. Der für Popovitis eingewechselte Felix Käfferbitz schoss flach am langen Pfosten vorbei und der Wormser Keeper Mario Miltner musste gleich doppelt aus nächster Nähe gegen Antonaci parieren (45.+1). Statt 2:0 hieß es aber plötzlich 1:1. Jonathan Zinram hatte sich an der Außenbahn durchgesetzt und passte scharf nach innen, wo Thomas Gösweiner eine Minute später nur noch den Fuß hinhalten musste.
Nach dem Seitenwechsel fanden zunächst die Gäste besser ins Spiel. Die beste Gelegenheit verpasste hier Gösweiner in der 49. Minute die Marco Müller von der Linie schlagen konnte. Es blieb hart umkämpft.
Der Schiedsrichter im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt stand in der letzten halben Stunde vor allem Schiedsrichter, der in dieser Phase einige Situationen falsch einschätzte. Vor allem bei der Verletzung von Kevin Lahn zog sich der Unparteiische den Unmut des Koblenzer Anhangs, unter den 943 Zuschauer, zu. Als Lahn nach einer Attacke bewusstlos liegenblieb, und das Spiel nicht unterbrochen wurde, hatten die Fans der TuS ihren „Schuldigen“ endgültig ausgemacht. Daran änderte dann auch nichts der Platzverweis von Gösweiner, der sich gegen Antonaci eine Tätlichkeit leistete und somit zurecht die Rote Karte gezeigt bekam. Mit einem Mann mehr auf dem Platz setzten die Koblenzer in der Folge alles auf eine Karte, doch der Siegtreffer sollte nicht mehr gelingen.
„Ich kann zwar keinem einen Vorwurf machen, aber langsam wird es Zeit das wir für unseren Aufwand auch belohnt werden“, war Petrik Sander nach der Partie vom Ergebnis enttäuscht. Nicht aber vom Auftritt. „Wir haben heute alles reingehauen und manchmal auch noch mehr. Im Augenblick kommt es aber knüppeldick. Man kann nur hoffen, dass die Verletzungen von heute nicht zu langwierig werden“.
Am Schluss wurde es wieder einmal beschwerlich. Dieses Mal für die TuS Anhänger die knapp zehn Minuten warten mussten, ehe sie den abgesperrten Schiedsrichter und Spielerbereich passieren durften. Und auch für Dimitrios Popovitis. Dieser war dick bandagiert aus dem Krankenhaus zurückgekehrt und bewegte sich auf Krücken Richtung Fahrzeug. Und beschwerlich bleibt auch der weitere Weg der TuS. Die muss nun nach Walldorf reisen und hofft, dass nun dort vielleicht der erste Saisonsieg gelingen könnte.
TuS Koblenz: Keilmann, Antonaci, von der Bracke, Schüler, Müller, Glockner, Bajric, Lahn (83. Engels), Wekesser, Popovitis (18. Käfferbitz - 87. Koch), Bozic. TH
