SPD-Ortsverein Koblenz-Altstadt-Mitte
„Vereine brauchen eine Heimat“
Koblenz. In sogenannten „Sonntagsreden“ wird zurecht das Ehrenamt in Vereinen besonders gewürdigt. Wenn es um die Stadtteilarbeit geht, sind es oft die Vereine vor Ort die Lebensqualität und Gemeinwesen fördern. Die Vielfältigkeit dieser Arbeiten heißen auch Politiker auf allen Ebenen für gut.
In den letzten Jahren ergibt sich für Stadtteilvereine jedoch eine verstärkte Problematik. Das sogenannte „Kneipensterben“ beinhaltet auch die Schwierigkeit, dass es immer wenige Säle für Veranstaltungen und Vorstandssitzungen der Vereine gibt. Die Stadt Koblenz macht keine Ausnahme. Wobei erkannt werden muss, dass Stadtteile im Außenbereich der Stadt zum Teil gut mit Räumen und Hallen für Veranstaltungen versorgt sind. Hingegen ist das Vereinsleben in der Alt-und Innenstadt immer problematischer geworden. Da feiert beispielsweise ein großer Verein aus der Weißergasse sein Frühlingsfest nicht in der Altstadt, sondern seit vielen Jahren im Rauental.
Es könnte gesagt werden „na gut“, dann muss halt aus der Altstadt herausgefahren werden. Jedoch ist zu bedenken, dass es gerade für ältere Mitbürger dort Probleme geben kann.
Seit Jahren versuchen Manfred Gniffke, FBG, und Fritz Naumann sowie Denny Blank, beide SPD, eine Heimat für die Vereine zu finden. Bis dato verlief die Suche leider ergebnislos.
Über den vorhandenen Bedarf der Vereine in der Alt- und Innenstadt besteht kein Zweifel. Nun ergibt sich nach Auffassung von Gniffke, Naumann und Blank eine Chance für die Vereine. Wenn die Zusammenlegung der Förderschulen Hans-Zullinger-Schule und Diesterweg-Schule erfolgt, ergibt sich eine Möglichkeit der Nachnutzung in der Kastorpfaffenstraße.
Gniffke, Naumann und Blank: „Uns ist es klar, das Begehrlichkeiten vieler Schulen auf die Nachnutzung gerichtet sind. Jedoch benötigen auch unsere Vereine eine Heimat; und was in andern Stadtteilen selbstverständlich ist, muss für die Alt-und Innenstadt ebenfalls möglich sein.“
Die Kommunalpolitiker sind der Auffassung, dass beides miteinander zu verbinden sei: eine weitere Nutzung als Ausweichquartiere für räumlich überlastete Schulen und eine Vereinsnutzung für Vorstandssitzungen und kleine Feste.
Darüber hinaus könnten auch die frei werdenden Räumlichkeiten auch Vereinsproben, die jetzt im Umland erfolgen (Tanzgruppen und dergleichen), genutzt werden. Dies erspart manchen Eltern, die ihren Kindern die Proben ermöglichen wollen, weite Fahrten.
Vielleicht lässt sich ja auch ein kleines Heimatmuseum, wie es sie in verschiedenen Stadtteilen (Horchheim, Pfaffendorf, Güls, Moselweiß) auch gibt, einrichten. Bestückt werden könnte es auch mit nicht gezeigten Beständen aus dem Mittelrheinmuseum und von Privatleuten. Solch ein Museum könnte von Ehrenamtlichen aus den Vereinen kostenlos betreut und geführt werden. Es soll sich schon zum jetzigen, frühen Zeitpunkt um eine Nachnutzung bemüht werden. Somit wird deutlich, dass es einen umfangreichen Bedarf gibt. „Uns ist klar, dass wir hier mit Widerständen seitens der Stadtverwaltung zu rechnen haben. Allerdings werden wir uns für die Vereine einsetzen“, so die Kommunalpolitiker. Pressemitteilung
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